{"id":24005,"date":"2026-01-22T09:55:53","date_gmt":"2026-01-22T07:55:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mk-journal.de\/?p=24005"},"modified":"2026-01-22T09:55:53","modified_gmt":"2026-01-22T07:55:53","slug":"zukunft-sichern-wachstum-ermoeglichen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/2026\/01\/22\/zukunft-sichern-wachstum-ermoeglichen\/","title":{"rendered":"Zukunft sichern, Wachstum erm\u00f6glichen"},"content":{"rendered":"<h4 class=\"berschrift\" style=\"margin-bottom: 5.75pt;\"><span style=\"font-size: 14.0pt; line-height: 120%; font-family: 'Arial',sans-serif;\">Strategien f\u00fcr Gewerbefl\u00e4chen im M\u00e4rkischen Kreis <\/span><\/h4>\n<p class=\"berschrift\" style=\"margin-bottom: 5.75pt;\"><span style=\"font-family: 'Arial',sans-serif;\">(EB). Unter dem Titel \u201eWirtschaft braucht Raum\u201c kamen Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft zusammen, um \u00fcber die Zukunft der Gewerbefl\u00e4chenentwicklung im M\u00e4rkischen Kreis zu diskutieren. Im Fokus standen dabei neue Strategien f\u00fcr knappe Fl\u00e4chen, regionale Kooperationen und eine nachhaltige Standortentwicklung.\u00a0<\/span><span style=\"font-family: 'Arial',sans-serif; font-weight: normal;\">Im Alten Casino am Sauerlandpark in Hemer wurde schnell klar: Im M\u00e4rkischen Kreis geht es beim Thema Gewerbefl\u00e4chen l\u00e4ngst nicht mehr nur um freie Quadratmeter, sondern um die Zukunft eines industriestarken Standorts. Unter dem Titel \u201eWirtschaft braucht Raum \u2013 Zukunft der Gewerbefl\u00e4chenentwicklung im M\u00e4rkischen Kreis\u201c kamen jetzt Entscheidungstr\u00e4ger aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Verb\u00e4nden zusammen, um \u00fcber Strategien zu sprechen, die Wertsch\u00f6pfung, Besch\u00e4ftigung und Transformation vor Ort sichern k\u00f6nnen<\/span><\/p>\n<p><strong>Verl\u00e4ssliche Rahmenbedingungen n\u00f6tig<\/strong><\/p>\n<p class=\"berschrift\" style=\"margin-bottom: 5.75pt;\"><span style=\"font-family: 'Arial',sans-serif; font-weight: normal;\">Landrat Ralf Schwarzkopf betonte in seinem Gru\u00dfwort gleich zu Beginn, warum die Diskussion zur Standortfrage wird. Der M\u00e4rkische Kreis sei industriell gepr\u00e4gt, gleichzeitig schrumpften die kommunalen Reserven und ein Teil der Fl\u00e4chen, die in Statistiken auftauchen, sei kurzfristig nicht nutzbar. Gerade die vielen mittelst\u00e4ndischen Unternehmen, die nicht nur Arbeitspl\u00e4tze schaffen, sondern vielerorts auch gesellschaftliche Verantwortung \u00fcbernehmen, br\u00e4uchten verl\u00e4ssliche Rahmenbedingungen f\u00fcr Investitionen und Transformation. Schwarzkopf pl\u00e4dierte f\u00fcr transparente Abw\u00e4gungen, aber mit klarer Kante: \u201eVerzicht auf Entwicklung ist keine L\u00f6sung.