{"id":25142,"date":"2026-03-24T09:53:26","date_gmt":"2026-03-24T07:53:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mk-journal.de\/?p=25142"},"modified":"2026-03-24T09:53:26","modified_gmt":"2026-03-24T07:53:26","slug":"wachstumswunder-dimaxbau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/2026\/03\/24\/wachstumswunder-dimaxbau\/","title":{"rendered":"Wachstumswunder DIMAXBAU"},"content":{"rendered":"<p>(pmk). W\u00e4hrend viele Unternehmen im M\u00e4rkischen Kreis unter der aktuellen Konjunkturflaute leiden, setzt das Altenaer Familienunternehmen DIMAXBAU auf Expansion. Landrat Ralf Schwarzkopf und GWS-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Jochen Schr\u00f6der besuchten das Bauunternehmen im Gewerbegebiet Rosmart.\u00a0Dieter Sanygin, gemeinsam mit seinem Vater J\u00f6rg Sanygin Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der DIMAXBAU, steht noch ganz unter dem Eindruck seiner abenteuerlichen R\u00fcckreise von einem bedeutenden Wirtschaftsforum des Golfkooperationsrats der sieben arabischen Golfstaaten zu Verkehrs- und Mobilit\u00e4tsprojekten in Dubai. Auf Empfehlung der Financial Times kann sich DIMAXBAU dort als internationaler Baupartner f\u00fcr komplexe Zukunftsinfrastruktur positionieren. Nach Angriffen des Irans hatte sich Sanygin umgehend einen Platz in einem etwas klapprigen und reparaturanf\u00e4lligen Reisebus gesichert, um seine Termine in Deutschland zu halten. Nach etwa 23 Stunden Fahrt, die trotz Raketenalarm auch nachts mitten durch die W\u00fcste f\u00fchrte, erreichte er gesund Riad und trat von Dschidda seinen R\u00fcckflug an.<\/p>\n<p><strong>Ex-Mitarbeiter des Landrates\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Bei der Familie Sanygin ist Ralf Schwarzkopf ein gern gesehener Gast. Als damaliger Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des L\u00fcdenscheider Betriebs Hotset ermutigte Schwarzkopf seinen Mitarbeiter J\u00f6rg Sanygin, sich selbstst\u00e4ndig zu machen. Erst nahm J\u00f6rg Sanygin nebenberuflich eigene Auftr\u00e4ge an. 2016 gr\u00fcndete er zusammen mit seinem Sohn Dieter DIMAXBAU. \u201eSeitdem haben wir uns nie ganz aus den Augen verloren\u201c, erz\u00e4hlt der Landrat des M\u00e4rkischen Kreises. \u201eF\u00fcr mich ist das eine echte Heldengeschichte. Sie zeigt, dass es immer noch sehr lohnend sein kann, einen eigenen Betrieb zu gr\u00fcnden.\u201c Im Gr\u00fcndungsjahr 2016 bot DIMAXBAU zun\u00e4chst reine Lohnbauleistungen an. Jahresumsatz: 167.000 Euro. Seit 2025 gliedert sich das Unternehmen als Komplettanbieter in die Dachgesellschaft DIMAX Holding GmbH, DIMAXBAU GmbH (Hoch-, Tief-, Spezialbau) und der neuen DIMAX Immobilien GmbH f\u00fcr schl\u00fcsselfertiges Bauen.<\/p>\n<p><strong>24 Mitarbeitende<\/strong><\/p>\n<p>DIMAXBAU besch\u00e4ftigt mittlerweile 24 festangestellte Mitarbeiter und hat eine Wachstumsrate von 74,9 Prozent. Der Jahresumsatz betrug 2025 rund 7,2 Millionen Euro. Die Aufgabenverteilung ist in dem Familienunternehmen klar geregelt: F\u00fcr die Entwicklung der Unternehmensstrategie, Kundenbetreuung, Marketing und Vertrieb ist Dieter Sanygin verantwortlich. Dessen Vater J\u00f6rg Sanygin k\u00fcmmert sich um den Bereich Logistik &amp; Materialsteuerung und Lagermanagement. Die technische Leitung auf den Baustellen hat Dieters j\u00fcngerer Bruder Max Sanygin \u00fcbernommen und f\u00fcr die kaufm\u00e4nnische Leitung zeichnet Mutter Helena Sanygin verantwortlich.<\/p>\n<p><strong>Prozessoptimierung mit Drohnen-Einsatz<\/strong><\/p>\n<p>Meilensteine auf dem Weg dorthin waren die Entwicklung zum Vollanabieter 2017 und der erste gro\u00dfe Projektauftrag 2018 in L\u00fcdenscheid, dessen professionelle Abwicklung sich schnell in der Branche herumsprach. Mit der Einf\u00fchrung eines modularen Rohbausystems und kreativen Ideen bei der Prozessoptimierung, etwa durch den Einsatz einer Drohne, er\u00f6ffneten sich neue Wachstumspotenziale. Durch Lean Management konnte sich DIMAXBAU 2020 einen F\u00fcnfjahres-Rahmenvertrag mit der FUCHS Europoles GmbH im Bereich Mast- und Infrastrukturaufbau f\u00fcr Telekommunikation sichern \u2013 ein Meilenstein.