{"id":28149,"date":"2026-09-16T09:38:27","date_gmt":"2026-09-16T07:38:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mk-journal.de\/?p=28149"},"modified":"2026-09-16T09:38:27","modified_gmt":"2026-09-16T07:38:27","slug":"neue-spielraeume-im-parktheater-iserlohn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/2026\/09\/16\/neue-spielraeume-im-parktheater-iserlohn\/","title":{"rendered":"Neue Spielr\u00e4ume im Parktheater Iserlohn."},"content":{"rendered":"<h4><span style=\"color: #231f20; letter-spacing: -.5pt;\">&#8222;Dein<\/span> <span style=\"color: #231f20; letter-spacing: -.5pt;\">Raum.<\/span> <span style=\"color: #231f20; letter-spacing: -.5pt;\">Dein<\/span> <span style=\"color: #231f20; letter-spacing: -.5pt;\">Theater.&#8220; &#8211; <\/span>Vom Zuschauen zum Mitgestalten<\/h4>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>(PSI). Mit dem neuen Projekt \u201eDein Raum. Dein Theater.\u201c setzt das Parktheater Iserlohn die erfolgreiche Arbeit des Pop-Up-Theaters fort und \u00fcbertr\u00e4gt die dort erprobten Formen der Beteiligung in das eigene Haus. M\u00f6glich wird das dreij\u00e4hrige Projekt durch eine gro\u00dfz\u00fcgige Unterst\u00fctzung im Rahmen des Programms SPIELRAUM des Kultursekretariats NRW G\u00fctersloh, das mit Mitteln des Ministeriums f\u00fcr Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen umgesetzt wird. Unterst\u00fctzt wird das Parktheater zudem vom F\u00f6rderverein Parktheater Iserlohn, der sich an den notwendigen Eigenmitteln beteiligt.<\/p>\n<p><strong>Fokus auf Inklusion<\/strong><\/p>\n<p>Ausgangspunkt sind die Erfahrungen aus dem Pop-Up-Theater in der Iserlohner Innenstadt mit einem Fokus auf Inklusion, Diversit\u00e4t und Teilhabe. Dort konnten neue Zielgruppen erreicht und neue Formen kultureller Teilhabe erprobt werden. Mit \u201eDein Raum. Dein Theater.\u201c folgt nun der n\u00e4chste Schritt: vom Outreach zum Inreach \u2013 hinein ins Parktheater und hin zu einer langfristigen Verbindung mit dem Haus. F\u00fcr Intendant Niels Gamm kn\u00fcpft das Projekt damit unmittelbar an die programmatische Entwicklung des Parktheaters an. Er versteht das Haus als einen \u201egl\u00e4sernen Ort\u201c \u2013 wie ein Schaufenster, das Einblicke erm\u00f6glicht und neugierig auf das macht, was darin geschieht. \u201eWir m\u00f6chten Menschen nicht nur f\u00fcr einzelne Vorstellungen gewinnen. Sie sollen das Parktheater als ihr Theater entdecken, unterschiedliche Zug\u00e4nge finden und im besten Fall selbst zu Mitgestaltenden werden.\u201c Die bestehenden Programm- und Abonnementstrukturen werden deshalb bewusst mit neuen Beteiligungsforma-ten verzahnt.<\/p>\n<h3>Werkstattlinien verbinden Beteiligung und Spielplan<\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>Der k\u00fcnstlerische Arbeitsprozess verl\u00e4uft auf drei Ebenen, die ineinandergreifen, ohne voneinander abh\u00e4ngig zu sein. Mittelpunkt ist das bereits geplante Abonnement-Programm des Parktheaters. Drei inklusive Werkstattlinien in den Bereichen Musik, Schauspiel und Tanz er\u00f6ffnen unterschiedliche Zug\u00e4nge zu den Themen der Vorstellun-gen und zu eigenen k\u00fcnstlerischen Ausdrucksformen. In der dritten Ebene etabliert sich eine Community-B\u00fchne, die mit eigenem, \u00e4sthetischen Ausdruck auf aktive Mitgestaltung und k\u00fcnstlerische Beteiligung ausgerichtet ist.