
Die Teilnehmer des 23. Runden Tisches netzwerkten in der Galileo-Pyramide. Foto: Barbara Sander-Graetz/Südwestfalen Agentur GmbH
Austausch beim Runden Tisch „Willkommen in Südwestfalen“
Von Arbeitgeberattraktivität bis Leerstandsmanagement
(EB). Enger Austausch, neue Ideen und konkrete Impulse, das zeichnete den 23. Runden Tisch „Willkommen in Südwestfalen“ der „Südwestfalen Agentur GmbH“ im Galileo Park aus. Teilnehmende aus rund 30 kommunalen Wirtschaftsförderungen und dem Stadtmarketing nutzten die Gelegenheit, Erfahrungen zu teilen und voneinander zu lernen. Lennestadts Bürgermeister Tobias Puspas eröffnete die Veranstaltung mit klaren Worten: „Wir müssen in Südwestfalen noch enger zusammenrücken, um uns an den richtigen Stellen gemeinsam für unsere Region einzusetzen.“
Kommunen wichtige Multiplikatoren
Saskia Haardt-Cerff präsentierte die vielseitigen Angebote für Arbeitgeber zur Stärkung ihrer Arbeitgeberattraktivität, die im Rahmen der „Arbeitgeberschmiede Südwestfalen“ entwickelt wurden. Das Unterstützungsangebot ist ein wichtiger Baustein zur Fachkräftesicherung in Südwestfalen, denn die Angebote machen Arbeitgeber in den 59 Kommunen in Südwestfalen noch sichtbarer und setzen Impulse zur Attraktivierung. Saskia Haardt-Cerff betonte: “Die Kommunen sind für uns wichtige Multiplikatoren, um die vielseitigen Angebote bei den Arbeitgebern bekannt zu machen. Gerne kommen wir auch persönlich zu unternehmerischen Netzwerktreffen vor Ort in die Kommunen, um diese vorzustellen“.
Viele Beispiele präsentiert
Die Wirtschaftsförderung Lennestadt präsentierte mit dem „Projektladen“ und dem „Raum der Ideen“ Initiativen, die Netzwerke stärken, Innovationen fördern und Leerstände kreativ nutzen. Fabienne Knoche von der Stadt Soest führte den achtstufigen Prozess zur Entwicklung einer Arbeitgebermarke im öffentlichen Dienst vor, mit dem die Stadt als erste Kommune beim „Arbeitgebermarketing-Award“ der „Arbeitgeberschmiede Südwestfalen“ den dritten Platz erreichte. Zudem zeigte Katja Teixeira, wie die Universitätsstadt Siegen mit Zentrenmanagement, Veranstaltungen und Markenprozessen auf Leerstände, Onlinehandel und verändertes Konsumverhalten reagiert.
Nicht nur lange ankündigen
Im Barcamp-Format tauschten sich die Teilnehmenden praxisnah zu Themen wie Fördergeldern, Sonntagsöffnungen, Sicherheitskonzepten, Leerstandsmanagement, Bürgeridentifikation sowie KI- und Veranstaltungstools aus. Vorgestellt wurden unter anderem Fördermöglichkeiten über die NRW.Bank, „KI-Buddys“ zur internen Unterstützung und gemeinsame Tools zur regionalen Terminplanung. Diskussionen betonten die Bedeutung der Zusammenarbeit mit ver.di bei Sonntagsöffnungen, klarer Standards für Sicherheitskonzepte und kreativer Zwischenlösungen bei Leerständen. Kleine Maßnahmen wie Illuminationen oder Bürgerbefragungen stärken zudem die Identifikation. „Nicht lange ankündigen, sondern tun. Dann merken die Menschen, es bewegt sich was“, so Carina Gramse (Sundern-Sorpesee GmbH).
Konkrete Impulse – wertvolle Kontakte
Das Fazit des Barcamps: Der offene Austausch lieferte konkrete Impulse, wertvolle Kontakte und praxisnahe Lösungen. Marie Ting von der Südwestfalen Agentur zog ein positives Fazit und gab einen Ausblick: „Was uns wirklich stärkt, ist unser innerer Kit. Der Runde Tisch ist der Ort, an dem diese Stärke lebendig wird. Er ist eine einmalige und wichtige Plattform für echten Austausch.“

