{"id":24459,"date":"2026-02-14T17:15:50","date_gmt":"2026-02-14T15:15:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mk-journal.de\/?p=24459"},"modified":"2026-02-14T17:22:56","modified_gmt":"2026-02-14T15:22:56","slug":"mercosur-freihandelsabkommen-muss-schnell-kommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/2026\/02\/14\/mercosur-freihandelsabkommen-muss-schnell-kommen\/","title":{"rendered":"Mercosur-Freihandelsabkommen muss schnell kommen"},"content":{"rendered":"<h4>Gemeinsame Erkl\u00e4rung<\/h4>\n<p>(pmk). Der M\u00e4rkische Kreis und wichtige Wirtschaftspartner aus S\u00fcdwestfalen sowie der Region sprechen sich ausdr\u00fccklich f\u00fcr ein Freihandelsabkommen zwischen der Europ\u00e4ischen Union und den Mercosur-Staaten aus \u2013 und zwar schnell. F\u00fcr die Industrie und viele international vernetzte Unternehmen im M\u00e4rkischen Kreis und dar\u00fcber hinaus in ganz S\u00fcdwestfalen sei das Abkommen von \u201ezentraler Bedeutung\u201c.<\/p>\n<p>Die Industrieregion M\u00e4rkischer Kreis lebt von mittelst\u00e4ndischen Industrie- und Zuliefererbetrieben, die weltweit auf offene M\u00e4rkte, verl\u00e4ssliche Handelsbeziehungen und wettbewerbsf\u00e4hige Rahmenbedingungen angewiesen sind. Das Mercosur-Abkommen bietet die Chance, neue Absatzm\u00e4rkte zu erschlie\u00dfen und bereits bestehende Wirtschaftsbeziehungen auf eine stabile und verl\u00e4ssliche Grundlage zu stellen.<\/p>\n<p><strong>Zum Hintergrund:<\/strong><\/p>\n<p>Das Freihandelsabkommen zwischen der Europ\u00e4ischen Union und den Mercosur-Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay wurde k\u00fcrzlich unterzeichnet. Jetzt folgte aber ein R\u00fcckschlag: Das EU-Parlament l\u00e4sst vom Europ\u00e4ischen Gerichtshof \u00fcberpr\u00fcfen, ob das Abkommen mit EU-Recht vereinbar ist. Eine Entscheidung, die Landrat Ralf Schwarzkopf und die Wirtschaftsverb\u00e4nde der Region scharf kritisieren. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sei es wichtig und entscheidend, Chancen zu nutzen, statt sie zu blockieren.<\/p>\n<p><strong>Starke industrielle Basis<\/strong><\/p>\n<p>S\u00fcdwestfalen verf\u00fcge \u00fcber eine starke, industrielle Basis, hohe Innovationskraft und internationale Erfahrung. Das Freihandelsabkommen k\u00f6nne dazu beitragen, diese St\u00e4rken weiter auszubauen und neue Wertsch\u00f6pfung zu erm\u00f6glichen, sind sich der Landrat und die Institutionen einig. Ein modernes Freihandelsabkommen k\u00f6nne viel leisten: wirtschaftliches Wachstum und verantwortungsvolle Rahmenbedingungen. Die Verantwortlichen von Kreis und Wirtschaftsverb\u00e4nden appellieren daher an die politischen Entscheidungstr\u00e4ger auf europ\u00e4ischer Ebene, das Mercosur-Abkommen schnell auf den Weg zu bringen.<\/p>\n<p><strong>Ralf Schwarzkopf, Landrat des M\u00e4rkischen Kreises:<\/strong><\/p>\n<p>\u201eFreihandelsabkommen wie Mercosur sind eine ausgesprochen gute Sache. Sie er\u00f6ffnen unseren Unternehmen ein schnelleres Handeln mit Blick zum Beispiel auf bestehende Lieferketten, aber auch hinsichtlich neuer Absatzm\u00e4rkte. Sie st\u00e4rken die internationale Wettbewerbsf\u00e4higkeit. F\u00fcr unsere Unternehmen w\u00e4re es eine Katastrophe, wenn dieses Abkommen weiter verz\u00f6gert wird oder gar am Ende scheitert. Jede weitere Verz\u00f6gerung ist eine katastrophale Fehlentscheidung, die unsere heimische Wirtschaft direkt betrifft. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten brauchen wir verl\u00e4ssliche Rahmenbedingungen \u2013 und keine H\u00e4ngepartien.\u201c<\/p>\n<p><strong>Christian Lepping, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Arbeitgeberverbandes L\u00fcdenscheid:<\/strong><\/p>\n<p>\u201eDer M\u00e4rkische Kreis ist gepr\u00e4gt von einer leistungsf\u00e4higen, mittelst\u00e4ndischen Industrie, die mit hoher Innovationskraft, Qualit\u00e4t und internationaler Vernetzung \u00fcberzeugt. Gerade unsere familiengef\u00fchrten Industrie- und Zulieferbetriebe sind auf offene M\u00e4rkte und verl\u00e4ssliche Handelsbeziehungen angewiesen. Das Mercosur-Abkommen bietet die Chance, bestehende St\u00e4rken auszubauen, neue Absatzm\u00e4rkte zu erschlie\u00dfen und Arbeitspl\u00e4tze in unserer Region langfristig zu sichern. Deshalb brauchen wir jetzt Klarheit und Tempo statt weiterer Verz\u00f6gerungen.\u201c<\/p>\n<p><strong>\u00d6zg\u00fcr G\u00f6kce, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des M\u00e4rkischen Arbeitgeberverbandes:<\/strong><\/p>\n<p>\u201eWir vertreten die Metall- und Elektro-Industrie im n\u00f6rdlichen M\u00e4rkischen Kreis, in Hagen und im Ennepe-Ruhr-Kreis. Die Gesch\u00e4ftslage der Betriebe ist kritisch. Gerade jetzt ist jede Unterst\u00fctzung willkommen. Freihandelsabkommen k\u00f6nnen ein Baustein f\u00fcr einen Aufschwung sein. Nahezu jeder dritte Euro Umsatz unserer Mitglieder wird im Ausland gemacht. Der M+E-Au\u00dfenhandel mit den Mercosur-Staaten erreichte nach Angaben unseres Dachverbandes GESAMTMETALL bereits 2024 ein Rekordniveau. Das macht deutlich, warum das Mercosur-Abkommen so wichtig ist. Laut einer ifo-Studie kann es negative Effekte der US-Zollpolitik abfedern. Es w\u00e4re fahrl\u00e4ssig, dieses Potenzial aufs Spiel zu setzen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Jochen Schr\u00f6der, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Gesellschaft zur Wirtschafts- und Strukturf\u00f6rderung im M\u00e4rkischen Kreis:<\/strong><\/p>\n<p>\u201eDas Mercosur-Abkommen muss kommen. Es er\u00f6ffnet unseren Unternehmen echte Chancen, neue M\u00e4rkte zu erschlie\u00dfen und unsere regionale Wirtschaft noch st\u00e4rker zu vernetzen. Jetzt kommt es auf schnelle Umsetzung und Verl\u00e4sslichkeit an.\u201c\u00b4<\/p>\n<p><strong>Fabian Ferber, Erster Bevollm\u00e4chtigter der IG Metall M\u00e4rkischer Kreis:<\/strong><\/p>\n<p>\u201eDas Mercosur-Abkommen ist die richtige Antwort auf die wirtschaftspolitischen Konflikte unserer Zeit. Die Aussichten, den Handel mit den beteiligten Regionen fair und sicher zu gestalten, sind auch gut f\u00fcr die Besch\u00e4ftigten in den exportorientierten Betrieben unserer Region. Die richtige Antwort auf die Konflikte auf der Welt ist fairer und freier Handel. Wir brauchen keine neuen Z\u00f6lle und Grenzen.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gemeinsame Erkl\u00e4rung (pmk). 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