{"id":27129,"date":"2026-07-17T07:53:40","date_gmt":"2026-07-17T05:53:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mk-journal.de\/?p=27129"},"modified":"2026-07-17T07:53:40","modified_gmt":"2026-07-17T05:53:40","slug":"waldbrand-feuerwehr-zieht-bilanz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/2026\/07\/17\/waldbrand-feuerwehr-zieht-bilanz\/","title":{"rendered":"Waldbrand: Feuerwehr zieht Bilanz"},"content":{"rendered":"<p>(ots). Mit dem Einsatzstichwort &#8222;Waldbrand klein&#8220; wurde die Feuerwehr Iserlohn am Dienstag gegen 16 Uhr in den Bereich Letmathe\/Honsel alarmiert (wir berichteten). Bereits auf der Anfahrt war eine starke Rauchentwicklung sichtbar. Gleichzeitig gingen zahlreiche weitere Notrufe bei der Leitstelle ein, sodass das Einsatzstichwort fr\u00fchzeitig erh\u00f6ht und weitere (Tank-)L\u00f6schfahrzeuge nachalarmiert wurden. Die Zuwegung zur Einsatzstelle gestaltete sich zun\u00e4chst schwierig, da der genaue Brandort anfangs unklar war und lediglich anhand der Rauchentwicklung lokalisiert werden konnte. Die Anfahrt erfolgte schlie\u00dflich \u00fcber den Honselweg &#8211; eine f\u00fcr Gro\u00dffahrzeuge durchaus anspruchsvolle Strecke.<\/p>\n<p><strong>Birkenschonung in Flammen<\/strong><\/p>\n<p>Bei der Brandstelle handelte es sich um eine Birkenschonung in einem Steilhang unmittelbar vor der Stadtgrenze zu Nachrodt-Wiblingwerde. Beg\u00fcnstigt durch die trockene Vegetation sowie zeitweise auffrischenden Wind breitete sich das Feuer innerhalb kurzer Zeit auf eine Fl\u00e4che von rund 10.000 Quadratmetern aus. Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde zwischenzeitlich eine Warnung der Bev\u00f6lkerung (u. a. \u00fcber die Warn-App &#8222;NINA&#8220;) wegen der Geruchsbel\u00e4stigung herausgegeben.<\/p>\n<p><strong>Wasserversorgung schwierig<\/strong><\/p>\n<p>Da sich die Wasserversorgung au\u00dferhalb bebauter Gebiete als schwierig erwies, wurden neben allen Einheiten der Feuerwehr Iserlohn weitere Kr\u00e4fte aus Menden, L\u00fcdenscheid, Nachrodt-Wiblingwerde, der Wassertransportzug Ost des M\u00e4rkischen Kreises sowie Fahrzeuge des Brandschutz- &amp; Rettungsdienstzentrum MK zur Einsatzstelle alarmiert. Auch der Kreisbrandmeister Michael Kling war zur Unterst\u00fctzung der Einsatzleitung vor Ort.<\/p>\n<p><strong>1.500 Meter lange Schlauchleitung<\/strong><\/p>\n<p>Zur Sicherstellung der L\u00f6schwasserversorgung wurde zun\u00e4chst eine rund 1.500 Meter lange Schlauchleitung zu einem Hydranten in Veserde aufgebaut. Da dessen F\u00f6rderleistung jedoch nicht ausreichte, musste zus\u00e4tzlich ein Pendelverkehr mit Tankl\u00f6schfahrzeugen \u00fcber eine Strecke von knapp vier Kilometern eingerichtet werden. Die Polizei sperrte hierf\u00fcr z\u00fcgig mehrere Stra\u00dfen im Umfeld der Einsatzstelle, um insbesondere den Gro\u00dffahrzeugen eine sichere An- und Abfahrt zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p><strong>&#8222;Brandschneisen&#8220; gelegt<\/strong><\/p>\n<p>Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern erhielt die Feuerwehr Unterst\u00fctzung durch einen Forstmulcher, welcher sogenannte &#8222;Brandschneisen&#8220; freilegte. Zeitweise war auch ein Polizeihubschrauber vor Ort, welche jedoch keine L\u00f6schma\u00dfnahmen durchf\u00fchren konnte, da die aktiven Hochspannungsleitungen \u00fcber der Brandstelle ein zu hohes Sicherheitsrisiko darstellten.<\/p>\n<p><strong>1.000 Liter Getr\u00e4nke<\/strong><\/p>\n<p>Die hohen Temperaturen stellten die Einsatzkr\u00e4fte, f\u00fcr die Vegetationsbr\u00e4nde ohnehin eine besondere k\u00f6rperliche Belastung bedeuten, vor zus\u00e4tzliche Herausforderungen. Rund 1.000 Liter Getr\u00e4nke sowie die Versorgung mit kleinen Mahlzeiten waren daher unverzichtbar. Hierbei konnte auf vorbereitete Versorgungskonzepte gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz und Marktkauf &#8222;Alles Frische&#8220; Nowak zur\u00fcckgegriffen werden. Dar\u00fcber hinaus erhielten die Einsatzkr\u00e4fte immer wieder Unterst\u00fctzung aus der Bev\u00f6lkerung &#8211; unter anderem durch gespendetes Wassereis.<\/p>\n<p><strong>Brandregner im Einsatz<\/strong><\/p>\n<p>Gegen 20:30 Uhr war das Feuer soweit unter Kontrolle, dass keine offene Flammenbildung und keine weitere Ausbreitung mehr festzustellen waren. Im weiteren Verlauf des Abends konnte der Kr\u00e4fteansatz schrittweise reduziert werden. \u00dcber Nacht f\u00fchrten rund 20 Einsatzkr\u00e4fte umfangreiche Nachl\u00f6scharbeiten durch und stellten weiterhin die Wasserversorgung sicher. Unter anderem wurden sogenannte Kreisregner eingesetzt, um die Brandfl\u00e4che dauerhaft zu beregnen. Das THW Iserlohn unterst\u00fctzte die Ma\u00dfnahmen mit Notstromaggregaten und einer umfangreichen Ausleuchtung der Einsatzstelle.<\/p>\n<p><strong>Lange Nachl\u00f6scharbeiten<\/strong><\/p>\n<p>Zeitweise mussten auf einer Fl\u00e4che von mehr als 4.000 Quadratmetern noch zahlreiche Glutnester in aufwendiger Handarbeit freigelegt, umgegraben und abgel\u00f6scht werden. Hierbei erhielten die Einsatzkr\u00e4fte mehrfach die Unterst\u00fctzung der Drohneneinheit des M\u00e4rkischen Kreises aus Nachrodt-Wiblingwerde. Erst am Donnerstag gegen 14 Uhr konnten die letzten Feuerwehrleute die Einsatzstelle am Honsel verlassen.<\/p>\n<p><strong>Mehr als 300 im Einsatz<\/strong><\/p>\n<p>Zeitweise befanden sich mehr als 300 Einsatzkr\u00e4fte unterschiedlichster Organisationen gleichzeitig im Einsatz. Auch wenn sich an dieser Stelle sicherlich nicht mehr alle Beteiligten einzeln aufz\u00e4hlen lassen, bedankt sich die Feuerwehr herzlich bei allen Kr\u00e4ften und unterst\u00fctzenden Organisationen f\u00fcr hervorragende Zusammenarbeit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(ots). 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