{"id":21911,"date":"2025-10-08T11:06:35","date_gmt":"2025-10-08T09:06:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mk-journal.de\/?p=21911"},"modified":"2025-10-08T11:06:35","modified_gmt":"2025-10-08T09:06:35","slug":"indische-auszubildende-im-seniorenzentrum-begruesst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/2025\/10\/08\/indische-auszubildende-im-seniorenzentrum-begruesst\/","title":{"rendered":"Indische Auszubildende im Seniorenzentrum begr\u00fc\u00dft"},"content":{"rendered":"<h4>Gemeinschaftsaktion zur Gewinnung qualifizierter Pflegefachkr\u00e4fte<\/h4>\n<p>(PSI). Das Seniorenzentrum Waldstadt Iserlohn (SWI) hat drei junge Menschen aus Indien begr\u00fc\u00dft, die in den kommenden drei Jahren ihre Ausbildung zur Pflegefachkraft in Iserlohn absolvieren. Jacob Roy (21 Jahre), Nancy Siby (20 Jahre) und Anpriya Chennattumattom Pratheesh (23 Jahre) landeten in Frankfurt am Main. Nach einem 13-st\u00fcndigen Flug starten sie nun in ein umfangreiches Onboarding-Programm mit Sprachtraining, Orientierung in der Region und ersten Einblicken in den deutschen Alltag. Alle drei verf\u00fcgen bereits \u00fcber ein B1-Sprachzertifikat.<\/p>\n<p><strong>Zusammenarbeit mit Sprachschule in Indien<\/strong><\/p>\n<p>Es ist das erste Projekt dieser Art in Iserlohn zur Gewinnung internationaler Pflegefachkr\u00e4fte, das von der Stadt Iserlohn und dem SWI gemeinsam mit dem F\u00f6rderverein, dem Betriebsausschuss und dem Personalrat umgesetzt wurde. Ziel ist es, die Fachkr\u00e4fte auch \u00fcber die Ausbildung hinaus hier zu behalten. Die Rekrutierung der indischen Pflegekr\u00e4fte erfolgte in enger Zusammenarbeit mit einer Sprachschule in Indien.<\/p>\n<p><strong>Typisch deutsches Fr\u00fchst\u00fcck<\/strong><\/p>\n<p>Neben Tina R\u00f6se, Leiterin des SWI, und ihrer Kollegin Yvonne Hensling waren auch die Ausbildungskoordinatorin der Stadt Iserlohn, Carmen Malkus, sowie der Praxisanleiter Christopher Senz dabei, als zur Begr\u00fc\u00dfung der drei Inder ein typisch deutsches Fr\u00fchst\u00fcck mit K\u00f6rnerbr\u00f6tchen, K\u00e4se und Marmelade aufgetischt wurde. \u201eWir haben gerade erst einmal Br\u00f6tchen schmieren ge\u00fcbt. Damit ist der erste Kulturschock bereits \u00fcberstanden\u201c, berichtet SWI-Leiterin Tina R\u00f6se augenzwinkernd. Das Fr\u00fchst\u00fcck sei sehr lecker gewesen, in Indien jedoch sei man sch\u00e4rferes Essen gewohnt, so das erste Feedback der frisch Angereisten.<\/p>\n<p><strong>In Indien beworben<\/strong><\/p>\n<p>Die drei hatten sich in Indien nach der Schule f\u00fcr ein Ausbildungsprogramm beworben und bereits \u00fcber ein Jahr lang die deutsche Sprache gelernt. Es sei schwierig, mit der richtigen Motivation aber machbar, beschreibt Anpriya C. P. den Prozess. \u201eDie Natur hier ist sehr sch\u00f6n, nur etwas kalt\u201c, erg\u00e4nzt Nancy Siby. Jacob Roy f\u00fchrt fort, dass es sehr aufregend sei hier zu sein, weil es viele M\u00f6glichkeiten biete sich weiterzuentwickeln. \u201eWir m\u00f6chten hier arbeiten\u201c, betont der 21-J\u00e4hrige. Auf die Frage, ob es nicht schwer gewesen sei, die Heimat und Familie f\u00fcr eine so lange Zeit hinter sich zu lassen, antwortet er: \u201eEs ist f\u00fcr unsere Zukunft. Unsere Familien sind sehr stolz.\u201c<\/p>\n<p><strong>Eineinhalb Jahre Flaute<\/strong><\/p>\n<p>Eine solche Motivation unter den Auszubildenden findet Tina R\u00f6se seit vielen Jahren nur noch selten. \u201eDie Qualit\u00e4t der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler in Deutschland ist f\u00fcr unseren Bereich stark gesunken. Wir hatten eineinhalb Jahre Flaute und Probleme, Nachwuchs zu finden. Das hat auch finanzielle Folgen. Wir erhoffen uns nicht nur, dass wir die indischen Auszubildenden hierbehalten werden, sondern auch einen positiven Effekt, einen Motivationsschub, f\u00fcr unsere eigenen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler.\u201c R\u00f6se selbst war es, die mit ihrem Initiativvorschlag auf die Stadt Iserlohn zugegangen ist. Jennifer Salzmann-Vogt, Ressortleiterin f\u00fcr Generationen und Soziales, bahnte den Weg und unterst\u00fctzte bis zuletzt auch bei der Wohnraumsuche.<\/p>\n<p><strong>Winterjacken kaufen<\/strong><\/p>\n<p>Dabei geben sich alle Beteiligten sichtbar gro\u00dfe M\u00fche, den Einstieg so angenehm wie m\u00f6glich zu gestalten. \u201eJetzt gleich gehen wir erst einmal Winterjacken kaufen\u201c, berichtet Ausbildungsleiterin Carmen Malkus gl\u00fccklich. Auch das erste Busticket und die Erstausstattung in der Unterkunft am Reiterweg konnten so finanziert werden. \u201eVor allem die soziale Integration ist anfangs am wichtigsten. Wir werden uns gemeinsam die Region anschauen, zur Burg Altena fahren, uns die Dechenh\u00f6hle ansehen, und der erste dreimonatige Schulblock startete am Montag und dient vor allem als H\u00f6rtraining, um die deutsche Sprache noch besser zu vertiefen\u201c, erg\u00e4nzt R\u00f6se.<\/p>\n<p><strong>V\u00f6llig neuer Ansatz<\/strong><\/p>\n<p>Auch Praxisanleiter Christoph Senz ist voller Vorfreude: \u201eErst einmal ankommen, alles kennenlernen \u2013 alle drei sprechen schon wirklich gut Deutsch. Es ist auch f\u00fcr uns ein v\u00f6llig neuer Ansatz, wir lassen uns \u00fcberraschen. Das Gef\u00fchl? Herausfordernd, aber mit Spa\u00dffaktor.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gemeinschaftsaktion zur Gewinnung qualifizierter Pflegefachkr\u00e4fte (PSI). 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