<\/p>\n<p><strong>Studiob\u00fchne spielt eine zentrale Rolle<\/strong><\/p>\n<p>Bei allen Planungen kann nicht von klassischen Begleitprogrammen die Rede sein: Zuschauen, Ausprobieren, Mitmachen und eigenes k\u00fcnstlerisches Arbeiten sollen sich vielmehr gegenseitig beeinflussen. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Studiob\u00fchne. \u201eDieser bisher eher punktuell genutzte Raum darf von den Teilnehmenden regel-recht erobert werden\u201c, freut sich Kulturvermittlerin Miriam Engelmann. \u201eDie Community, die mit dem Pop-Up-The-ater entstanden ist, bekommt damit ein neues Zuhause auf der Alexanderh\u00f6he \u2013 und gleichzeitig ist der Raum offen f\u00fcr alle, die neu dazukommen m\u00f6chten.\u201c<\/p>\n<p><strong>Neue Formen der Beteiligung<\/strong><\/p>\n<p>Nils Rottgardt (K\u00fcnstlerischer Leiter) und Immanuel Bartz (Dramaturg) von Un-Label, einer internationalen und inklusiven Performing Arts Company aus K\u00f6ln sind bei allen Planungen die Prozessbegleitenden des Parktheaters und bringen ihre Expertise in inklusiver und diversit\u00e4tsorientierter Kulturarbeit in die Entwicklung ein. Gemeinsam mit weiteren Partnern aus der professionellen Freien Szene sollen so neue Formen der Beteiligung erprobt und dauerhaft im Haus verankert werden. F\u00fcr Antje Welz, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des Kultursekretariats NRW G\u00fctersloh, trifft das Projekt damit den Kern von SPIELRAUM: Das Programm schafft Raum f\u00fcr kreative Teams, ins-pirierende Produktionen und innovative Vermittlungskonzepte. Besonders begr\u00fc\u00dft Welz, dass das Parktheater mit \u201eDein Raum. Dein Theater.\u201c die Idee des zuvor \u00fcber die Regionale Kulturpolitik gef\u00f6rderten Pop-Up-Theaters strategisch weiterf\u00fchrt. \u201eBemerkenswert ist die Konsequenz, mit der das Parktheater seine strategische Ausrichtung mittel- und langfristig entwickelt und Projekte aufeinander aufbauen l\u00e4sst. Aus einer erfolgreichen Outreach-Idee entsteht jetzt der n\u00e4chste Schritt: die neuen Communities ins Haus zu holen und dort dauerhaft einzubinden.\u201c<\/p>\n<h3>F\u00f6rderverein erm\u00f6glicht besondere Projekte<\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>Auch der F\u00f6rderverein des Parktheater Iserlohn tr\u00e4gt dazu bei, dass dieser Weg gegangen werden kann. Er unterst\u00fctzt das Parktheater bei der Erbringung der notwendigen Eigenmittel f\u00fcr die F\u00f6rderung. F\u00fcr den Vorsitzen-den Dr. Karl Gerhard Junge entspricht das unmittelbar dem Selbstverst\u00e4ndnis des Vereins: \u201eGerade partizipative Workshops und innovative Formate schaffen Kreativit\u00e4t, Selbstvertrauen und Gemeinschaft \u2013 und wirken damit weit \u00fcber den eigentlichen Theaterbesuch hinaus.\u201c Der F\u00f6rderverein wolle dazu beitragen, das Parktheater nach-haltig als offenen Lern- und Erlebnisort zu st\u00e4rken.