{"id":24648,"date":"2026-02-24T20:19:58","date_gmt":"2026-02-24T18:19:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mk-journal.de\/?p=24648"},"modified":"2026-02-24T20:19:58","modified_gmt":"2026-02-24T18:19:58","slug":"wir-wollen-weiter-nach-oben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/2026\/02\/24\/wir-wollen-weiter-nach-oben\/","title":{"rendered":"\u201eWir wollen weiter nach oben\u201c"},"content":{"rendered":"<h4><strong>Roosters-Sportdirektor Franz-David Fritzmeier im Interview<\/strong><\/h4>\n<p><strong>Von Hendrik Klein<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>Mit einem Ausw\u00e4rtsspiel beim Ligakonkurrenten N\u00fcrnberg Ice Tigers beenden die Iserlohn Roosters die Olympiapause der PENNY DEL. Das erste Bully in N\u00fcrnberg ist am Mittwoch um 19.30 Uhr. F\u00fcr die Sauerl\u00e4nder auf Tabellenplatz 12 geht es darum, wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg einzufahren. Zwar betr\u00e4gt der Abstand zum Schlusslicht Eisl\u00f6wen Dresden aktuell 19 Punkte, doch noch ist der Klassenerhalt rechnerisch nicht endg\u00fcltig. Bei acht noch ausstehenden Partien besteht sogar noch die M\u00f6glichkeit auf den Preplayoff-Platz 10. Am Freitag geht es f\u00fcr das Team von Cheftrainer Stefan Nyman zum Deutschen Meister Eisb\u00e4ren Berlin.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bevor die Saison 2025\/2026 am Sonntag, 15. M\u00e4rz, um 14:00 Uhr, mit einem Heimspiel gegen den ERC Ingolstadt endet, ver\u00f6ffentlichen die Iserlohn Roosters ein eigenes Interview mit Sportdirektor Franz-David Fritzmeier.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Franz, wenn Du die Saison bislang einordnest: Was war gut, was war weniger gut?<\/strong><\/p>\n<p>Man muss alles immer in Relation sehen. Unsere oberste Priorit\u00e4t war es, eine Organisation zu schaffen, in der jeder jeden Tag alles f\u00fcr diesen Klub gibt. Das beginnt bei der t\u00e4glichen Arbeit. Wir hatten viele neue Spieler, neue Trainer, viele neue Personen im Umfeld. Es ist uns gelungen, dass alle nicht nur gesagt haben, sie seien bereit, sondern es auch wirklich umgesetzt haben.<\/p>\n<p>Wir haben \u00fcber die gesamte Saison viele Spiele eng gestaltet, defensiv stabil gearbeitet und viel investiert. Uns hat insbesondere zu Saisonbeginn jedoch teilweise die Qualit\u00e4t in der Spitze gefehlt, um diese engen Spiele f\u00fcr uns zu entscheiden. Das lag nicht nur an individueller Qualit\u00e4t, sondern auch daran, dass wir lernen mussten, in entscheidenden Situationen noch konsequenter zu sein \u2013 vor allem vor dem Tor. In dieser Liga werden Fehler sofort bestraft.<\/p>\n<p>Wichtig war, dass wir nie aufgeh\u00f6rt haben zu arbeiten. Im Dezember hat man gesehen, dass sich dieser Prozess auszahlt. Vorher haben wir aus guten Leistungen teilweise zu wenig Punkte geholt, sp\u00e4ter haben wir auch einmal \u00fcberperformt. Insgesamt hat sich eine Basis gebildet, auf der wir weiter aufbauen wollen.<\/p>\n<p><strong>Inwiefern beeinflusst Kritik aufgrund der ausbleibenden Ergebnisse die t\u00e4gliche Arbeit?<\/strong><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich gibt es Kritik, wenn man viele Spiele verliert und unten drinsteht. Aber ein Prozess braucht seine Zeit, und daf\u00fcr braucht man Stabilit\u00e4t und Konstanz. F\u00fcr uns war immer klar, dass wir in dieser Liga bleiben werden, wenn wir so fokussiert weiterarbeiten. Es gab intern nie Panik oder Unsicherheit, auch wenn diese Unruhe sicherlich von vielen Seiten herangetragen wurde. Aber das bleibt in dieser Branche nicht aus, wenn die Ergebnisse nicht stimmen.