{"id":25057,"date":"2026-03-19T10:41:49","date_gmt":"2026-03-19T08:41:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mk-journal.de\/?p=25057"},"modified":"2026-03-19T10:41:49","modified_gmt":"2026-03-19T08:41:49","slug":"dr-andreas-hollstein-honorarkonsul","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/2026\/03\/19\/dr-andreas-hollstein-honorarkonsul\/","title":{"rendered":"Dr. Andreas Hollstein Honorarkonsul"},"content":{"rendered":"<h4>Konsularische Vertretung der Republik Litauen in Altena<\/h4>\n<p>(PSA). Die Atmosph\u00e4re war famili\u00e4r, als die geladenen G\u00e4ste sich im Kaminzimmer der \u201eM\u00fcckenburg\u201c zu Altena versammelten. An diesem Tag wurde hier feierlich die konsularische Vertretung der Republik Litauen unter Leitung eines Honorarkonsuls er\u00f6ffnet. Aus diesem Anlass war seine Exzellenz Giedrius Puod\u017ei\u016bnas, der Botschafter der Republik Litauen in Deutschland, mit einer Abordnung extra nach Altena gekommen. Doch die Er\u00f6ffnung der konsularischen Vertretung war nicht die einzige offizielle Handlung an diesem Dienstag. Seine Exzellenz verabschiedete den bisherigen langj\u00e4hrigen Honorarkonsul Prof. Dr. J\u00fcrgen Gramke, der von 1970 bis 1978 \u00fcbrigens Stadtdirektor Altenas war. Im Amt folgte ihm nun der ehemalige B\u00fcrgermeister der Burg- und Drahtstadt, Dr. Andreas Hollstein. Seine Exzellenz Giedrius Puod\u017ei\u016bnas \u00fcberreichte ihm die Ernennung zum Honorarkonsul. Ernannt wurde Dr. Hollstein durch den Au\u00dfenminister der Republik Litauen.<\/p>\n<p><strong>Amtsbezirk Bremen, Niedersachsen und NRW<\/strong><\/p>\n<p>Die Feierlichkeit wurde von Dr. Andreas Hollstein mit wenigen Worten er\u00f6ffnet und sogleich \u00fcbergab er das Wort an den Botschafter. In seinem Gru\u00dfwort brachte er seine gro\u00dfe Freude \u00fcber die Er\u00f6ffnung der konsularischen Vertretung zum Ausdruck: \u201eMit diesem Schritt st\u00e4rken wir die Freundschaften, die Wirtschaft und die menschlichen Beziehungen zwischen Litauen und drei wichtigen Bundesl\u00e4ndern.\u201c Die konsularische Vertretung hat einen Amtsbezirk, der die Bundesl\u00e4nder Bremen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen umspannt \u2013 diese Region beschrieb Botschafter Puod\u017ei\u016bnas als kraftvolles Zentrum des Fortschritts. Weiterhin wies er auf die besondere Bedeutung des Jahres 2027 hin, das aus verschiedenen Gr\u00fcnden in dem baltischen Staat zum Deutsch-Litauischen Jahr erkl\u00e4rt werden soll: \u201eKultur, Wirtschaft und Tourismus sollten dabei neue Br\u00fccken zwischen unserer beiden L\u00e4nder schlagen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. J\u00fcrgen Gramke verabschiedet<\/strong><\/p>\n<p>In dieser Rede dankte der Botschafter nat\u00fcrlich zugleich dem scheidenden Honorarkonsul Prof. Dr. J\u00fcrgen Gramke herzlich f\u00fcr sein gro\u00dfes Engagement. Dieser hatte sich bereits vor seiner offiziellen Ernennung zum Honorarkonsul vor rund 30 Jahren \u00fcber lange Zeit hinweg f\u00fcr die Republik Litauen stark gemacht. Dies f\u00fchrte der Honorarkonsul a.D. mit einigen Erinnerungen in seiner eigenen Dankesrede nach dem Botschafter auch durchaus unterhaltsam aus. Mit der Unabh\u00e4ngigkeit der Republik Litauen kam ein erster Austausch zustande. Als Verwaltungschef des Kommunalverbands Ruhrgebiet kn\u00fcpfte er gemeinsam mit dem damaligen Duisburger B\u00fcrgermeister erste Bande zur Partnerstadt Vilnius. Es folgten Reisen, viele Gespr\u00e4che, Vereinbarungen und sehr viel \u00dcberzeugungsarbeit \u2013 dabei stand f\u00fcr Prof. Dr. Gramke Litauen an erster Stelle, aber nicht allein: \u201eDie drei baltischen Staaten [Estland, Lettland und Litauen] brauchten unsere Unterst\u00fctzung!