{"id":28279,"date":"2026-09-22T12:11:30","date_gmt":"2026-09-22T10:11:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mk-journal.de\/?p=28279"},"modified":"2026-09-22T12:11:30","modified_gmt":"2026-09-22T10:11:30","slug":"3-000-mk-metaller-beteiligen-sich-am-aktionstag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/2026\/09\/22\/3-000-mk-metaller-beteiligen-sich-am-aktionstag\/","title":{"rendered":"3.000 MK-Metaller beteiligen sich am Aktionstag"},"content":{"rendered":"<p>(EB). Weit \u00fcber 100.000 Menschen haben am Aktionstag (21. September) der IG Metall zur Zukunft der Auto- und Autozuliefer-Industrie in Deutschland teilgenommen. Im M\u00e4rkischen Kreis haben sich \u00fcber 3.000 Kolleginnen und Kollegen an einer Unterschriftenaktion f\u00fcr die heimische Zulieferindustrie beteiligt.<\/p>\n<p><strong>Regionaler Teil:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>In Iserlohn haben sich unter anderem die Belegschaften der Betriebe Kirchhoff-Witte sowie Risse und Wilke beteiligt. Alleine bei Kirchhoff-Witte konnten IG Metall und Betriebsrat etwa 200 Unterschriften einsammeln. Bereits am Freitagnachmittag fand eine Betriebsversammlung statt, auf der die IG Metall auf die Zust\u00e4nde in der Zulieferindustrie hingewiesen hat.<\/li>\n<li>Im Raum L\u00fcdenscheid und Nachbarst\u00e4dte haben sich unter anderem die Belegschaften der Betriebe Kostal Automobil-Elektrik, Kostal Kontakt Systeme, Gerhardi Kunststofftechnik und Linamar Halver an der Unterschriftenaktion beteiligt. \u00dcber 1.000 Unterschriften konnten die Kolleginnen und Kollegen auf den Bannern der IG Metall sammeln.<\/li>\n<li>In Meinerzhagen hat sich unter anderem die Belegschaft der Firma Otto Fuchs KG an der Unterschriftenaktion beteiligt. Betriebsrat und Vertrauensleute der IG Metall sammelten heute an einem Infostand auf dem Werksgel\u00e4nde mehrere Hundert Unterschriften aus der Belegschaft, um die Wichtigkeit des Anliegens hervorzuheben.<\/li>\n<li>In Plettenberg haben sich unter anderem die Belegschaften der Firmen Linamar, OSO Precision und Prinz GmbH an der Unterschriftenaktion beteiligt. Aktive Kolleginnen und Kollegen sammelten mehrere Hundert Unterschriften aus der Belegschaft, um die Wichtigkeit des Anliegens hervorzuheben.<\/li>\n<li>In Neuenrade hat sich unter anderem die Belegschaft der Firma ALCAR Leichtmetallr\u00e4der an der Unterschriftenaktion beteiligt. \u00dcber 100 Kolleginnen und Kollegen haben Aktion und Aufruf der IG Metall unterst\u00fctzt, um die Wichtigkeit des Anliegens hervorzuheben.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Ferber fordert Schutz-Ma\u00dfnahmen<\/strong><\/p>\n<p>Fabian Ferber, Erster Bevollm\u00e4chtigter der IG Metall M\u00e4rkischer Kreis, fordert von Automobilherstellern und politisch Verantwortlichen Ma\u00dfnahmen zum Schutz der heimischen Zulieferindustrie:<\/p>\n<p>\u201eUnsere Betriebe sind darauf ausgelegt, p\u00fcnktlich, viel und in hoher Qualit\u00e4t Zulieferteile zu liefern. Es sch\u00fctzt die Wertsch\u00f6pfungskette und damit die Zulieferindustrie nicht, wenn die deutsche Automobilindustrie st\u00e4rker die Interessen von Aktion\u00e4ren bedient als die Sicherheit der Lieferkette. Schaut man sich an, wie hoch die Aussch\u00fcttungen von Dividenden bei VW, Mercedes und BMW in den letzten Jahren gewesen ist, scheint man ja doch noch Geld verdienen zu k\u00f6nnen in der Auto-Branche.<\/p>\n<p>Es mangelt an Investitionen in Technologien und Belegschaften. Parallel setzt man auf China und auch auf die USA. Das ist unverantwortlich, wenn man sich anschaut, in welchem Ma\u00dfe die Amerikaner mit hohen Z\u00f6llen unsere Wirtschaft angreifen und der chinesische Staat mit Subventionen f\u00fcr unfairen Wettbewerb sorgt. Die deutschen Zulieferstandorte brauchen Sicherheit. Sie brauchen hohe St\u00fcckzahlen, damit sich der Betrieb der heimischen Betriebe rechnet. Und sie brauchen die Zusage der hiesigen Automobilhersteller, dass sie ein Interesse an Zulieferung Made in Germany haben.<\/p>\n<p>In den letzten Jahren haben insbesondere Berater und Experten dazu geraten, nur noch Autos mit hohen Gewinnmargen je produziertem Auto zu produzieren. Dies ist volkswirtschaftlich hochriskant: Wenn weniger Autos gebaut werden, werden auch weniger Zulieferteile ben\u00f6tigt. Werden weniger Zulieferteile ben\u00f6tigt, sinkt die Auslastung unserer Werke \u2013 und die fahren nur Gewinne ein, wenn die Auslastung hoch ist. Wenn sich die Autoindustrie nicht weiter von anderen M\u00e4chten abh\u00e4ngig machen will, muss sie endlich strategisch umsteuern.<\/p>\n<p>Gleichzeitig brauchen wir nun Tempo aus Br\u00fcssel und Berlin. Der Strom muss billiger werden. Hier sind endlich Taten gefragt. Gleichzeitig brauchen wir eine Antwort auf hohe Z\u00f6lle aus Amerika und hohe Subventionen auf billige Autos aus dem asiatischen Raum. Viele Menschen haben das Gef\u00fchl, dass der Verweis auf markwirtschaftliche Prinzipien am Ende dazu f\u00fchren wird, dass wir am Ende die Dummen sind. Europa muss mutiger werden.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(EB). Weit \u00fcber 100.000 Menschen haben am Aktionstag (21. 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