<\/p>\n<h3>\u201eDrei N\u00fcsse f\u00fcr Aschenbr\u00f6del\u201c macht die Idee konkret<\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>Wie die Verzahnung von Spielplan und Beteiligung praktisch funktioniert, zeigt der erste Workshop der Werkstatt-linie Musik am 12. und 13. Dezember. Ausgangspunkt ist das Familienmusical \u201eDrei N\u00fcsse f\u00fcr Aschenbr\u00f6del\u201c des Theaters a.gon M\u00fcnchen, das am 13. Dezember um 15 Uhr im Parktheater zu sehen ist. Die Inszenierung verbindet die bekannte Geschichte mit Live-Musik und bietet Sehbehinderten einen inklusiven Zugang mit individueller Live-Audio-Deskription.<\/p>\n<p><strong>Zweiteiliger Workshop<\/strong><\/p>\n<p>Gemeinsam mit Markus Brachtendorf von Un-Label und der Audio-Deskriptorin Daniela Benker entsteht rund um die Produktion ein zweiteiliger Workshop. Ein musikalischer Teil greift kreativ Motive der Vorstellung auf und l\u00e4dt zum eigenen k\u00fcnstlerischen Arbeiten in einem kleinen Tonstudio ein. Der zweite Teil widmet sich der Frage \u201eWie funktioniert Audio-Deskription?\u201c und macht praktisch erfahrbar, wie visuelle Vorg\u00e4nge auf einer B\u00fchne so beschrie-ben werden k\u00f6nnen, dass Theater auch f\u00fcr blinde und sehbehinderte Menschen zug\u00e4nglich wird. Die Teilnahme am Workshop am 12. und 13. Dezember ist kostenfrei. Die Anmeldung wird zeitnah \u00fcber die Website des Parktheaters m\u00f6glich sein: <a href=\"https:\/\/parktheater-iserlohn.de\/unser-theater\/dein-raum-dein-theater\/\">https:\/\/parktheater-iserlohn.de\/unser-theater\/dein-raum-dein-theater\/ <\/a>.Damit wird im Kleinen sichtbar, was das gesamte Projekt ausmacht: Eine Vorstellung kann Ausgangspunkt f\u00fcr ganz unterschiedliche Wege durch das Theater sein. Anschauen, ausprobieren, mitmachen, einen eigenen Weg einschlagen und mit neuen Erfahrungen wieder zum Programm zur\u00fcckkehren \u2013 diese Wechselwirkung soll die drei Werkstattlinien Musik, Schauspiel und Tanz pr\u00e4gen.<\/p>\n<h3>Ein Theater, das gemeinsam gestaltet wird<\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>Am Ende steht ein langfristiges Ziel: Menschen sollen nicht nur ins Parktheater kommen, um Theater an-zuschauen. Sie sollen M\u00f6glichkeiten erhalten, \u201eihr\u201c Theater mitzugestalten. Neue Publikumsgruppen sollen dauerhaft an das Haus gebunden, bestehendes Publikum und neue Communities miteinander in Verbindung gebracht und erfolgreiche Beteiligungsformate \u00fcber den F\u00f6rderzeitraum hinaus verstetigt werden. So schlie\u00dft sich der Kreis zum Bild des gl\u00e4sernen Theaters von Niels Gamm: Das Parktheater soll nicht nur zeigen, was auf seinen B\u00fchnen geschieht, sondern sichtbar und zug\u00e4nglich machen, wie Theater entsteht \u2013 und wer daran teilhaben und mitwirken kann.<\/p>\n<p>Fragen zum Projekt und zu den Beteiligungsm\u00f6glichkeiten beantwortet die Kulturvermittlung des Parktheaters Iserlohn. Ansprechpartnerin ist Miriam Engelmann, <a href=\"mailto:miriam.engelmann@iserlohn.de\">miriam.engelmann@iserlohn.de,<\/a> 02371\/217-1909.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Dein Raum. Dein Theater.&#8220; &#8211; Vom Zuschauen zum Mitgestalten \u00a0(PSI).  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