{"id":28601,"date":"2026-10-08T09:34:33","date_gmt":"2026-10-08T07:34:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mk-journal.de\/?p=28601"},"modified":"2026-10-08T09:34:33","modified_gmt":"2026-10-08T07:34:33","slug":"unternehmen-brauchen-luft-zum-atmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mk-journal.de\/index.php\/2026\/10\/08\/unternehmen-brauchen-luft-zum-atmen\/","title":{"rendered":"Unternehmen brauchen \u201eLuft zum Atmen\u201c"},"content":{"rendered":"<h4>Auftakt der Tarifverhandlungen: Der M\u00e4rkische Arbeitgeberverband war dabei<\/h4>\n<p>(EB). Zum Auftakt der Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie in D\u00fcsseldorf haben die Metallarbeitgeber aus der M\u00e4rkischen Region die Tarifrunde 2026 als eine der schwierigsten Tarifrunden der vergangenen Jahrzehnte bezeichnet. Die Unternehmen st\u00fcnden unter massivem Kosten- und Wettbewerbsdruck, so Fabian Schmidt, stellvertretender Vorsitzender des M\u00e4rkischen Arbeitgeberverbandes (MAV), der gemeinsam mit MAV-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer \u00d6zg\u00fcr G\u00f6kce beim Start der Verhandlungen in D\u00fcsseldorf dabei war. Vor diesem Hintergrund sei die Forderung der IG Metall nach einer Lohnerh\u00f6hung um f\u00fcnf Prozent v\u00f6llig unrealistisch.<\/p>\n<p><strong>\u00a0Tiefgreifende Strukturkrise<\/strong><\/p>\n<p>\u201eDiese Tarifrunde unterscheidet sich grundlegend von fr\u00fcheren Tarifrunden. Unsere Unternehmen k\u00e4mpfen nicht mit einer vor\u00fcbergehenden Konjunkturdelle, sondern m\u00fcssen sich in einer tiefgreifenden Strukturkrise des Standorts Deutschland gegen erhebliche Verluste an Wettbewerbsf\u00e4higkeit behaupten\u201c, erkl\u00e4rte Schmidt. \u201eWir brauchen deshalb tarifpolitische L\u00f6sungen, die den Unternehmen Luft zum Atmen lassen, Investitionen wieder erm\u00f6glichen und damit industrielle Wertsch\u00f6pfung und Jobs sichert.\u201c<\/p>\n<p><strong>Hohe Arbeitskosten<\/strong><\/p>\n<p>Ein betr\u00e4chtlicher Kostenfaktor f\u00fcr die Unternehmen sei der hohe Lohnkostenanteil an den Einkaufskosten mit im Mittel 30 Prozent \u2013 im Mittelstand liege er sogar bei 50 Prozent, sagte Schmidt. \u201eDie hohen Arbeitskosten sind eine wesentliche Ursache f\u00fcr die massive Wettbewerbsschw\u00e4che der Unternehmen an unserem Industriestandort. Dieser Kostendruck muss jetzt runter\u201c, betonte der Verbandsvertreter.<\/p>\n<p><strong>Entscheidend f\u00fcr Tarifbindung<\/strong><\/p>\n<p>Diese Tarifrunde sei auch eine entscheidende f\u00fcr die Tarifbindung und die Akzeptanz des Fl\u00e4chentarifvertrags. \u201eDer Fl\u00e4chentarif kann seine St\u00e4rke nur bewahren, wenn er Antworten auf die wirtschaftlichen Herausforderungen der Unternehmen vor Ort bietet\u201c, erkl\u00e4rte Schmidt \u201eHier haben die Tarifvertragsparteien eine gro\u00dfe Verantwortung.\u201c Gegenw\u00e4rtig verliere die M+E-Industrie Nordrhein-Westfalens Monat f\u00fcr Monat rund 2.500 Arbeitspl\u00e4tze \u2013 viele davon auch in der M\u00e4rkischen Region, der Industrieregion Nummer eins in NRW, erkl\u00e4rte Schmidt.<\/p>\n<p><strong>Arbeitspl\u00e4tze in der Region erhalten<\/strong><\/p>\n<p>\u201eUnser gemeinsames Ziel muss es sein, industrielle Arbeitspl\u00e4tze in Deutschland und in unserer Region zu erhalten. Daf\u00fcr brauchen wir wettbewerbsf\u00e4hige Unternehmen, Investitionen und verl\u00e4ssliche Rahmenbedingungen. Die Tarifpolitik kann die strukturellen Probleme des Standorts nicht allein l\u00f6sen \u2013 sie kann aber einen wichtigen Beitrag leisten\u201c, so Schmidt.<\/p>\n<p><strong>Die Tarifverhandlungen in D\u00fcsseldorf begannen mit einem Austausch der Positionen von Arbeitgebern und Gewerkschaft. Sie werden voraussichtlich noch im Laufe des Oktobers fortgesetzt.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auftakt der Tarifverhandlungen: Der M\u00e4rkische Arbeitgeberverband war dabei (EB). 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