{"id":27312,"date":"2026-07-30T10:11:18","date_gmt":"2026-07-30T08:11:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mk-journal.de\/?p=27312"},"modified":"2026-07-30T10:11:18","modified_gmt":"2026-07-30T08:11:18","slug":"zukunft-der-sensorik-entsteht-im-maerkischen-kreis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/2026\/07\/30\/zukunft-der-sensorik-entsteht-im-maerkischen-kreis\/","title":{"rendered":"Zukunft der Sensorik entsteht im M\u00e4rkischen Kreis"},"content":{"rendered":"<p>(pmk). Wer an Spitzentechnologie denkt, hat oft Metropolen, gro\u00dfe Forschungszentren oder das Silicon Valley vor Augen. Dass Innovationen f\u00fcr die Mobilit\u00e4t von morgen, die Medizintechnik oder sogar Quantensensoren in Halver entwickelt werden, \u00fcberrascht dagegen viele Menschen. Das Unternehmen duotec in Halver entwickelt keine Produkte \u201evon der Stange\u201c. Davon konnten sich jetzt Landrat Ralf Schwarzkopf und David Bathe von der Gesellschaft zur Wirtschafts- und Strukturf\u00f6rderung im M\u00e4rkischen Kreis (GWS) vor Ort \u00fcberzeugen.<\/p>\n<p><strong>Spezialisten und Experten<\/strong><\/p>\n<p>Am Sitz in Halver entstehen Sensorl\u00f6sungen f\u00fcr Kunden aus unterschiedlichsten Bereichen &#8211; von der Automobilindustrie \u00fcber Energie- und Industrieanwendungen bis hin zur Medizintechnik. Immer dann, wenn Standardl\u00f6sungen nicht ausreichen, beginnt die Arbeit der Spezialisten und Experten von duotec. Sie entwickeln Sensoren f\u00fcr Fahrzeuge, intelligente Textilien, Druck- und Kraftsensoren, elektronische Nasen zur Erkennung von Gasen oder Quantensensorik auf Diamantbasis. Das alles sind keine Zukunftstechnologien mehr, sondern sie sind l\u00e4ngst real in Produkten verbaut.<\/p>\n<p><strong>Hier wird Zukunft entwickelt<\/strong><\/p>\n<p>\u201eHier wird nicht \u00fcber Zukunft gesprochen, hier wird sie entwickelt\u201c, sagt Landrat Ralf Schwarzkopf und erg\u00e4nzt: \u201eDas ist typisch f\u00fcr unsere Region. Bei uns gibt es Unternehmen, die weltweit gefragt sind, obwohl sie oft gar nicht im Rampenlicht stehen. Betriebe wie duotec zeigen, dass Hightech und l\u00e4ndlicher Raum kein Widerspruch sind. Im Gegenteil: Die Zukunft der Industrien entsteht eben nicht nur in den Gro\u00dfst\u00e4dten, sondern auch hier bei uns.\u201c<\/p>\n<p><strong>Zusammenarbeit mit FH S\u00fcdwestfalen<\/strong><\/p>\n<p>Der duotec-Standort in Halver hat sich zu einem wichtigen Standort f\u00fcr Mikroelektronik entwickelt. Gemeinsam mit weiteren Unternehmen und in enger Zusammenarbeit unter anderem mit der Fachhochschule S\u00fcdwestfalen entstehen hier L\u00f6sungen, die weit \u00fcber die Kreisgrenzen hinaus gefragt sind. F\u00fcr Arthur R\u00f6nisch, Alt-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der duotec GmbH und nunmehr der CEO des Schwesterunternehmens ZELOCON GmbH, ist genau das ein Erfolgsfaktor: \u201eUnsere Kunden kommen nicht zu uns, weil sie etwas aus dem Katalog bestellen m\u00f6chten. Sie kommen mit einer Idee oder eine Herausforderung. Gemeinsam entwickeln wir daraus eine L\u00f6sung. Genau dieses Knowhow macht unsere Arbeit spannend. Bei uns arbeiten hervorragende Fachkr\u00e4fte.