\u201c<\/span><\/p>\n<p><strong>Mehr Selbstbewusstsein der Region n\u00f6tig<\/strong><\/p>\n<p class=\"berschrift\" style=\"margin-bottom: 5.75pt;\"><span style=\"font-family: 'Arial',sans-serif; font-weight: normal;\">Einen starken Impuls setzte anschlie\u00dfend Daniel Sieveke, Staatssekret\u00e4r im Ministerium f\u00fcr Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen. Er warb f\u00fcr mehr Selbstbewusstsein der Region, die zu den industriest\u00e4rksten R\u00e4umen Europas geh\u00f6rt. Zugleich unterstrich er die Bedeutung von Kooperationen, zwischen Kommunen, Verwaltung, Unternehmen, Bezirksregierung und Land, da L\u00f6sungen in diesem Spannungsfeld nur im konstruktiven Miteinander entstehen k\u00f6nnen. <\/span><\/p>\n<p class=\"berschrift\" style=\"margin-bottom: 5.75pt;\"><strong><span style=\"font-family: 'Arial',sans-serif;\">Gewerbefl\u00e4chenentwicklung unter neuen Bedingungen<\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"berschrift\" style=\"margin-bottom: 5.75pt;\"><span style=\"font-family: 'Arial',sans-serif; font-weight: normal;\">Wie komplex die Lage in der Praxis ist, zeigte Dominik Geyer von der Stadt- und Regionalplanung Dr. Jansen GmbH. Der Fl\u00e4chenbedarf stehe einer begrenzten Verf\u00fcgbarkeit gegen\u00fcber, w\u00e4hrend Planungs- und Entwicklungsprozesse h\u00e4ufig mehr als zehn Jahre beanspruchten. Neben ma\u00dfvollen Neuausweisungen r\u00fcckt daher die konsequente Bestandsentwicklung in den Fokus, etwa durch Nachverdichtung, Reaktivierung von Brachen und ein aktiveres Bodenmanagement der Kommunen.<\/span><\/p>\n<p><strong>132,2 Hektar verkauft<\/strong><\/p>\n<p class=\"berschrift\" style=\"margin-bottom: 5.75pt;\"><span style=\"font-family: 'Arial',sans-serif; font-weight: normal;\">Konkrete Daten aus dem M\u00e4rkischen Kreis lieferte Marcel Krings (GWS im M\u00e4rkischen Kreis mbH). Demnach wurden seit 2014 132,2 Hektar verkauft, vor allem an Industrie und verarbeitendes Gewerbe. Der kurzfristig verf\u00fcgbare kommunale Fl\u00e4chenvorrat sank jedoch bis Ende 2025 auf 50,4 Hektar und konzentriert sich auf wenige Standorte. Brachfl\u00e4chen seien zwar ein wichtiges Potenzial, aber nicht automatisch schnell nutzbar. \u201eFl\u00e4chenrecycling ist sinnvoll, aber oft mit erheblichen H\u00fcrden verbunden\u201c, so Krings.<\/span><\/p>\n<p><strong>Gesamtkonzept erforderlich<\/strong><\/p>\n<p class=\"berschrift\" style=\"margin-bottom: 5.75pt;\"><span style=\"font-family: 'Arial',sans-serif; font-weight: normal;\">Die Aktualisierung des Regionalplans S\u00fcdwestfalen stand im Mittelpunkt des Vortrags von Frank Bendig (SIHK zu Hagen). Er warb f\u00fcr ein Gesamtkonzept, das den Kommunen mehr Handlungsspielraum er\u00f6ffnet und gleichzeitig die Bedarfe nachvollziehbar abbildet. Ziel m\u00fcsse es sein, regionale Entwicklung strategisch zu steuern, ohne die Kommunen in zu enge Grenzen zu zwingen.<\/span><\/p>\n<p class=\"berschrift\" style=\"margin-bottom: 5.75pt;\"><span style=\"font-family: 'Arial',sans-serif;\"><strong>Interkommunal denken, regional handeln<\/strong><\/span><\/p>\n<p class=\"berschrift\" style=\"margin-bottom: 5.75pt;\"><span style=\"font-family: 'Arial',sans-serif; font-weight: normal;\">Aus kommunaler Sicht berichteten Kirsten Staubach (Stadt Hemer) und Stefan Baumann (Stadt Iserlohn), dass beide St\u00e4dte zun\u00e4chst auf Optimierung im Bestand setzen, parallel aber auch neue Fl\u00e4chen ben\u00f6tigen. Ein Beispiel