{"id":25636,"date":"2026-04-22T12:10:24","date_gmt":"2026-04-22T10:10:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mk-journal.de\/?p=25636"},"modified":"2026-04-22T12:10:24","modified_gmt":"2026-04-22T10:10:24","slug":"einstimmung-auf-den-1-mai","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/2026\/04\/22\/einstimmung-auf-den-1-mai\/","title":{"rendered":"Einstimmung auf den 1. Mai"},"content":{"rendered":"<h4>&#8222;Die mutigen 56 &#8211; Deutschlands l\u00e4ngster Streik&#8220; im Kino<\/h4>\n<p>(EB). Zur Einstimmung auf den 1. Mai \u2013 Tag der Arbeit \u2013 im M\u00e4rkischen Kreis trafen sich jetzt rund 70 aktive Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter zum gemeinsamen Kinoabend im Filmpalast L\u00fcdenscheid. &#8222;Die mutigen 56 &#8211; Deutschlands l\u00e4ngster Streik&#8220; zeigte eindrucksvoll, wie die Werftarbeiter und deren Familien in Schleswig-Holstein mit Unterst\u00fctzung durch die IG Metall das Recht erk\u00e4mpften, wie wir es bis heute kennen.<\/p>\n<p><strong>Angriff auf Arbeitnehmerrechte<\/strong><\/p>\n<p>Dass Arbeitgeber und konservative Politiker jetzt diese Bedingungen f\u00fcr Arbeitnehmer verschlechtern wollen, kommentiert Kevin Dewald, Mitglied im DGB-Kreisvorstand f\u00fcr die IG Metall, so: \u201eWas gar nicht geht sind K\u00fcrzungen der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Damit setzt man genau das falsche Signal: Besch\u00e4ftigte werden unter Druck gesetzt und gef\u00e4hrden ihre Gesundheit. Wer krank ist, muss sich auskurieren k\u00f6nnen \u2013 alles andere wird am Ende f\u00fcr alle teurer. Und klar ist auch: Das sind keine harmlosen Vorschl\u00e4ge, sondern ein klarer Angriff auf Arbeitnehmerrechte. Solche Debatten l\u00f6sen keine Probleme, sondern versch\u00e4rfen sie.\u201c<\/p>\n<p><strong>Gemeinsam auf die Stra\u00dfe<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr den Vertreter der Gewerkschaft ver.di, Bernd Benscheidt, ist daher klar: \u201eDarauf werden wir am 1. Mai pochen \u2013 und viele weitere Forderungen bei Politik und Arbeitgebern platzieren, damit unsere Kolleginnen und Kollegen gut durch diese Krise kommen. Unter dem Motto \u201eErst unsere Jobs, dann eure Profite\u201c sind wir mit unserer Veranstaltung in L\u00fcdenscheid wieder laut und kraftvoll pr\u00e4sent und gehen gemeinsam auf die Stra\u00dfe. F\u00fcr Jobsicherheit. F\u00fcr eine gerechte Arbeitswelt. Gegen sozialen Kahlschlag!\u201c<\/p>\n<p><strong>Hintergrund:<\/strong><\/p>\n<p>Das Dokudrama \u201eDie Mutigen 56 \u2013 Deutschlands l\u00e4ngster Streik\u201c l\u00e4sst einen einzigartigen Arbeitskampf lebendig werden. Heute ist die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall selbstverst\u00e4ndlich. Doch Arbeiter in den 1950er-Jahren bekommen, im Gegensatz zu den Angestellten, in den ersten drei Krankheitstagen gar keinen Lohn, danach nur wenig. Diese Ungleichbehandlung wollen sich die Arbeiter nicht mehr gefallen lassen. Emma (Anna Schimrigk) und Alfred (David Bredin) verk\u00f6rpern das Leben der fiktiven Kieler Arbeiterfamilie Freese und machen die damaligen Herausforderungen in all ihrer H\u00e4rte erlebbar.<\/p>\n<p><strong>34.000 Metallarbeiter streiken<\/strong><\/p>\n<p>Emma ist eine typische Hausfrau und Mutter jener Zeit. Durch ihre Augen sehen wir diese entbehrungsreiche Zeit und begleiten den Kampf der Freeses f\u00fcr ein menschenw\u00fcrdiges Leben. Der Krieg und dessen Entbehrungen haben diese Generation gezeichnet, aber jetzt geht es wieder aufw\u00e4rts. Als ihr Mann Alfred krank auf der Kieler Howaldtswerft zusammenbricht, verzweifelt Emma. Er muss sich schonen, aber wie soll die Familie ohne den Arbeitslohn durchkommen? So kann es nicht weitergehen! F\u00fcr den Kampf um Gerechtigkeit und W\u00fcrde legen schlie\u00dflich ab Oktober 1956 bis zu 34.000 Metallarbeiter in den Werften und Fabriken Schleswig-Holsteins die Arbeit nieder. Dieser Streik gilt bis heute als der h\u00e4rteste und l\u00e4ngste Branchenstreik Deutschlands.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Die mutigen 56 &#8211; Deutschlands l\u00e4ngster Streik&#8220; im Kino (EB).  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