\u201c<\/p>\n<p><strong>Talent fr\u00fchzeitig erkannt<\/strong><\/p>\n<p>Die Anfangszeiten der diplomatischen Beziehungen zur Zeit des Endes der Sowjetunion und der Abh\u00e4ngigkeit der Satellitenstaaten war eine spannende und wenige Jahre sp\u00e4ter entdeckte Prof. Dr. Gramke dann ein \u201ajunges Talent\u2018 in Altena, namentlich Andreas Hollstein: \u201eDen habe ich dann auch fr\u00fchzeitig zu mir gezogen. Dann haben wir es auch so hinbekommen, dass er dann auch praktisch ein leitender Mitarbeiter der litauischen Botschaft in Bonn wurde.\u201c Alle Anwesenden sahen die Freude des Honorarkonsuls a.D., dass sein damals entdecktes \u201ajunges Talent\u2018 nun seine Nachfolge antreten wird. Zu Dr. Andreas Hollstein sagte er: \u201eDer ist ehrlich, bodenst\u00e4ndig, bescheiden und gleichzeitig selbstbewusst! Prima so!\u201c Mit diesen Worten begl\u00fcckw\u00fcnschte Prof. Dr. Gramke den Botschafter zu dieser Personalie, aber auch die Stadt Altena zur ersten internationalen Vertretung und nat\u00fcrlich seinem Nachfolger zum neuen Amt.<\/p>\n<p><strong>Ganz besondere Mappe<\/strong><\/p>\n<p>Dieser ergriff nun l\u00e4nger das Wort und eine besondere Mappe: \u201eDiese Mappe hat der erste Botschafter Litauens, Prof. Antanaitis, gehabt und hat in dieser Mappe seine Akkreditierungsurkunde an Richard von Weizs\u00e4cker \u00fcbergeben. Als er zur\u00fcckmusste, nach Vilnius, man noch nicht wusste, wer nachfolgt, hat er mir die geschenkt. Es sollte eine Erinnerung sein, an meine T\u00e4tigkeit in der Botschaft.\u201c Nun wird diese Mappe wieder Teil der diplomatischen Arbeit und schlie\u00dft f\u00fcr Dr. Andreas Hollstein den Kreis.<\/p>\n<p><strong>Famili\u00e4re Wurzeln in Litauen<\/strong><\/p>\n<p>Ein Teil seiner Familie lebt nach wie vor in Litauen, urspr\u00fcnglich aus Palanga, aber nun auch in Vilnius und alle h\u00e4tten sich \u00fcber die Nachricht gefreut, dass er nun Honorarkonsul werde. Nach einem kleinen Einblick in die eigene Familiengeschichte bedankte sich Dr. Andreas Hollstein beim Botschafter und dessen Mitarbeitenden f\u00fcr die doch umfangreiche Organisationsarbeit im Hintergrund, um die konsularische Vertretung in Altena neu aufzustellen. Abschlie\u00dfend stellte er fest: \u201eIch m\u00f6chte als kleines R\u00e4dchen in einem starken Team der Botschaft und der anderen Honorarkonsulen in Deutschland mitwirken, dass Litauen wahrgenommen wird.\u201c Anschlie\u00dfend \u00fcbergab seine Exzellenz Giedrius Puod\u017ei\u016bnas als Botschafter der Republik Litauen die Ernennungsurkunde zum Honorarkonsul an Dr. Andreas Hollstein. Nachfolgend wurde Vorg\u00e4nger Prof. Dr. J\u00fcrgen Gramke aus dem Amt verabschiedet sowie die konsularische Vertretung offiziell er\u00f6ffnet \u2013 alles unter dem Beifall der G\u00e4ste!<\/p>\n<p><strong>Kultureller Austausch immer wichtig<\/strong><\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Redner war dann Altenas B\u00fcrgermeister Guido Thal. Dieser nahm direkt Bezug auf die M\u00fcckenburg. Das Haus habe bereits viel in der Geschichte erlebt und insofern genau der richtige Rahmen, nicht nur die konsularische Vertretung zu er\u00f6ffnen, sondern sie auch zu haben. Und weiter: \u201eDer kulturelle Austausch mit anderen L\u00e4ndern ist etwas, das uns hier in Altena immer wichtig war! Die Menschen zu verbinden und den Frieden zu f\u00f6rdern. Das war sehr oft und sehr dringend schon notwendig und wird heute noch notwendiger sein, denn je. Die Menschen zusammenzuf\u00fchren und festzustellen: Das, was uns verbindet ist viel gr\u00f6\u00dfer, als das, was uns trennt.