{"id":25733,"date":"2026-04-28T10:18:15","date_gmt":"2026-04-28T08:18:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mk-journal.de\/?p=25733"},"modified":"2026-04-28T10:18:15","modified_gmt":"2026-04-28T08:18:15","slug":"im-notfall-noch-schneller","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/2026\/04\/28\/im-notfall-noch-schneller\/","title":{"rendered":"Im Notfall noch schneller"},"content":{"rendered":"<h4><strong>Kreisleitstelle Siegen-Wittgenstein f\u00fchrt neuen Sofortalarm ein<\/strong><\/h4>\n<p>(PSW. Wenn ein Notruf in der Leitstelle des Rettungsdienstes des Kreises Siegen-Wittgenstein eingeht, werden zwei Fragen immer zuerst gekl\u00e4rt: Wo ist der Notfall und was ist genau passiert. Schnell gehen muss es in Notf\u00e4llen immer, aber manchmal kommt es auf jede Sekunde an. Deshalb hat der Kreis jetzt in der Leitstelle einen neuen \u201eSofortalarm\u201c eingerichtet. Mit diesem k\u00f6nnen die Disponentinnen und Disponenten in besonders dringlichen F\u00e4llen Einsatzkr\u00e4fte sofort losschicken, sobald von der Anruferin oder dem Anrufer die ersten beiden Fragen beantwortet sind. Rettungswagen und Notarzt r\u00fccken dann umgehend aus. Weitere Informationen zum konkreten Einsatz erhalten sie dann, w\u00e4hrend sie bereits unterwegs sind. \u201eDadurch gewinnen wir wichtige Zeit, bis zu 30 oder sogar 40 Sekunden. Die k\u00f6nnen entscheidend sein, wenn es darum geht, Leben zu retten\u201c, sagt Landrat Andreas M\u00fcller.<\/p>\n<p><strong>Vorbild Christoph 25<\/strong><\/p>\n<p>Programmiert wurde die neue Funktion intern von Kollegen der Kreisleitstelle, inspiriert von einer \u00e4hnlichen L\u00f6sung, die f\u00fcr den Rettungshubschrauber Christoph 25 eingesetzt wird. Da dieser bis zum Abheben eine gewisse Vorbereitungszeit ben\u00f6tigt, wird die Besatzung bereits informiert, w\u00e4hrend der Notruf noch abgefragt wird. Jetzt besteht diese M\u00f6glichkeit auch f\u00fcr Rettungswagen und not\u00e4rztliche Eins\u00e4tze.<\/p>\n<p><strong>Bereits zw\u00f6lfmal eingesetzt<\/strong><\/p>\n<p>\u201eInnerhalb der ersten 10 bis 15 Sekunden eines Notrufs wissen wir, wo der Notfall ist und ob der Einsatz auf die Entsendung eines Rettungswagens und eines Notarzteinsatzfahrzeuges hinausl\u00e4uft\u201c, sagt Thomas Tremmel, Kreisbrandmeister und Leiter des Amts f\u00fcr Brand- und Bev\u00f6lkerungsschutz und Rettungswesen. \u201eDann k\u00f6nnen wir die Einsatzkr\u00e4fte bereits auf den Weg schicken, wenn das sinnvoll ist.\u201c Seit der Einf\u00fchrung kam der Sofortalarm bereits zw\u00f6lfmal zum Einsatz. Die Entscheidung liegt bei den Disponentinnen und Disponenten. \u201eBei sehr dringlichen, lebensbedrohlichen Ereignissen setzen wir den Sofortalarm ein, wenn wir also wissen, dass eine Person beispielsweise nicht mehr atmet oder bewusstlos ist\u201c, erkl\u00e4rt Tremmel. Anders als etwa bei einem gebrochenen Bein kann in solchen F\u00e4llen tats\u00e4chlich jede Sekunde entscheidend sein.<\/p>\n<p><strong>40 Sekunden gewonnen<\/strong><\/p>\n<p>Bereits beim ersten Einsatz, einem Sturz von einer Leiter, der zu einer schweren Kopfverletzung f\u00fchrte, konnten rund 40 Sekunden gewonnen werden. \u201eDie Kolleginnen und Kollegen bleiben weiter am Telefon, betreuen die anrufende Person, unterst\u00fctzen, geben wichtige Hinweise, w\u00e4hrend Rettungswagen oder Not\u00e4rzte parallel schon auf die Stra\u00dfe geschickt werden\u201c, so Thomas Tremmel. \u201eDurch dieses parallele Arbeiten verbindet der Sofortalarm schnelle Hilfe vor Ort mit kontinuierlicher Betreuung am Telefon. Dadurch kann der Rettungsdienst in kritischen Situationen noch schneller helfen\u201c, betont Landrat Andreas M\u00fcller.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kreisleitstelle Siegen-Wittgenstein f\u00fchrt neuen Sofortalarm ein (PSW. 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