<\/p>\n<p><strong>Richtige Entscheidung getroffen<\/strong><\/p>\n<p>\u201eDie Entscheidung, uns auf Infrastrukturprojekte im Tiefbau und Spezialtiefbau zu konzentrieren, hat sich als goldrichtig erwiesen. Sonst w\u00e4ren wir w\u00e4hrend der Coronapandemie m\u00f6glicherweise insolvent gegangen\u201c, sagt Dieter Sanygin. Einen weiteren Schub in Sachen Flexibilit\u00e4t und Schnelligkeit brachte 2021 die Einf\u00fchrung einer eigenen Logistikflotte mit verschiedenen Bau- und Transportmaschinen, darunter Bagger, Radlader, Walzen, R\u00fcttler, Fr\u00e4sen, Raupen, Lader und mehr. Der Umsatz lag zu dieser Zeit bereits bei mehr als drei Millionen, die Mitarbeiterzahl stieg auf 17.<\/p>\n<p><strong>Auszeichnung der Financial Times<\/strong><\/p>\n<p>2022, 2023, und 2024 wurde das Unternehmen von der Financial Times jeweils als eines der \u201e1000 Europe`s Fastest Growing Companies\u201c ausgezeichnet. Bei Focus Business belegte DIMAXBAU ebenfalls beste Pl\u00e4tze: \u201e2025 haben wir den 173. Platz unter den Top 500 Unternehmen Deutschlands und den 23. Platz in der Baubranche erreicht. Diese Platzierung ist ein starkes Zeichen f\u00fcr unser kontinuierliches Wachstum und unsere nachhaltige Entwicklung\u201c, erkl\u00e4rt Dieter Sanygin. Topnoten erhielt der Familienbetrieb 2024 auch vom Deutschen Innovationsinstitut in Kooperation in den Bereichen Fairness First, Top Service und Arbeitgeber der Zukunft.<\/p>\n<p><strong>Neue Softwareprogramme<\/strong><\/p>\n<p>2026 freut sich die Familie \u00fcber die Auszeichnung \u201eTop-Innovator\u201c des Deutschen Mittelstands-Summits. Denn das Unternehmen denkt zunehmend digital: Das zeigt sich unter anderem durch die Nutzung neuer Softwareprogramme. Durch eine gezielte Online-Positionierung bei Google-Suchanfragen stiegen die qualifizierten Projektanfragen seit 2025 signifikant. In 2026 startet die komplette Digitalisierung des Lagersystems und damit der Aufbau digitaler Just-in-Time-Prozesse.<\/p>\n<p><strong>Neuer Unternehmenssitz<\/strong><\/p>\n<p>Um die Effizienz noch weiter zu steigern, will das Unternehmen auch r\u00e4umlich expandieren und plant in unmittelbarer Nachbarschaft zum Brandschutz- und Rettungszentrum im Gewerbegebiet Rosmart einen gr\u00f6\u00dferen Unternehmenssitz zu bauen. Jochen Schr\u00f6der, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Gesellschaft f\u00fcr Wirtschafts- und Strukturf\u00f6rderung (GWS), sagte seine Unterst\u00fctzung bei der Realisierung des Projekts zu. Als einer der Gesellschafter der Entwicklungsgesellschaft Interkommunales Gewerbegebiet Gr\u00fcnewald und M\u00e4rkischer Gewerbepark Rosmart engagiert sich die GWS bei der Entwicklung und Vermarktung interkommunaler Fl\u00e4chenprojekte der St\u00e4dte Kierspe und Meinerzhagen sowie Altena, L\u00fcdenscheid und Werdohl.<\/p>\n<p><strong>Golfstaaten und Mittlerer Osten im Blick<\/strong><\/p>\n<p>Das Strategische Ziel der DIMAXBAU in den kommenden Jahren ist es, die Marke weiter zu st\u00e4rken und neue internationale M\u00e4rkte zu erschlie\u00dfen. Das bedeutet auch intensive Netzwerkarbeit in nationalen und internationalen Wirtschaftsforen. Der Fokus liegt dabei auf den arabischen Golfstaaten und den Mittleren Osten. Ein wichtiges Zukunftsprojekt k\u00f6nnte die Beteiligung am \u201eHeavy Weight Middle East Spaceport\u201c sein. Um sich international als Ansprechpartner f\u00fcr solche hochkomplexen Infrastruktur- und Gro\u00dfprojekte ins Spiel zu bringen, geht das Unternehmen Partnerschaften ein, beispielsweise mit der Rocket Corporation Wien, die sich mit Forschung, Entwicklung, Herstellung sowie den Betrieb und Vertrieb von Weltraumtechnik besch\u00e4ftigt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(pmk). 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