{"id":28467,"date":"2026-10-01T13:57:34","date_gmt":"2026-10-01T11:57:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mk-journal.de\/?p=28467"},"modified":"2026-10-01T13:57:34","modified_gmt":"2026-10-01T11:57:34","slug":"ver-di-waehlt-bezirksvorstand-neu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/2026\/10\/01\/ver-di-waehlt-bezirksvorstand-neu\/","title":{"rendered":"ver.di w\u00e4hlt Bezirksvorstand neu"},"content":{"rendered":"<p><strong>Gro\u00dfe Zustimmung f\u00fcr Detlef Steinbach<\/strong><\/p>\n<p>(EB). Unter dem Motto \u201eMacht. Zukunft. Gemeinsam.\u201c trafen sich 46 ver.di-Delegierte in der Stadthalle Hagen, um die zur\u00fcckliegende Wahlperiode zu bewerten, die Weichen f\u00fcr ihre Arbeit in den n\u00e4chsten vier Jahren zu stellen und um einen neuen Vorstand zu w\u00e4hlen. Detlef Steinbach (Deutsche Telekom, Senioren), der den Vorsitz des Bezirksvorstandes in der laufenden Amtsperiode bereits kommissarisch \u00fcbernommen hatte, wurde mit gro\u00dfer Zustimmung im Amt best\u00e4tigt. Zur stellvertretenden Vorsitzenden wurde Melanie Weik-Hensel (Stadt Hagen) gew\u00e4hlt. Ein wichtiges Anliegen der zuk\u00fcnftigen Arbeit wird die St\u00e4rkung der Mitgliederentwicklung sein.<\/p>\n<p><strong>Sozialstaatreformen im Mittelpunkt<\/strong><\/p>\n<p>Detlef Steinbach er\u00f6ffnete die Bezirkskonferenz, verbunden mit einem Dank f\u00fcr die geleistete Arbeit an die ausscheidenden Mitglieder in den gewerkschaftlichen Gremien und im Bezirksvorstand. Gru\u00dfworte sprachen der Regionsgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des DGB S\u00fcdwestfalen, Ren\u00e9 Scholtissek, Samira Sohail von der ver.di-Jugend S\u00fcdwestfalen sowie die Leiterin des ver.di Landesbezirks Nordrhein-Westfalen, Gabriele Schmidt. Im Mittelpunkt der Reden standen die Sozialstaatsreformen der Bundesregierung, zu der zeitgleich eine Protestaktion in Essen stattfand, an der sich rund 18.000 Menschen beteiligt hatten. Die Versammlung schickte solidarische Gr\u00fc\u00dfe zu den De-monstrierenden nach Essen.<\/p>\n<p><strong>Gerechtere Finanzierung<\/strong><\/p>\n<p>ver.di-Landesbezirksleiterin Gabi Schmidt forderte eine gerechtere Finanzierung \u00f6ffentlicher gro\u00dfe Verm\u00f6gen und hohe Einkommen m\u00fcssten viel st\u00e4rker zur Finanzierung des Gemeinwesens beitragen. Es k\u00f6nne nicht sein, dass Besch\u00e4ftigte, Rentnerinnen und Rentner oder Familien immer wieder die Zeche zahlen sollten, w\u00e4hrend riesige Verm\u00f6gen geschont w\u00fcrden. Die zunehmende Ungleichheit sei eine reale Gefahr f\u00fcr die Spaltung der Gesellschaft Seit Monaten h\u00f6re man nahezu t\u00e4glich dieselbe Geschichte: Wirtschafts- und Arbeitgeberverb\u00e4nde sowie Teile der Politik behaupteten in Interviews und Reden, der So-zialstaat sei zu gro\u00df, zu teuer und eine Belastung f\u00fcr wirtschaftliches Wachstum<\/p>\n<p><strong>Strategie ist klar<\/strong><\/p>\n<p>Die Strategie dahinter sei klar: Radikale Ma\u00dfnahmen und Zumutungen w\u00fcrden in der \u00d6ffentlichkeit Besch\u00e4ftigten, Teilzeitkr\u00e4ften und Leistungsempf\u00e4ngern mangelnde Leistungsbereitschaft oder Bequemlichkeit, angesichts sozialstaatlicher Errungenschaften vorgeworfen. Sp\u00e4tere Einschnitte im Sozialstaat sollten dadurch als angemessene Ma\u00dfnahmen erscheinen. Die Grenze dessen, was gesellschaftlich mit Blick auf den Sozialstaat als normal und notwendig erscheine, w\u00fcrde so Schritt f\u00fcr Schritt verschoben.<\/p>\n<p><strong>Ungerechtigkeit kein Naturgesetz<\/strong><\/p>\n<p>Statt dar\u00fcber zu sprechen, wie unser Sozialstaat gerechter finanziert und gestaltet werden k\u00f6nne, w\u00fcrde nur dar\u00fcber diskutiert, wo gek\u00fcrzt werden soll. \u201eFragen wie die nach einer st\u00e4rkeren Beteiligung der Reichsten an der Finanzierung unseres Gemeinwesens, kommen in dieser Erz\u00e4hlung nicht vor\u201c, so Gabi Schmidt. Diese Debatte sei gef\u00e4hrlich und habe vor allem f\u00fcr Arbeitnehmende gravierende Folgen &#8211; mehr arbeiten, l\u00e4nger arbeiten, sp\u00e4ter in Rente, weniger soziale Sicherheit und Rechte. Die im Bundestag Anfang M\u00e4rz verabschiedete \u201eneue Grundsicherung\u201c sei Ausdruck und warnendes Beispiel f\u00fcr diese Politik. \u201eWir m\u00fcssen da sein und f\u00fcr einen starken Protest sorgen. Ungerechtigkeit sei kein Naturgesetz. Gemeinsam k\u00f6nne man etwas bewirken. \u201eLasst uns zusammen mit unseren B\u00fcndnispartnern das soziale Gewissen in diesem Land sein\u201c, appellierte Gabi Schmidt abschlie\u00dfend an die Delegierten.<\/p>\n<p><strong>26.000 Mitglieder<\/strong><\/p>\n<p>An Infost\u00e4nden pr\u00e4sentierten das Bunte Haus (ver.di-Bildungsst\u00e4tte Bielefeld), das DGB-Bildungswerk, ver.di b&amp;b und die GUV-Fakulta ihr Angebot. Den musikalischen Rahmen gestaltete der Liedermacher und Geschichtenerz\u00e4hler Bj\u00f6rn Nonnweiler.<br \/>\nMichael Schnippering, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des ver.di Bezirks S\u00fcdwestfalen, gab einen \u00dcberblick \u00fcber die Arbeit der vergangenen vier Jahre und erl\u00e4uterte den Gesch\u00e4fts-bericht. Der weitere Vormittag wurde von verschiedenen Wahlg\u00e4ngen gepr\u00e4gt. Der neue Vorstand repr\u00e4sentiert die im Bezirk vertretenen Fachbereiche und Personengruppen, die vier Ortsvereine sowie die rund 26.000 Mitglieder des ver.di Bezirks S\u00fcdwestfalen. Die Delegierten berieten \u00fcber die vorliegenden zw\u00f6lf Antr\u00e4ge, die sich \u00fcberwiegend mit Tarif- und Arbeitsmarktpolitik besch\u00e4ftigten, aber auch mit gesellschaftlichen Problemen, Bildung und innerorganisatorischen Fragen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gro\u00dfe Zustimmung f\u00fcr Detlef Steinbach (EB). Unter dem Motto \u201eMacht.  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