{"id":25722,"date":"2026-04-27T12:34:38","date_gmt":"2026-04-27T10:34:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mk-journal.de\/?p=25722"},"modified":"2026-04-27T12:34:38","modified_gmt":"2026-04-27T10:34:38","slug":"damit-geschichte-nicht-verstummt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/2026\/04\/27\/damit-geschichte-nicht-verstummt\/","title":{"rendered":"Damit Geschichte nicht verstummt"},"content":{"rendered":"<h4>Austausch \u00fcber Erinnerungsarbeit im Kreis<\/h4>\n<p>(pmk). Im Kreishaus L\u00fcdenscheid stand jetzt ein Thema im Fokus, das Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gleicherma\u00dfen ber\u00fchrt: das Erinnern. Landrat Ralf Schwarzkopf, zugleich Vorsitzender des Kreisverbandes des Volksbundes Deutsche Kriegsgr\u00e4berf\u00fcrsorge, tauschte sich mit Jens Effkemann, dem Regionalgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Volksbundes f\u00fcr Westfalen-Lippe, aus.<\/p>\n<p><strong>Gemeinsame Arbeit vertieft<\/strong><\/p>\n<p>Der Termin folgte einer bew\u00e4hrten Tradition: Im M\u00e4rkischen Kreis \u00fcbernimmt der Landrat den Kreisvorsitz des Volksbundes. F\u00fcr beide Seiten war das Treffen daher nicht nur ein formaler Akt, sondern vor allem eine gute Gelegenheit, die gemeinsame Arbeit zu vertiefen. Im Dialog wurde schnell deutlich, wie vielseitig die Aufgaben des Volksbundes sind. Seit 1954 ist der Verein im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland daf\u00fcr zust\u00e4ndig, die Gr\u00e4ber deutscher Kriegstoter im Ausland zu erfassen, zu erhalten und zu pflegen. Eine Aufgabe, die bis heute andauert \u2013 und die weit \u00fcber die reine Grabpflege hinausgeht. Im Inland liegt die Zust\u00e4ndigkeit bei den Kommunen, die dabei auf die fachliche Unterst\u00fctzung des Volksbundes vertrauen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Br\u00fcckenbauer zwischen Generationen<\/strong><\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus versteht sich der Volksbund als Br\u00fcckenbauer: Zwischen Generationen, zwischen L\u00e4ndern und zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Begegnungsprogramme und historisch-politische Bildungsangebote \u2013 insbesondere f\u00fcr junge Menschen \u2013 machen die Geschichte greifbar und f\u00f6rdern ein Bewusstsein f\u00fcr Frieden und Verantwortung. \u201eDie Arbeit des Volksbundes zeigt, dass Erinnerung nichts Statisches ist, sondern etwas, das wir aktiv begleiten m\u00fcssen\u201c, sagte Landrat Ralf Schwarzkopf und erg\u00e4nzte: \u201eGerade in einer Zeit, in der Zeitzeugen immer weniger werden, kommt der Bildungsarbeit und den Gedenkst\u00e4tten eine besondere Bedeutung zu. Sie helfen uns, Geschichte zu verstehen \u2013 und daraus die richtigen Schl\u00fcsse f\u00fcr Gegenwart und Zukunft zu ziehen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Erinnerungskultur<\/strong><\/p>\n<p>Ein konkretes Beispiel f\u00fcr diese lebendige Erinnerungskultur bieten die kommenden Veranstaltungen im M\u00e4rkischen Kreis rund um den Jahrestag der Deportation der letzten L\u00fcdenscheider J\u00fcdinnen und Juden am 28. April 1942. Unter dem Titel \u201eJahrestag der letzten L\u00fcdenscheider Judendeportation\u201c l\u00e4dt der Verein Ge-Denk-Zellen zu einer Reihe von Veranstaltungen ein. Den Auftakt bildet eine Ausstellung im J\u00fcrgen-Dietrich-Forum im Rathaus L\u00fcdenscheid bis zum 22. Mai. Die Er\u00f6ffnung fand am 23. April mit B\u00fcrgermeister Sebastian Wagemeyer und Jens Effkemann vom Volksbund statt. Am eigentlichen Jahrestag \u2013 28. April \u2013 folgt um 19 Uhr eine Lesung von Lorenz Hemiker unter dem Titel \u201eVom Bauamt in L\u00fcdenscheid zu den Todesgruben im Baltikum\u201c.<\/p>\n<p><strong>Weitere Vortr\u00e4ge<\/strong><\/p>\n<p>Weitere Vortr\u00e4ge folgen: Am 12. Mai sprechen Dr. Stefan Corssen und Matthias Wagner \u00fcber Kriegsendverbrechen zwischen K\u00f6ln und L\u00fcdenscheid, bevor Dr. Stefan Klemp am 19. Mai die Rolle von Polizeibataillonen im Kontext der nationalsozialistischen Verbrechen beleuchtet. Weitere Informationen:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.ge-denk-zellen-altes-rathaus.de\/\">www.ge-denk-zellen-altes-rathaus.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Austausch \u00fcber Erinnerungsarbeit im Kreis (pmk). 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