\u201c<\/p>\n<p><strong>Altena die beste Wahl<\/strong><\/p>\n<p>Viele St\u00e4dte h\u00e4tten auch deswegen in der Vergangenheit Partnerkommunen gesucht und gefunden, so auch Altena. Doch die allerwenigsten Kommunen k\u00f6nnten sagen, dass sie eine konsularische Vertretung h\u00e4tten: \u201eWir ab heute schon in Altena, daf\u00fcr vielen, vielen Dank! Nat\u00fcrlich gab es andere \u00dcberlegungen. Aber Altena ist die beste Wahl, sage ich als B\u00fcrgermeister dieser Stadt, weil wir hier zwei Menschen haben, die so verbunden sind mit dieser Stadt und mit Litauen \u2013 und insofern \u2013 herzlich willkommen an dieser Stelle, Herr Botschafter, in Altena, wir haben Sie gerne hier! Es freut uns, dass Sie jetzt eine Dependance hier bei uns haben.\u201c<\/p>\n<p><strong>Eintrag ins goldene Buch<\/strong><\/p>\n<p>Man st\u00e4rke den Zusammenhalt in Altena gerne, indem man Feste feiere, fuhr Guido Thal fort und regte an, hier auch litauische Feste zu feiern und Kultur auszutauschen. Dann lud der B\u00fcrgermeister der Stadt Altena den Botschafter und die beiden Honorarkonsulare ein, sich in das goldene Buch einzutragen: \u201eDas ist uns sehr wichtig, das macht uns alle als Altenaer und mich als B\u00fcrgermeister dieser Stadt sehr stolz, dass wir diese konsularische Vertretung hier haben.\u201c Wie bereits zu Beginn der Feierlichkeiten, spielte Ulrich Frenschkowski auf dem Piano ein St\u00fcck eines litauischen Komponisten und rundete die Veranstaltung auf diese Weise wundervoll ab.<\/p>\n<p><strong>Anschlusstermin in D\u00fcsseldorf<\/strong><\/p>\n<p>Im Anschluss an die Er\u00f6ffnungszeremonie verweilten die geladenen G\u00e4ste noch etwas und tauschten sich zu aktuellen Themen aus. Der Botschafter der Republik Litauen hatte dann allerdings noch einen Anschlusstermin in D\u00fcsseldorf: Im Landtag des Landes Nordrhein-Westfalen tauschte er sich mit der Parlamentariergruppe \u201eNRW-Polen, Ukraine, Mittel- und Osteuropa, Baltikum\u201c aus. Die aktuelle Lage in der Welt und der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine sowie die innenpolitische Lage in Litauen geben genug Anlass zum Austausch. Litauen hat (auch \u00fcber die russische Exklave Kaliningrad) direkte Grenzen zu Russland und zu dessen Verb\u00fcndeten Belarus.<\/p>\n<p><strong>Viso gero! Alles Gute!<\/strong><\/p>\n<p>Doch an diesem Tag lag in Altena der Fokus auf dem Positiven und Verbindenden, denn eine konsularische Vertretung und der sie leitende Honorarkonsul verbindet L\u00e4nder, Kulturen und Menschen. Daher bedanken wir uns im Namen der Stadt Altena bei seiner Exzellenz Giedrius Puod\u017ei\u016bnas f\u00fcr die Ehre des Besuchs und die Er\u00f6ffnung der konsularischen Vertretung und w\u00fcnschen dem frisch ernannten Honorarkonsul Dr. Andreas Hollstein sehr viel Freude und Erfolg bei den neuen Aufgaben im Namen der Republik Litauen. Viso gero! (Alles Gute!)<\/p>\n<p><strong>Hintergrund:\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>\u201eDie Konsularischen Vertretungen in Nordrhein-Westfalen bzw. die f\u00fcr Nordrhein-Westfalen zust\u00e4ndigen Vertretungen in anderen Bundesl\u00e4ndern nehmen die Interessen der Angeh\u00f6rigen und des Handels des Entsendestaates wahr.\u00a0[\u2026] Die Konsulate dienen Politik und Verwaltung, Verb\u00e4nden und Organisationen aus Industrie, Handel, Finanzen als Kontaktstellen.\u201c (Quelle: <a href=\"https:\/\/www.land.nrw\/konsularische-vertretungen\">Land NRW<\/a>)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Konsularische Vertretung der Republik Litauen in Altena (PSA). 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