{"id":21879,"date":"2025-10-06T11:31:51","date_gmt":"2025-10-06T09:31:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mk-journal.de\/?p=21879"},"modified":"2025-10-06T11:31:51","modified_gmt":"2025-10-06T09:31:51","slug":"florian-soennecken-neuer-fachdienstleiter-umwelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/2025\/10\/06\/florian-soennecken-neuer-fachdienstleiter-umwelt\/","title":{"rendered":"Florian S\u00f6nnecken neuer Fachdienstleiter Umwelt"},"content":{"rendered":"<p>(pmk). Florian S\u00f6nnecken hat sich jetzt als neuer Fachdienstleiter Umwelt dem Beirat der Unteren Naturschutzbeh\u00f6rde des M\u00e4rkischen Kreises vorgestellt. Der Schalksm\u00fchler ist seit dem 1. Juli neuer Fachdienstleiter. Der Bauingenieur hat die Nachfolge von Dr. Johannes Osing angetreten, der jetzt beim St\u00e4dte- und Gemeindebund Nordrhein-Westfalen als Beigeordneter im Dezernat V (IT und digitale Infrastruktur, Umwelt, Klima und Nachhaltigkeit) arbeitet.<\/p>\n<p><strong>Diplom-Hydrologe und Bauingenieur<\/strong><\/p>\n<p>Florian S\u00f6nnecken ist in Herscheid aufgewachsen. Sein Studium an der Technischen Universit\u00e4t in Dresden hat er als Diplom-Hydrologe abgeschlossen. Anschlie\u00dfend war er als Bauingenieur f\u00fcr Tiefbau bei der Stadt Meinerzhagen t\u00e4tig und zuletzt als Bauingenieur und Hydrologe in der Gew\u00e4sserunterhaltung und im Gew\u00e4sserausbau bei dem Wirtschaftsbetrieb Hagen. Der Schalksm\u00fchler nahm erstmals an der Sitzung des Beirats der Unteren Naturschutzbeh\u00f6rde des M\u00e4rkischen Kreises teil und wurde von den Ausschussmitgliedern freundlich empfangen.<\/p>\n<p><strong>Wildtierkriminalit\u00e4t ein Problem<\/strong><\/p>\n<p>Sabine Trienke, Mitarbeiterin der Unteren Naturschutzbeh\u00f6rde, berichtete im Rahmen der Sitzung \u00fcber die Bek\u00e4mpfung der Wildtierkriminalit\u00e4t. \u201eLeider ist das ein Thema, das uns im Alltag immer wieder besch\u00e4ftigt\u201c, berichtete Trienke. Der illegale Handel mit geschmuggelten Wildtieren ist ein weltweites Milliardengesch\u00e4ft und auch im M\u00e4rkischen Kreis bekannt. Dabei ist schon der Besitz gesch\u00fctzter Tiere ohne Nachweis der legalen Herkunft eine Ordnungswidrigkeit, der Handel hingegen eine Straftat.<\/p>\n<p><strong>Jeden Verdacht melden<\/strong><\/p>\n<p>Seit 1973 gilt das Washingtoner Artenschutzabkommen (CITES), das durch das Bundesnaturschutzgesetz in Deutschland umgesetzt wird. Demnach sind Besitz und Vermarktung exotischer Tiere und Pflanzen nur erlaubt, wenn nachweislich legale Nachzuchten vorliegen. Die Echtheit solcher Nachweise lasse sich oft pr\u00fcfen, berichtete Sabine Trienke. \u201eDarum gilt: Jeder Verdacht sollte beim Kreis oder direkt bei der Polizei gemeldet werden.\u201c<\/p>\n<p><strong>Tauben als Giftk\u00f6der rot angemalt<\/strong><\/p>\n<p>Nicht nur exotische Tiere wie Schildkr\u00f6ten, Reptilien oder Papageien sind betroffen. Auch der Besitz heimischer Wildtiere \u2013 etwa Sing- oder Greifv\u00f6gel \u2013 ist ohne Herkunftsnachweise verboten. Immer wieder wird auch im M\u00e4rkischen Kreis versucht, V\u00f6gel durch Fallen oder Netze illegal zu fangen. Auff\u00e4llige Volieren (gro\u00dfe K\u00e4fige) oder Habichtfangk\u00f6rbe sind klare Anzeichen f\u00fcr m\u00f6gliche Verst\u00f6\u00dfe. \u201eWenn Ihnen so etwas auff\u00e4llt, melden Sie es bitte sofort\u201c, appellierte Sabine Trienke. Manchmal sollen Tiere sogar get\u00f6tet werden. Tauben, die auff\u00e4llig rot angemalt wurden, sind oft ein Giftk\u00f6der f\u00fcr das illegale T\u00f6ten von Greifv\u00f6geln. Das Gift t\u00f6tet nicht nur den Greifvogel, auch die Taube wird dadurch vergiftet und stirbt qualvoll.