{"id":24859,"date":"2026-03-09T14:32:11","date_gmt":"2026-03-09T12:32:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mk-journal.de\/?p=24859"},"modified":"2026-03-09T14:32:11","modified_gmt":"2026-03-09T12:32:11","slug":"emotionaler-abschied-von-armin-busch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/2026\/03\/09\/emotionaler-abschied-von-armin-busch\/","title":{"rendered":"Emotionaler Abschied von Armin Busch"},"content":{"rendered":"<h4><strong>47 Jahre ehrenamtlich im Dienst des Eishockeys in Iserlohn<\/strong><\/h4>\n<p><strong>Von Hendrik Klein<\/strong><\/p>\n<p>So emotional wird es nicht immer in der Iserlohner Eissporthalle. Vor dem Ligaspiel gegen Bremerhaven wurde in der mit 4.967 Zuschauern restlos ausverkauften Arena ein Mann verabschiedet, der \u00fcber viele Jahrzehnte sowie durch alle Aufs und Abs den schnellsten Mannschaftssport der Welt in der Waldstadt begleitet hat. Er fand sogar sein pers\u00f6nliches Gl\u00fcck, Ehefrau Marion n\u00e4mlich, im Zuhause der Kufenflitzer. Armin Busch sagte nach 47 Jahren ehrenamtlicher T\u00e4tigkeit in verschiedenen Funktionen \u201etsch\u00fcs\u201c.<\/p>\n<p><strong>Habe nichts davon gewusst<\/strong><\/p>\n<p>\u201eEs war sehr, sehr emotional \u2013 eigentlich wollte ich keine offizielle Verabschiedung. Davon habe ich auch nichts gewusst. Und die Choreo auf den Stehpl\u00e4tzen passte auch noch genau dazu\u201c, war der 57-J\u00e4hrige dann doch sehr ger\u00fchrt. Alle etwa 30 Ehrenamtliche, die bei jedem Roosters-Spiel f\u00fcr einen geordneten Ablauf sorgen, hatten sich auf dem Eis versammelt \u2013 die Schiedsrichter-Betreuer ebenso wie die Zeitnehmer, die T\u00fcr\u00f6ffner an den Strafb\u00e4nken, der Stadionsprecher, das Team, das die Werbetafeln bedient und die \u201eGockel-Crew\u201c um Maskottchen Icey. \u00a0Fans und Offizielle feierten Armin Busch mit stehenden Ovationen. Er durfte sogar symbolisch den Puck f\u00fcr das Spiel einwerfen, flankiert von Roosters-Kapit\u00e4n Daniel Fischbuch und Bremerhavens Ziga Jeglic.<\/p>\n<p><strong>29 Jahre Lose verkauft <\/strong><\/p>\n<p>Der gelernte Werkzeugmacher war zuletzt vor allem das Gesicht des Losverkaufstandes. Gleich rechts neben dem Haupteingang hat er bei jedem Heimspiel der Roosters bis zu 1.000 Lose an Mann und Frau gebracht. \u201eMich nannten sie den Tombola-Chef. Nein, wir waren ein Team\u201c, m\u00f6chte Armin Busch nicht herausgehoben werden. \u201eWir hatten gut 500 Stammkunden, die kamen bei jedem Spiel Lose kaufen. Einige von ihnen haben sogar ihre Losnummern auf Lebenszeit\u201c, verr\u00e4t der 57-J\u00e4hrige. Nicht nur deshalb war es ein reges Treiben bei seinem letzten Dienst am Losverkaufstand. \u201eViele sind gekommen, um sich pers\u00f6nlich zu verabschieden. Ich habe viele Selfis mit ihnen zur Erinnerung gemacht\u201c, verr\u00e4t Busch.<\/p>\n<p><strong>Zu Fu\u00df von Westig nach Iserlohn<\/strong><\/p>\n<p>In eine Funktion beim Eishockey gekommen ist der Hemeraner, der selbst hobbym\u00e4\u00dfig spielte, nach der Pleite des damaligen ECD Iserlohn. Das war im Dezember 1987, nach dem Ausw\u00e4rtsspiel in Frankfurt war Schluss. \u201eWir sind immer von Hemer-Westig zu Fu\u00df nach Iserlohn gegangen und haben vorher beim Stadtspiegel angerufen. Der hat immer Eintrittskarten verlost. In Iserlohn fand ein Juniorenspiel statt, und wir haben gesagt, das schauen wir uns mal an. So rutschte Armin Busch 1992 in die verschiedensten Funktionen im Nachwuchsbereich hinein, wurde quasi dessen \u201egute Seele\u201c \u2013 von den Eltern \u00fcber die Bambinis bis zur 1b-Mannschaft. Armin Buch sa\u00df an der Zeitnahme, war Stadionsprecher bei den Heimspielen der Nachwuchs-Teams und Betreuer der Junioren, die er auch auf deren Ausw\u00e4rtsfahrten begleitete.