<\/p>\n<p>Und nat\u00fcrlich wurde und wird dauerhaft analysiert, was gut und was nicht so gut ist, um dann innerhalb unseres Prozesses an den entsprechenden Stellschrauben drehen zu k\u00f6nnen. Unser Headcoach Stefan Nyman hat es vor der Saison gesagt: Wir wollen jeden Tag ein bisschen besser werden und das ist uns Stand heute im Gro\u00dfen und Ganzen gelungen.<\/p>\n<p><strong>Wie schafft man es, die Nebenger\u00e4usche auszublenden?<\/strong><\/p>\n<p>Es war eine wichtige Grundlage, dass intern alle Beteiligten von unserem Weg \u00fcberzeugt waren und sind: Wir wissen um unsere M\u00f6glichkeiten als kleiner Klub. Wir wollen uns verbessern und in der Tabelle weiter nach oben. Gleichzeitig m\u00fcssen wir realistisch bleiben. Es geht darum, eine stabile Rolle in dieser Liga zu spielen \u2013 sportlich wie strukturell. Wir sind auch ein Wirtschaftsunternehmen. Alle Bereiche m\u00fcssen professionell arbeiten. Die Spieler stehen im Fokus, aber es betrifft die gesamte Organisation.<\/p>\n<p>Die Liga ist st\u00e4rker und enger geworden. Es gibt Spitzenmannschaften, die sich absetzen, aber insgesamt ist sie sehr intensiv und attraktiv. Unser Ziel ist es, diesen Standort langfristig in diesem Umfeld zu etablieren. Dabei haben wir mit unserer Tradition und dem emotionalen Umfeld sicherlich ein Faustpfand, aber wir m\u00fcssen diese PS auch auf die Stra\u00dfe bekommen. Das gelingt nur, wenn alle Beteiligten gemeinsam nach vorne schauen und an einem Strang ziehen.<\/p>\n<p><strong>Wie lief die Zusammenarbeit mit dem Trainerteam in der schwierigen Phase nach dem guten Start?<\/strong><\/p>\n<p>Die Zusammenarbeit war vom ersten Tag an so, wie wir uns das vorgestellt haben und hat sich auch nicht ge\u00e4ndert, was ganz wichtig ist und auch f\u00fcr die Qualit\u00e4t der Arbeit in diesem Bereich spricht: Die Kommunikation war immer intensiv \u2013 mit Trainern, Spielern und Staff. Der Trainer hat von Anfang an Dinge eingefordert, die uns teilweise noch gefehlt haben, zum Beispiel Pr\u00e4senz vor dem Tor und konsequentes Auftreten. Das braucht Zeit.<\/p>\n<p>Wenn man viele enge Spiele verliert, ist das belastend. Aber wir haben ruhig gearbeitet. Es gab keine Hektik, keine Schnellsch\u00fcsse. Wir haben punktuell erg\u00e4nzt, wo es sinnvoll war. Die Trainer haben nie Forderungen gestellt. Es ging immer darum, mit den vorhandenen Mitteln das Maximum herauszuholen und nur dann nachzusteuern, wenn es verantwortbar war. Die gr\u00f6\u00dfte St\u00e4rke war unsere Stabilit\u00e4t. Niemand hat Dinge grunds\u00e4tzlich infrage gestellt. Wir haben als Gemeinschaft daran gearbeitet, stabil zu bleiben.<\/p>\n<p><strong>War das Spiel in Dresden der Knotenl\u00f6ser? Oder anders formuliert \u2013 w\u00e4re bei einer Niederlage dort vieles anders gelaufen?<\/strong><\/p>\n<p>Es war ein wichtiger Moment, aber kein einzelner Wendepunkt. Der Prozess hatte vorher begonnen. Ich habe auch gesagt: Wenn wir danach vier Spiele verlieren, ist dieses Spiel nichts mehr wert.\u00a0 Nat\u00fcrlich war es wichtig, ein solches Statement zu setzen. Aber die Grundlage wurde vorher gelegt. Interessant war: In einem Spiel zuvor, das wir 0:4 verloren haben, waren wir gegen Mannheim in allen statistischen Belangen besser als in Dresden. Statistik relativiert vieles. In Dresden haben wir es dann konsequent umgesetzt \u2013 wir waren vor dem Tor pr\u00e4sent, hungrig, entschlossen. Das ist das Ergebnis von Arbeit, nicht von einem einzigen Spiel. Und sicherlich gab es in der Saison auch einige Spiele, wo uns das nicht gelungen ist und wir verdient verloren haben \u2013 auch daraus m\u00fcssen wir lernen und wie gesagt insgesamt jeden Tag ein bisschen besser werden.<\/p>\n<p><strong>Welche Rolle spielten die Nachverpflichtungen?