{"id":25264,"date":"2026-04-01T10:18:30","date_gmt":"2026-04-01T08:18:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mk-journal.de\/?p=25264"},"modified":"2026-04-01T10:18:30","modified_gmt":"2026-04-01T08:18:30","slug":"afrikanische-schweinepest-achtsames-verhalten-in-wald-und-flur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/2026\/04\/01\/afrikanische-schweinepest-achtsames-verhalten-in-wald-und-flur\/","title":{"rendered":"Afrikanische Schweinepest: Achtsames Verhalten in Wald und Flur"},"content":{"rendered":"<p>(pmk). Die Ostertage und milde Fr\u00fchlingstemperaturen locken Spazierg\u00e4nger und Wanderer ins Gr\u00fcne. Damit Naturverbundene mit ihren Aktivit\u00e4ten in Wald und Flur nicht aus Versehen die Afrikanische Schweinepest (ASP) einschleppen, gibt die Veterin\u00e4rbeh\u00f6rde des M\u00e4rkischen Kreises einige Verhaltens-Tipps.<\/p>\n<p><strong>Gefahr der Einschleppung<\/strong><\/p>\n<p>Im M\u00e4rkischen Kreis wurde die Afrikanische Schweinepest gl\u00fccklicherweise noch nicht nachgewiesen, aber die Gefahr einer Einschleppung ist nach wie vor real. Nachdem im Juni 2025 im Nachbarkreis Olpe erstmals ein an der Afrikanischen Schweinepest verendetes Wildschwein aufgefunden wurde, bleibt die Sorge gro\u00df, dass der ASP-Virus auch die heimische Wildschweinpopulation befallen und letztlich auch in Schweinezuchtbetrieben Einzug halten k\u00f6nnte. Die Seuche verl\u00e4uft f\u00fcr Haus- und Wildschweine meist qualvoll und t\u00f6dlich. F\u00fcr Menschen und andere Haus- oder Nutztiere besteht keine Gefahr.<\/p>\n<p><strong>Sperrzonen eingerichtet<\/strong><\/p>\n<p>Um einer weiteren Verbreitung des ASP-Virus vorzubeugen, wurden im Kreis Olpe, im Kreis Siegen-Wittgenstein und im Hochsauerlandkreis Sperrzonen mit strikten Verhaltensregelungen (Leinenpflicht, Wegeverbote) eingerichtet. Die Sperrzonen reichen mittlerweile bis ins benachbarte Hessen. Zudem gibt es ein landesweites ASP-Monitoring bei erlegten und tot aufgefundenen Wildschweinen. Die 408 (Stand 20. M\u00e4rz) positiv getesteten Tiere kamen \u00fcberwiegend aus dem eingez\u00e4unten Gebiet im Kreis Olpe (215) oder dem Kreis Siegen-Wittgenstein (188). Am 26. Februar wurde erstmals ein ASP-infiziertes Wildschwein im Hochsauerlandkreis gefunden. Inzwischen ist die Zahl dort auf f\u00fcnf infizierte Tiere gestiegen.<\/p>\n<p><strong>Mensch \u00fcbertr\u00e4gt die Seuche auch<\/strong><\/p>\n<p>Zu Beginn der Outdoor-Saison sensibilisiert die Veterin\u00e4rbeh\u00f6rde des M\u00e4rkischen Kreises, sich in Wald und Flur achtsam zu bewegen. Die Tierseuche wird nicht nur direkt von Tier zu Tier, sondern auch indirekt durch den Menschen \u00fcbertragen, beispielsweise durch kontaminierte Gegenst\u00e4nde wie Schuhe, Kleidung oder Fahrzeuge, Lebensmittel und Futter. Um die Tierseuche effektiv einzugrenzen, ist die Mithilfe aller B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger gefragt. Hier ein paar Hinweise des Landesamts f\u00fcr Verbraucherschutz und Ern\u00e4hrung:<\/p>\n<p><strong>Auf den Wegen bleiben<\/strong><\/p>\n<p>Die Wanderwege im M\u00e4rkischen Kreis sind frei zug\u00e4nglich. Hier gilt: Bitte auf den Wegen bleiben und nicht das Unterholz oder Felder durchkreuzen. Durch das Verlassen der Wege k\u00f6nnen Wildschweine aufgescheucht werden, die m\u00f6glicherweise die Seuche in andere Gebiete tragen.<\/p>\n<p><strong>Hunde anleinen<\/strong><\/p>\n<p>Auch Hunde k\u00f6nnen Wildschweine aufscheuchen und somit daf\u00fcr sorgen, dass eventuell mit ASP infizierte Schweine in Bereiche fliehen, die bislang seuchenfrei sind. Damit kann die Tierseuche verschleppt werden. Das gilt es unbedingt zu vermeiden. Zudem haben Hundehalterinnen und Hundehalter, die ihre Tiere an der Leine f\u00fchren, ihren Hund in Sichtweite und k\u00f6nnen stets schnell reagieren.<\/p>\n<p><strong>M\u00fcll und Speisereste richtig entsorgen<\/strong><\/p>\n<p>Der ASP-Erreger h\u00e4lt sich in Speiseresten und Lebensmitteln oft mehrere Monate lang. Daher sollten keine Speisereste in der Natur zur\u00fcckgelassen werden. Bitte auch nicht in offenen M\u00fclleimern an Wanderwegen, Autobahnen oder Landstra\u00dfen entsorgen! Wildschweine fressen die Speisereste, k\u00f6nnen sich so mit der ASP infizieren und die Seuche damit verbreiten. Bitte beherzigen Sie folgende Regeln:<\/p>\n<ul>\n<li>Entsorgen Sie Speisereste nur in geschlossenen M\u00fcllbeh\u00e4ltern!<\/li>\n<li>Verf\u00fcttern Sie keine Essensreste an Tiere!<\/li>\n<li>Hinterlassen Sie keine Lebensmittelreste in freier Natur!<\/li>\n<li>Bringen Sie keine Fleisch- oder Wurstwaren aus dem Urlaub mit!<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Was tun, wenn man ein totes Wildschwein entdeckt<\/strong><\/p>\n<p>Bitte nichts anfassen! Wenn Sie Kontakt mit dem Kadaver hatten, reinigen Sie alles so gr\u00fcndlich wie m\u00f6glich, um eine Verbreitung zu vermeiden! Melden Sie diesen Fund bitte umgehend.<\/p>\n<p><strong>Weitere Infos im Internet<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr die Meldung ist das Kreisveterin\u00e4ramt wochentags zu den Sprechzeiten unter 02351\/966-6551 in L\u00fcdenscheid und 02371\/966-8730 in Iserlohn oder per Mail unter <a href=\"mailto:veterinaer@\u200bmaerkischer-kreis.de\">veterinaer@\u200bmaerkischer-kreis.de<\/a> zu erreichen. Au\u00dferhalb der Dienstzeiten ist eine Rufbereitschaft \u00fcber die Kreisleitstelle des M\u00e4rkischen Kreises unter 112 gew\u00e4hrleistet. Weitere Informationen, Merkbl\u00e4tter und Formulare, auch f\u00fcr J\u00e4ger und Landwirte, hat der M\u00e4rkische Kreis auf seiner Homepage unter <a href=\"https:\/\/t1p.de\/zzjvh\">https:\/\/t1p.de\/zzjvh<\/a> \u00a0geb\u00fcndelt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(pmk). 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