{"id":25557,"date":"2026-04-18T09:43:45","date_gmt":"2026-04-18T07:43:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mk-journal.de\/?p=25557"},"modified":"2026-04-18T09:43:45","modified_gmt":"2026-04-18T07:43:45","slug":"wolfsriss-im-ennepe-ruhr-kreis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/2026\/04\/18\/wolfsriss-im-ennepe-ruhr-kreis\/","title":{"rendered":"Wolfsriss im Ennepe-Ruhr-Kreis"},"content":{"rendered":"<p>(pen) Im Ennepe-Ruhr-Kreis ist erstmals ein Wolfsriss bei Nutztieren genetisch best\u00e4tigt worden. Das teilt die Kreisverwaltung mit Verweis auf ein Untersuchungsergebnis des Landesamtes f\u00fcr Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen (LANUK) mit. Ereignet hat sich der Riss bereits am 18. Februar in Ennepetal \u2013 er wurde vom zust\u00e4ndigen Landesamt nach der Meldung durch den Tierhalter zun\u00e4chst gepr\u00fcft und jetzt als Wolfsriss best\u00e4tigt. Nach den vorliegenden Erkenntnissen war eine Schafherde ausgebrochen. Sechs Tiere wurden tot aufgefunden, drei weitere vermisst. Die genetischen Untersuchungen identifizierten ein weibliches Tier aus einem in Rheinland-Pfalz ans\u00e4ssigen Rudel als verantwortlich.<\/p>\n<p><strong>Keine Hinweise auf dauerhaft ans\u00e4ssige Tiere<\/strong><\/p>\n<p>\u201eMit diesem best\u00e4tigten Fall liegt erstmals im Ennepe-Ruhr-Kreis ein genetisch gesicherter Wolfsnachweis im Zusammenhang mit einem Schadensereignis vor\u201c, ordnet die Kreisverwaltung das Ergebnis ein. Bislang hatte es im Kreisgebiet lediglich einzelne Sicht- und Videonachweise gegeben, zuletzt im Januar 2023 in Witten und Wetter (Ruhr). Insgesamt wurden in den vergangenen f\u00fcnf Jahren f\u00fcnf gesicherte Wolfsnachweise dokumentiert, die auf durchziehende Tiere hindeuteten. Trotz des Risses in Ennepetal gibt es im Ennepe-Ruhr-Kreis nach wie vor keine Hinweise auf ein dauerhaft ans\u00e4ssiges Tier. Fachlich gilt: Erst wenn innerhalb von sechs Monaten wiederholt Nachweise desselben Wolfes erbracht werden, kann von Standorttreue ausgegangen werden. Aufgrund der N\u00e4he zu bestehenden Wolfsgebieten im M\u00e4rkischen Kreis, im Hochsauerlandkreis und im Rhein-Sieg-Kreis sowie der grunds\u00e4tzlichen Eignung des Kreises als Lebensraums ist es jedoch nicht ausgeschlossen, dass k\u00fcnftig weitere Tiere durch das Kreisgebiet ziehen oder sich ansiedeln.<\/p>\n<p><strong>W\u00f6lfe meiden Menschen<\/strong><\/p>\n<p>Die Verantwortung f\u00fcr das Wolfsmanagement liegt beim Land Nordrhein-Westfalen. Zust\u00e4ndig sind das Ministerium f\u00fcr Umwelt, Naturschutz und Verkehr sowie das Landesamt f\u00fcr Natur, Umwelt und Klima NRW. Das Amt \u00fcbernimmt unter anderem das Monitoring, die Bewertung von Rissereignissen sowie die genetische Analyse. Unter www.wolf.nrw werden alle Wolfsnachweise und gemeldeten Nutztierf\u00e4lle \u00f6ffentlich dokumentiert. \u201eW\u00f6lfe gelten als scheu und meiden den Menschen. Begegnungen sind selten, verlaufen in der Regel unauff\u00e4llig und enden meist mit der Flucht des Tieres. Kommt es dennoch zu einer Begegnung, wird empfohlen, Abstand zu halten, ruhig zu bleiben und sich gegebenenfalls bemerkbar zu machen\u201c, weist die Kreisverwaltung auf das Verhalten der Tiere und sinnvolle Reaktionen hin. Von Wolfsrissen betroffene Tierhalter unterst\u00fctze das Land durch Entsch\u00e4digungen und F\u00f6rderprogramme f\u00fcr den Herdenschutz.<\/p>\n<p>Zust\u00e4ndiger Ansprechpartner f\u00fcr Sichtungen von und Vorf\u00e4llen mit W\u00f6lfen ist das LANUK \u2013 Hinweise zu Telefonnummern und einem Online-Meldeformular finden sich unter www.wolf.nrw. Wichtig: Da verwertbare DNA-Proben m\u00f6glichst innerhalb von 24 Stunden gesichert werden m\u00fcssen, sollte die Meldung bei Nutztierrissen sehr schnell und zeitnah erfolgen.<\/p>\n<p><strong>Stichwort Reviere<\/strong><\/p>\n<p>W\u00f6lfe wandern nach Erreichen der Geschlechtsreife aus ihren Rudeln ab und legen auf der Suche nach eigenen Revieren teils gro\u00dfe Distanzen zur\u00fcck. Die im Ennepetaler Fall nachgewiesene W\u00f6lfin stammt aus Rheinland-Pfalz und best\u00e4tigt damit die Mobilit\u00e4t der Tiere.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(pen) Im Ennepe-Ruhr-Kreis ist erstmals ein Wolfsriss bei Nutztieren genetisch  [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":25558,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"two_page_speed":[],"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[],"class_list":["post-25557","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nachbarschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25557","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=25557"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25557\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":25559,"href":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25557\/revisions\/25559"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/25558"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=25557"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=25557"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=25557"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}