{"id":24250,"date":"2026-02-04T13:41:51","date_gmt":"2026-02-04T11:41:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mk-journal.de\/?p=24250"},"modified":"2026-02-04T15:20:01","modified_gmt":"2026-02-04T13:20:01","slug":"ausschuss-beschliesst-deckelung-des-stellenplans","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/2026\/02\/04\/ausschuss-beschliesst-deckelung-des-stellenplans\/","title":{"rendered":"Ausschuss beschlie\u00dft Deckelung des Stellenplans"},"content":{"rendered":"<h4><strong>AfD und SPD stimmen in Iserlohn f\u00fcr CDU-Antrag<\/strong><\/h4>\n<p><strong>Von Hendrik Klein<\/strong><\/p>\n<p>Wieviel Mitarbeitende braucht die Stadt Iserlohn, um ihre Aufgaben f\u00fcr die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger zu erledigen? Das war die zentrale Frage in der j\u00fcngsten Sitzung des Haupt- und Personalausschusses, der erstmalig auf dem Gel\u00e4nde der University of Europe for Applied Sciences (UE) in den R\u00e4umen am Reiterweg stattfand. Im Rahmen der Haushaltsplanberatung hatte B\u00fcrgermeister Michael Joithe den Kommunalpolitikerinnen und -kommunalpolitikern seinen Entwurf zum Stellenplan 2026 vorgelegt. Der sah eine Ausweitung der Planstellen von 1.230 im laufenden Haushaltsjahr auf 1.240 und damit Mehrkosten in H\u00f6he von gut 972.000 Euro vor. Diesem Ansinnen versagte eine Ausschuss-Mehrheit ihre Zustimmung.<\/p>\n<p><strong>Obergrenze von 1.240 Stellen<\/strong><\/p>\n<p>Sie votierte vielmehr mehrheitlich f\u00fcr einen Antrag der CDU-Fraktion: \u201eF\u00fcr den Stellenplan 2026 wird eine Obergrenze von 1.240 Stellen bei Beamtenstellen und bei Stellen der tariflich Besch\u00e4ftigten festgelegt. Die Verwaltung wird gebeten, ein Konzept zu erarbeiten und den Gremien bis Juli 2026 vorzulegen. Ziel dieses Konzeptes ist eine Reduzierung der Stellen auf 1.180 bis sp\u00e4testens 2030.\u201c Daf\u00fcr gab es eine Mehrheit von 12 Ja-Stimmen und sieben Nein-Stimmen &#8211; 6 Ja-Stimmen von der CDU, 3 von der AfD und drei von der SPD. Das Nein kam von Die Iserlohner (3), Die Linke (2), B\u00fcndnis90\/Die Gr\u00fcnen (1) und B\u00fcrgermeister Michael Joithe. Die FDP-Gruppe ist im Ausschuss nicht stimmberechtigt.<\/p>\n<p><strong>Unterst\u00fctzung von der AfD<\/strong><\/p>\n<p>Nur durch eine Obergrenze werde einer weiteren Ausweitung des Stellenplans entgegengewirkt, so die Christdemokraten in ihrer Antragsbegr\u00fcndung. In den letzten f\u00fcnf Jahren seien mehr als 100 Jobs zus\u00e4tzlich in den Stellenplan aufgenommen worden. Der Stellenplan 2020 habe seinerzeit rund 1.111 Stellen ausgewiesen. F\u00fcr den Stellenplan 2026 sei die Zahl mit 1.240 angesetzt. Unterst\u00fctzung f\u00fcr ihren Vorsto\u00df bekam die CDU von der AfD. Deren Fraktionsvorsitzender Klaus Laatsch regte an, die Stellenreduzierung mit dem Hinweis \u201emindestens\u201c zu versehen.<\/p>\n<p><strong>Personal um zehn Prozent angewachsen<\/strong><\/p>\n<p>B\u00fcrgermeister Michael Joithe rechtfertigte seinen vorgelegten Plan: \u201eJeder Stellenantrag wird einer vielf\u00e4ltigen Pr\u00fcfung unterzogen. Von 2020 bis 2025 ist die Anzahl der Stellen um 115 und damit um 10 Prozent angewachsen. In anderen vergleichbaren Kommunen sogar um 14 oder 16 Prozent.\u201c CDU-Fraktionsvorsitzender Fabian Tigges entgegnete: \u201eEgal, wie andere Kommunen mit Stellen umgehen \u2013 ich bin Ratsmitglied in Iserlohn. Das, was war, k\u00f6nnen wir uns nicht mehr leisten.\u201c<\/p>\n<p><strong>Oberbrenze ignoriert die Realit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p>Sylvia Olbrich (B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen) bemerkte, die Obergrenze ignoriere die Realit\u00e4t. \u201eWer sparen will, muss sagen, wo verzichtet werden muss.\u201c Das, so Nils Koschinsky (FDP), k\u00f6nne man leicht bei jedem Mitarbeitenden der Verwaltung erfahren. \u201eDie wissen, wo Abl\u00e4ufe verbessert und unn\u00f6tige Standards reduziert werden k\u00f6nnen.\u201c Koschinsky sprach von einer \u201edrastischen Fehlentwicklung\u201c. Auch Benjamin Korte (CDU) richtete den Blick auf die Standards: \u201eWir wollen eine leistungsf\u00e4hige Verwaltung, aber das k\u00f6nnen wir uns nicht mehr leisten. Am Ende des Tages ist es eine Frage der Standards.\u201c<\/p>\n<p><strong>Erst Konzept, dann Deckel<\/strong><\/p>\n<p>SPD-Fraktionsvorsitzende Eva Kitz w\u00fcnschte sich erst ein Konzept von der Verwaltung und dann eine eventuelle Deckelung. Manuel Huff (Die Linke) sprach sich f\u00fcr eine Aufgabenkritik aus. \u201eEine pauschale Deckelung f\u00fchrt nicht zum Ziel. Wir diskutieren hier immer nur \u00fcber zus\u00e4tzliche Stellen.\u201c Katharina Scholl (DieIserlohner) gab zu bedenken, dass es sich um Leistungen der Verwaltung f\u00fcr die B\u00fcrger handele, auf die sie Anspruch h\u00e4tten.<\/p>\n<p><strong>Nothaushalt droht<\/strong><\/p>\n<p>B\u00fcrgermeister Michael Joithe erhofft sich Spareffekte durch einen weiteren Ausbau der Automatisierung und Digitalisierung. \u201eMein Ziel ist es, die Verwaltung arbeitsf\u00e4hig zu halten.\u201c Iserlohn werde seine Haushaltsprobleme nicht selber l\u00f6sen. \u201eWir landen im Nothaushalt\u201c. Fabian Tigges erinnerte noch einmal an die Vorgaben im Haushaltssicherungskonzept: \u201eDa stehen 9,4 Millionen Euro Einsparungen bei den Personalkosten.\u201c Die endg\u00fcltige Entscheidung \u00fcber den CDU-Deckelungsantrag trifft der Rat der Stadt in seiner Sitzung am 17. Februar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>AfD und SPD stimmen in Iserlohn f\u00fcr CDU-Antrag Von Hendrik  [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":24251,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"two_page_speed":[],"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-24250","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-politik"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/24250","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=24250"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/24250\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":24258,"href":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/24250\/revisions\/24258"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/24251"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=24250"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=24250"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=24250"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}