{"id":27101,"date":"2026-07-16T11:38:34","date_gmt":"2026-07-16T09:38:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mk-journal.de\/?p=27101"},"modified":"2026-07-16T11:38:34","modified_gmt":"2026-07-16T09:38:34","slug":"deutliches-plus-bei-fahrgastzahlen-und-umsatz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/2026\/07\/16\/deutliches-plus-bei-fahrgastzahlen-und-umsatz\/","title":{"rendered":"Deutliches Plus bei Fahrgastzahlen und Umsatz"},"content":{"rendered":"<h4><strong>Gesellschafterversammlung der MVG in Plettenberg<\/strong><\/h4>\n<p>(MVG). Die MVG-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung hat jetzt im Rahmen der Gesellschafterversammlung in Plettenberg den Gesch\u00e4ftsbericht f\u00fcr das Jahr 2025 vorgestellt. Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Frauke Effert und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Stefan Janning zeigten dabei auf, dass sowohl die Fahrgastzahlen als auch die Einnahmen im Linienverkehr im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sind. Die Gesamtzahl der von der MVG bef\u00f6rderten Personen erh\u00f6hte sich um \u00fcber f\u00fcnf Prozent auf 31,3 Millionen Fahrg\u00e4ste nach 29,6 Millionen im Vorjahr. Die Einnahmen im regul\u00e4ren Linienverkehr stiegen um knapp drei Prozent auf rund 36,7 Millionen Euro, was einer Steigerung von einer Million Euro im Vergleich zu 2024 entspricht. \u201eWir sehen weiterhin den Trend, dass unsere Fahrg\u00e4ste von Zeit- und Einzeltickets in Abo-Tickets wechseln. Diese Entwicklung spricht daf\u00fcr, dass die Nutzung des \u00d6PNV insbesondere mit dem Deutschlandticket f\u00fcr viele Fahrg\u00e4ste eine langfristigere Option geworden ist\u201c, erkl\u00e4rte Stefan Janning.<\/p>\n<p><strong>Defizit auf 30,7 Millionen Euro gestiegen<\/strong><\/p>\n<p>Die Einnahmenseite hat sich im\u00a0 vergangenen Jahr um rund 1,75 Millionen Euro verbessert und liegt \u00fcber der Planung. Aufgrund gestiegener Kosten f\u00fcr Personal und Material, insbesondere bei den Auftragnehmern, stieg das Minus (Jahresfehlbetrag) dennoch auf 30,7 Millionen Euro. Dieses liegt jedoch \u00fcber f\u00fcnf Millionen Euro deutlich unter dem Planansatz. \u201eDer Vergleich der geplanten und tats\u00e4chlichen Zahlen zeigt, dass unsere Bem\u00fchungen erfolgreich sind und sich die verschiedenen Bereiche positiver entwickeln als erwartet\u201c, erkl\u00e4rt Frauke Effert. \u201eEs ist jedoch weiterhin so, dass sich externe Faktoren, wie Material- und Personalkosten, teilweise drastisch auf unsere Ausgaben auswirken, ohne dass wir Einfluss nehmen k\u00f6nnen\u201c, so Effert weiter.<\/p>\n<p><strong>20 E-Busse im Fuhrpark<\/strong><\/p>\n<p>Ein Beispiel daf\u00fcr sind die inzwischen 20 E-Busse der MVG. Aufgrund der Vorgaben des Saubere-Fahrzeuge-Beschaffungsgesetzes muss die Busflotte langfristig auf emissionsarme und -freie Antriebe umgestellt werden. Dabei wurden im Jahr 2025 zwei wichtige Meilensteine erreicht: Zum einen konnten zum Jahresende die ersten beiden eCitaros \u00fcbernommen und f\u00fcr Schulungszwecke eingesetzt werden. Zum anderen wurden die Arbeiten an der notwendigen Ladeinfrastruktur in L\u00fcdenscheid abgeschlossen und die Bauma\u00dfnahmen auf dem Betriebshof Iserlohn weitergef\u00fchrt. Um die Kosten durch diese gesetzlichen Vorhaben abzumildern, hat sich die MVG erfolgreich um F\u00f6rdermittel bem\u00fcht: \u201e\u00dcber verschiedene F\u00f6rdert\u00f6pfe, insbesondere das Bundesministerium f\u00fcr Verkehr, konnten wir \u00fcber 9,2 Millionen Euro an F\u00f6rdermitteln einwerben\u201c, betont Frauke Effert.<\/p>\n<p><strong>Eigene Fahrer ausgebildet<\/strong><\/p>\n<p>Im Bereich Personal konnte die MVG durch die Ausbildung in der eigenen Fahrschule den Fahrermangel der vergangenen Jahre weiter ausgleichen, sodass hier der Bedarf aktuell gedeckt ist. Mit Blick auf die kommenden Jahre wird das Thema aber branchenweit weiterhin relevant bleiben. Bei der Weiterentwicklung des Angebots neben dem regul\u00e4ren Sch\u00fcler- und Linienverkehr wurden die in den vergangenen Jahren beschrittenen Wege konsequent weiterverfolgt. Das erfolgreiche On-Demand-Projekt \u201eBEA \u2013 Bestellen. Einsteigen. Ankommen.