\u201c<\/p>\n<p><strong>\u201eElektronische Nase\u201c kann Gase erkennen<\/strong><\/p>\n<p>Wie breit das Portfolio der Entwicklungen inzwischen ist, zeigten Arthur R\u00f6nisch und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Michael Hahn anhand von aktuellen Projekten. Dazu geh\u00f6ren unter anderem intelligente Sitzkissen f\u00fcr Rollstuhlfahrer, die Druckbelastungen messen und so zur Gesundheitsvorsorge beitragen k\u00f6nnen. Dar\u00fcber hinaus neuartige Sensortechnologien zur Gaserkennung. \u201eSensoren werden immer mehr Aufgaben \u00fcbernehmen, die heute noch Menschen oder aufwendige Messsysteme erledigen. Ein Beispiel ist unsere \u201aelektronische Nase\u2018. Sie kann verschiedene Gase erkennen und bietet damit beispielsweise f\u00fcr Feuerwehren oder industrielle Anwendungen interessante Chancen. Auch die Quantensensorik er\u00f6ffnet neue M\u00f6glichkeiten: Mit Hilfe physikalischer Effekte lassen sich beispielsweise kleinste Magnetfelder oder Ver\u00e4nderungen in Materialien mit bisher unerreichter Genauigkeit messen. Das ist ein Technologiefeld mit gro\u00dfem Potenzial f\u00fcr Medizin, Forschung und Industrie\u201c, berichtet Michael Hahn.<\/p>\n<p><strong>Gro\u00dfe wirtschaftliche St\u00e4rke<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr Landrat Ralf Schwarzkopf ist der Unternehmensbesuch vor Ort ein weiterer Beleg daf\u00fcr, welche wirtschaftliche St\u00e4rke der M\u00e4rkische Kreis besitzt. \u201eViele verbinden Innovation noch immer mit Gro\u00dfst\u00e4dten. Tats\u00e4chlich aber sitzen zahlreiche Weltmarktf\u00fchrer und hochspezialisierte Unternehmen dort, wo andere vor allem W\u00e4lder und Mittelgebirge sehen. Genau das macht unsere Region aus. Hier entstehen neue, hochwertige Arbeitspl\u00e4tze, hier k\u00f6nnen Menschen gut leben und an Technologien arbeiten, die weltweit gefragt sind.\u201c Auch die N\u00e4he zu Hochschulen und Forschungseinrichtungen spiele dabei eine wichtige Rolle. Die Zusammenarbeit mit der Fachhochschule S\u00fcdwestfalen erm\u00f6gliche es Unternehmen wie duotec, neue Ideen schnell in marktf\u00e4hige Produkte zu \u00fcberf\u00fchren und qualifizierte Fachkr\u00e4fte in der Region zu halten.<\/p>\n<p><strong>Hintergrund<\/strong><\/p>\n<p>Die ZELOCON GmbH hat als Gesch\u00e4ftsinhalt die Produktion und Lieferung von bei Raumtemperatur supraleitendem Material f\u00fcr die Mikroelektronik einschlie\u00dflich daraus gefertigter elektronischer Komponenten. Die duotec GmbH ist die Firma, die aus diesen und auch anderen Komponenten elektronische Baugruppen und Ger\u00e4te produziert, liefert und diese zuvor entwickelt hat. Damit besteht mit beiden Firmen folgende Durchg\u00e4ngigkeit in der Wertsch\u00f6pfungskette: Material \u2013 Komponenten -Baugruppen &#8211; Ger\u00e4te. Seit dem 1. Januar ist die duotec wieder enger an die Familie ger\u00fcckt: Michael Hahn und Laura Turck-Hahn sind jetzt Eigent\u00fcmer.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(pmk). 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