<\/p>\n<p><strong>Aufp\u00e4ppeln erlaubt<\/strong><\/p>\n<p>Erlaubt ist dagegen das vor\u00fcbergehende Aufp\u00e4ppeln verletzter oder geschw\u00e4chter Tiere, bis sie wieder in der Lage sind, sich selbst zu versorgen. Eine sp\u00e4tere Vermarktung ist nicht erlaubt, die Tiere m\u00fcssen zur\u00fcck in die Natur entlassen werden. Die Wildtierkriminalit\u00e4t betrifft nicht nur lebende Tiere, sondern auch Produkte wie Elfenbein, B\u00e4renf\u00e4lle oder andere Troph\u00e4en. Vielen sei bewusst, dass Elfenbein aus Artenschutzgr\u00fcnden tabu sei, sagte Sabine Trienke. \u201eWeniger bekannt ist jedoch, dass auch alte Klaviere mit Elfenbeintasten oder pr\u00e4parierte Tiere aus Nachl\u00e4ssen meldepflichtig sein k\u00f6nnen.\u201c Ob ein Versto\u00df als Ordnungswidrigkeit oder als Straftat verfolgt wird, h\u00e4ngt vom jeweiligen Schutzstatus des Tieres ab. Die Untere Naturschutzbeh\u00f6rde pr\u00fcft jeden Einzelfall und leitet entsprechende Verfahren ein.<\/p>\n<p><strong>Bach im Bommecketal erfolgreich renaturiert<\/strong><\/p>\n<p>Weiteres Thema im Beirat war das Naturschutz- und FFH-Gebiet Bommecketal in Plettenberg. Dort sind im ersten Halbjahr umfangreiche Wiederherstellungsma\u00dfnahmen abgeschlossen worden. Ziel war es, Sch\u00e4den zu beseitigen, die durch nicht genehmigte Arbeiten am Gew\u00e4sser im Sommer 2022 entstanden waren. Damals hatte die Stadt Plettenberg Bauarbeiten zur Beseitigung von Hochwassersch\u00e4den aus dem Jahr 2021 durchf\u00fchren lassen \u2013 allerdings ohne Beteiligung der zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden. Einige Abschnitte der Bommecke wurden unsachgem\u00e4\u00df ver\u00e4ndert: Der Bachlauf wurde begradigt, B\u00f6den umgelagert und Uferbereiche besch\u00e4digt. Die Untere Naturschutzbeh\u00f6rde war durch Hinweise auf die Eingriffe aufmerksam geworden. Ein anschlie\u00dfendes Gutachten belegte \u00f6kologische Beeintr\u00e4chtigungen f\u00fcr die Bachfauna und die Bachflora. Zudem wurde ein Versto\u00df gegen das \u201eVerschlechterungsgebot\u201c gem\u00e4\u00df der europ\u00e4ischen FFH-Richtlinie festgestellt. Gemeinsam mit der Stadt Plettenberg, mehreren Fachb\u00fcros, Forst und Feuerwehr wurde daraufhin ein Sanierungsplan entwickelt.<\/p>\n<p><strong>Renaturierung<\/strong><\/p>\n<p>Von Februar bis M\u00e4rz folgten die Renaturierungen. Dabei wurde der Bach weitestgehend in seinen urspr\u00fcnglichen Verlauf zur\u00fcckgef\u00fchrt. Die besch\u00e4digten Strukturen des Gew\u00e4sserbettes und der Ufer konnten wiederhergestellt werden und entwickeln sich nun weiter. Parallel wurde der bisherige Fahrweg im unteren Bommecketal zur\u00fcckgebaut. Der Weg steht k\u00fcnftig ausschlie\u00dflich Wanderern zur Verf\u00fcgung. Die ersten Ergebnisse sind vielversprechend: Die renaturierten Abschnitte weisen bereits wieder \u201enaturnahe Strukturen\u201c auf, berichtete Matthias Hattwig von der Unteren Naturschutzbeh\u00f6rde. Insbesondere die Forellen-Population im Oberlauf habe gute Entwicklungschancen. Ein Monitoring in den n\u00e4chsten Jahren soll kl\u00e4ren, ob es weiteren Verbesserungsbedarf gibt. Als n\u00e4chster Schritt ist ein Folgeprojekt geplant, das die Durchg\u00e4ngigkeit der Bommecke im Unterlauf bis zur M\u00fcndung in die Lenne verbessern soll. Ziel ist es, den \u00f6kologischen Wert des Naturschutzgebietes zu st\u00e4rken und das Gew\u00e4sser \u00f6kologisch aufzuwerten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(pmk). 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