f\u00fcr interkommunale Zusammenarbeit ist das Gewerbegebiet Landhausen, das Hemer und Iserlohn gemeinsam entwickeln m\u00f6chten. Dass Kooperation auch in gr\u00f6\u00dferen Strukturen funktionieren kann, zeigte Jochen Schr\u00f6der (GWS) am M\u00e4rkischen Gewerbepark Rosmart, getragen von den St\u00e4dten Altena, L\u00fcdenscheid und Werdohl, sowie dem Gewerbegebiet Gr\u00fcnewald von den Kommunen Kierspe und Meinerzhagen. Die Erfahrungen aus der Entwicklung machten deutlich, wie wichtig abgestimmte Prozesse, klare Zust\u00e4ndigkeiten und ein langer Atem sind.<\/span><\/p>\n<p class=\"berschrift\" style=\"margin-bottom: 5.75pt;\"><strong><span style=\"font-family: 'Arial', sans-serif;\">\u00a0<\/span><span style=\"font-family: 'Arial',sans-serif;\">Fl\u00e4chenbedarfe treffen auf knappe Spielr\u00e4ume<\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"berschrift\" style=\"margin-bottom: 5.75pt;\"><span style=\"font-family: 'Arial',sans-serif; font-weight: normal;\">In der Podiumsdiskussion mit Ralf Geruschkat (SIHK zu Hagen), Christian Schweitzer (B\u00fcrgermeister Hemer), Michael Joithe (B\u00fcrgermeister Iserlohn), Engelbert Schulte (Gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Gesellschafter Schulte Verpackungs Systeme GmbH, Hemer) und Dominik Geyer verdichtete sich schlie\u00dflich das Bild eines Themas, bei dem die Spielr\u00e4ume kleiner werden, w\u00e4hrend der Druck weiter w\u00e4chst. Unternehmer Engelbert Schulte machte deutlich, warum Wachstum und Transformation ohne zus\u00e4tzliche Fl\u00e4chen kaum m\u00f6glich sind, und verwies darauf, dass er vor 20 Jahren nach Hemer gewechselt sei, da es dort geeignete Fl\u00e4chen gab. Gleichzeitig skizzierte er den n\u00e4chsten Schritt seines Unternehmens in Richtung Kreislaufwirtschaft und das daf\u00fcr erneut Raum ben\u00f6tigt werde. Ralf Geruschkat betonte, dass die Fl\u00e4chennachfrage l\u00e4ngst nicht mehr nur aus der Industrie kommt, sondern auch aus den Bereichen Energieinfrastruktur, Rechenzentren und weiteren Standortbedarfen. Weil diese Nutzungen zunehmend konkurrieren, werde der Fl\u00e4chenbedarf eher wachsen als schrumpfen. \u201eDeshalb f\u00fchrt kein Weg daran vorbei, jetzt gezielt neue Entwicklungsspielr\u00e4ume f\u00fcr geeignete Fl\u00e4chen zu identifizieren\u201c, sagte Geruschkat.<\/span><\/p>\n<p><strong>Strategische Zukunftsfrage<\/strong><\/p>\n<p class=\"berschrift\" style=\"margin-bottom: 5.75pt;\"><span style=\"font-family: 'Arial',sans-serif; font-weight: normal;\">Die Veranstaltung zeigte damit eindeutig, dass die Gewerbefl\u00e4chenentwicklung im M\u00e4rkischen Kreis l\u00e4ngst zu einer strategischen Zukunftsfrage geworden ist. Entscheidend wird sein, Bestandspotenziale konsequent zu nutzen, neue Entwicklungen realistisch vorzubereiten und interkommunale L\u00f6sungen weiter auszubauen, damit die Region auch k\u00fcnftig ein leistungsf\u00e4higer Wirtschaftsstandort bleibt. <\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Strategien f\u00fcr Gewerbefl\u00e4chen im M\u00e4rkischen Kreis (EB). 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