\u201c in Meinerzhagen und Valbert wurde auf Beschluss des Kreistags mit kleineren Anpassungen fortgef\u00fchrt.<\/p>\n<p><strong>Mobilit\u00e4tsdatenplattform gestartet<\/strong><\/p>\n<p>Im Januar 2025 hat die MVG gemeinsam mit dem M\u00e4rkischen Kreis und dem beteiligten Unternehmen PricewaterhouseCoopers (PwC) die Mobilit\u00e4tsdatenplattform offiziell gestartet. Mithilfe dieser Plattform wird das Mobilit\u00e4tsverhalten datenschutzkonform anonym erfasst, um L\u00fccken im Liniennetz zu erkennen und Linienverl\u00e4ufe zu optimieren. Die Datenerfassung erfolgt \u00fcber die App \u201eMeine MVG\u201c, die im August 2025 die alte App \u201eMVG Tickets\u201c abgel\u00f6st hat. Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Stefan Janning: \u201eDie App-Nutzer k\u00f6nnen aktiv dabei mithelfen, das MVG-Angebot besser an den tats\u00e4chlichen Mobilit\u00e4tsw\u00fcnschen der B\u00fcrger auszurichten.\u201c<\/p>\n<p><strong>Projekt &#8222;BLiNK&#8220; abgeschlossen<\/strong><\/p>\n<p>Das Projekt \u201eBLiNK\u201c im Gewerbepark H\u00e4mmer in Menden wurde im September erfolgreich abgeschlossen. Die MVG beteiligte sich an dem Forschungsprojekt u.a. durch die \u00d6PNV-Anbindung eines Mobilit\u00e4tshubs im Gewerbepark und durch die Untersuchung der Kundenakzeptanz f\u00fcr automatisiert fahrende Kleinbusse. Das Anfang 2026 gestartete Nachfolgeprojekt \u201eBLiNK+\u201c findet ohne direkte Projektbeteiligung der MVG statt. Das Verkehrsunternehmen agiert dabei dennoch weiterhin als Auftragnehmer, um die Anbindung des Gewerbeparks bis Ende 2026 sicherzustellen und die Durchf\u00fchrung des Forschungsvorhabens der TU Dortmund zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p><strong>Mobilit\u00e4t nach Ma\u00df<\/strong><\/p>\n<p>Landrat Ralf Schwarzkopf erkl\u00e4rt: \u201eMobilit\u00e4t nach Ma\u00df ist der Leitgedanke der Zukunft. Gemeint ist damit passgenaue Mobilit\u00e4t: Entscheidend ist, ob Menschen zur Arbeit, zur Schule, zum Arzt, zum Einkaufen oder in ihrer Freizeit zur gew\u00fcnschten Zeit ihr Ziel erreichen. Ein modernes Verkehrsangebot darf doch nicht daran gemessen werden, ob viele leere Busse sinnlos weite Strecken fahren. Wir werden in enger Zusammenarbeit mit der MVG planen, wie das Angebot zuk\u00fcnftig bedarfsgerechter, flexibler und nachhaltiger gestaltet werden kann. Dabei sollen auch neue, nachfrageorientierte Angebotsformen (on-demand) eine gr\u00f6\u00dfere Rolle spielen. Aufgrund der neuen verf\u00fcgbaren Daten unserer Fahrgastz\u00e4hlsysteme k\u00f6nnen wir endlich von einer angebots- zur nachfrageorientierten Mobilit\u00e4t wechseln.\u201c<\/p>\n<p><strong>\u00d6PNV vor gro\u00dfen Herausforderungen<\/strong><\/p>\n<p>MVG-Aufsichtsratsvorsitzender Karsten Meininghaus erkl\u00e4rt mit Blick in die Zukunft: \u201eDie Planung und Umsetzung des \u00d6PNV im M\u00e4rkischen Kreis f\u00fcr die kommenden Jahre wird vor dem Hintergrund der angespannten Haushaltslagen in Kreis und Kommunen sicherlich an mancher Stelle eine Herausforderung. Die MVG ist dabei der verl\u00e4ssliche Partner, um sich diesen Herausforderungen zu stellen und hat bereits mit der Entwicklung von L\u00f6sungen begonnen. Dabei unterst\u00fctzt die MVG nicht nur mit ihrem Know-how, sondern auch durch den Einsatz der zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Tag f\u00fcr Tag dazu beitragen die Fahrg\u00e4ste sicher an ihr Ziel bringen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Wirtschaftlich tragf\u00e4higes Angebot<\/strong><\/p>\n<p>Frauke Effert und Stefan Janning betonten dabei zum Abschluss noch einmal, dass die MVG ihren Beitrag dazu leisten werde, kommunale Haushalte zu entlasten und dennoch ein bedarfsgerechtes und wirtschaftlich tragf\u00e4higes Angebot zu entwickeln, das langfristig auch den Auftrag der Daseinsvorsorge sichert. \u201eDie notwendigen Reduktionen der kommenden Jahre m\u00fcssen wir gemeinsam schaffen.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gesellschafterversammlung der MVG in Plettenberg (MVG). 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