<\/p>\n<p><strong>2001 Bruch mit dem Nachwuchs<\/strong><\/p>\n<p>Der geb\u00fcrtige Detmolder, der sich wegen seines damals\u00a0 in Hemer stationierten Vaters als Soldatenkind bezeichnet, arbeitete bis 2001 im Nachwuchsbereich mit. \u201eDa gab es Unstimmigkeiten mit dem Vorstand, und ich bin gegangen\u201c, erkl\u00e4rt der 57-J\u00e4hrige r\u00fcckblickend, ohne Gr\u00fcnde nennen zu wollen. Aus dem Nachwuchs kannte er G\u00fcnther Kapfer gut, der sp\u00e4ter zur Betreuer-Legende des Profi-Teams wurde, und Gerhard Jahrend. \u201eG\u00fcnther hatte die Idee mit dem Losverkauf, und Gerhard Jahrend hat mich angesprochen. So begann das 1997\u201c, wei\u00df Busch noch genau. Von da an hie\u00df es bei jedem Heimspiel: acht Stunden Dienst in der Eissporthalle. \u201eWir haben drei Stunden vor Spielbeginn den Stand aufgebaut, die Lose mussten einget\u00fctet werden.\u201c Zu gewinnen gab es jedes Mal ein Trikot und einen Eishockey-Schl\u00e4ger.<\/p>\n<p><strong>Mitbegr\u00fcnder des Eishockey-Museums<\/strong><\/p>\n<p>Eishockey, das war bisher f\u00fcr Armin Busch viel mehr als nur der Nachwuchs und sein Losverkaufstand. Er geh\u00f6rte zu den Gr\u00fcnderv\u00e4tern der Fanclubs \u201eBully Express\u201c und \u201eBauernpauer\u201c. Er ist ebenso Gr\u00fcndungsvater des Eishockeymuseums \u201ePuck\u201c am Sauerlandpark in Hemer. Zu den \u00d6ffnungszeiten zwischen 13 und 17 Uhr f\u00fchrt er an den \u00d6ffnungstagen, wenn er Dienst hat, interessierte Besucher durch das Museum und hat \u00fcber die Eishockey-Historie im Sauerland viel zu erz\u00e4hlen.<\/p>\n<p><strong>Mehr Zeit f\u00fcr Schalke 04<\/strong><\/p>\n<p>Jetzt soll also Schluss sein mit alledem. \u201eIrgendwann muss man ja mal K\u00fcrzer treten. Auf dem H\u00f6hepunkt soll man bekanntlich aufh\u00f6ren. Jetzt sind mal andere dran\u201c, verabschiedete sich Armin Busch aber durchaus auch mit einem weinenden Auto. Ganz ohne Eishockey muss er allerdings nicht auskommen. \u201eDie Roosters haben mir angeboten, dass ich zu jedem Heimspiel eine Freikarte bekommen kann, wenn ich m\u00f6chte\u201c, verr\u00e4t Armin Busch. Jetzt hat der leidenschaftliche Schalke-Fan auch mehr Zeit, die Spiele seines Lieblingsclubs zu verfolgen. Busch: \u201eAm letzten Spieltag gegen Braunschweig bin ich in der Arena Auf Schalke. Dann hoffe ich auf eine Aufstiegsfeier.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>47 Jahre ehrenamtlich im Dienst des Eishockeys in Iserlohn Von  [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":24860,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"two_page_speed":[],"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-24859","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-sport"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/24859","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=24859"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/24859\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":24861,"href":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/24859\/revisions\/24861"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/24860"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=24859"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=24859"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=24859"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}