<\/strong><\/p>\n<p>Sie waren sehr wichtig, um diesen kleinen Schritt zu machen, der noch fehlte, damit wir uns konstant belohnen. Lua Niehus hat uns sehr geholfen, eine stabile Top-6-Konstellation in der Defensive zu bilden. Das war ein bedeutender Faktor \u2013 und der Junge ist 19 Jahre alt. Anthony Camara hat noch ein wenig Zeit gebraucht, aber direkt Energie reingebracht. Es hat uns nicht \u00fcberrascht, dass er dann auch seinen Scoring-Touch gefunden hat.<\/p>\n<p>Maxi Eisenmenger war ebenfalls wichtig, vor allem im Unterzahlspiel und bei Bullys \u2013 er passt hervorragend in unser System und macht die kleinen Dinge richtig. Dadurch konnten wir andere Spieler entlasten. Es waren kleine Mosaiksteine, die in Summe einen Unterschied gemacht haben.<\/p>\n<p><strong>Jetzt stehen noch acht Spiele an. Blickt ihr eher nach unten oder nach oben?<\/strong><\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen nur unseren Job machen. Nat\u00fcrlich schaut man mit einem Auge auf die Tabelle, aber entscheidend ist, dass wir selbst liefern. Es gibt noch 24 Punkte, Dresden ist 23 Punkte hinter uns und wird uns nicht mehr einholen k\u00f6nnen. Unser Ziel ist es, so viele Punkte wie m\u00f6glich zu holen. Was die anderen machen, sehen wir dann.<\/p>\n<p>Die Pause war speziell. Nach der intensiven Phase von Dezember bis Ende Januar waren viele Spieler k\u00f6rperlich und mental belastet. Jetzt geht es darum, die Balance zu finden: Regenerieren, aber gleichzeitig die Spannung hochhalten. Acht Spiele in drei Wochen sind ein Sprint. Es wird entscheidend sein, wer am besten aus dieser Pause kommt.<\/p>\n<p><strong>Inwiefern erleichtert die gesicherte Situation die Planung f\u00fcr die kommende Saison?<\/strong><\/p>\n<p>Sehr. Ich bin jetzt \u00fcber ein Jahr hier. Als ich kam, war vieles kurzfristig. Jetzt konnten wir im Rahmen unserer M\u00f6glichkeiten normal planen, weil es nie ernsthafte Zweifel am Ligaverbleib gab. Das ist ein gro\u00dfer Unterschied.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich stehen andere Klubs in bestimmten Bereichen vor uns. Aber wir sind mit unserer Planung weit und arbeiten strukturiert. Wir wollen den Weg, den wir zu dieser Saison eingeschlagen haben, weitergehen und auch in der kommenden Saison stabil in dieser Liga mitspielen. F\u00fcr uns alle ist es ein Privileg, jeden Tag zur Arbeit zu kommen und mit diesem Club in dieser hochklassigen Liga Eishockey zu spielen. Man darf dabei aber auch nie vergessen, dass das weniger denn je eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit ist und dass wir dazu im Optimalfall alle an einem Strang ziehen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Roosters-Sportdirektor Franz-David Fritzmeier im Interview Von Hendrik Klein \u00a0Mit einem  [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":24649,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"two_page_speed":[],"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-24648","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-sport"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/24648","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=24648"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/24648\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":24652,"href":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/24648\/revisions\/24652"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/24649"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=24648"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=24648"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=24648"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}