Die Iserlohn Kangaroos unterlagen in Sandersdorf 2,4 Sekunden vor dem Ende mit 59:60. Archivfoto: Calvin Vorsmann, cnipsr

Bitteres Ende in Sandersdorf

Zuletzt geändert: 18. Januar 2026Von

Kangaroos unterliegen hauchdünn mit 60:59

(EB). Die Iserlohn Kangaroos haben am 17. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord eine der bittersten Niederlagen der Saison hinnehmen müssen. Beim Auswärtsspiel bei den BSW Sixers unterlag das Waldstadt-Team nach dramatischen Schlussminuten mit 60:59, trotz klarer Vorteile über mehr als 35 Minuten Spielzeit. Die Kangaroos starteten furios in die Partie und setzten früh offensive Akzente von außen. Christopher Schultz und Daniel Zacek trafen jeweils aus der Distanz und Iserlohn erzielte die ersten acht Punkte der Begegnung

Glynn Hubbard verletzt ins Krankenhaus

Früh überschattet wurde der starke Auftakt jedoch durch die Verletzung von Point Guard Glynn „Trey“ Hubbard III, der bereits nach 42 Sekunden Spielzeit mit einer Verletzung über dem Auge ausschied und zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden musste. Dennoch behaupteten die Gäste nach einem durch viele Unterbrechungen geprägten ersten Viertel eine 18:14-Führung.

Strenge Linie der Schiris

Auch im zweiten Abschnitt bestimmten die Kangaroos das Geschehen. Jordan Iloanya eröffnete erneut mit einem Dreier, defensiv zwang Iserlohn die Sixers immer wieder zu Würfen aus ungünstigen Positionen. Die sehr strenge Linie der Schiedsrichter auf beiden Seiten ließ jedoch kaum Spielfluss zu und stellte insbesondere die intensive Verteidigung der Kangaroos immer wieder vor Probleme. Zur Pause führte Iserlohn dennoch verdient mit 34:28.

47:35 geführt

Nach dem Seitenwechsel kam das Team von Headcoach Toni Prostran hochkonzentriert aus der Kabine. Kapitän Ruben Dahmen traf direkt von außen, wenig später wuchs der Vorsprung auf 15 Punkte an. Beim Stand von 43:28 sah sich Sandersdorf zu einer frühen Auszeit gezwungen. Mit einer aggressiven, gut organisierten Defense ließen die Kangaroos nur sieben Punkte im dritten Viertel zu und gingen mit einer komfortablen 47:35-Führung in den Schlussabschnitt.

26 Fouls

Im vierten Viertel machte sich die enge Linie der Unparteiischen dann zunehmend bemerkbar. Center Tyson Leitao musste früh mit seinem fünften persönlichen Foul vom Feld, kurz vor Schluss traf es auch Sadiq Ajagbe, der ebenfalls foulausgeschieden die intensive Schlussphase von außen verfolgen musste. Damit fehlten den Kangaroos in der entscheidenden Phase, neben Kevin Strangmeyer der krankheitsbedingt in Iserlohn blieb, zwei weitere große, reboundstarke Akteure. Die insgesamt 26 Fouls auf Iserlohner Seite, brachten die Sixers immer wieder an die Freiwurflinie, wo sie 19 (von 28) einfache Punkte sammeln konnten.

Entscheidung 2,4 Sekunden vor Schluss

Sandersdorf nutzte diese Vorteile konsequent, kam Punkt für Punkt heran und glich 3:45 Minuten vor dem Ende aus. In einer hochintensiven Schlussphase übernahmen die Gastgeber 1:20 Minuten vor der Sirene erstmals die Führung. Christopher Schultz glich nochmals aus, ehe David Pavljak die Kangaroos 10,2 Sekunden vor dem Ende per Freiwurf mit 59:58 in Führung brachte. Nach der letzten Auszeit trafen die Sixers jedoch bei noch 2,4 Sekunden Restspielzeit zum entscheidenden 60:59.

Fazit:

Die Kangaroos waren über weite Strecken die spielbestimmende Mannschaft, wurden im Schlussviertel jedoch durch Foulprobleme, personelle Ausfälle und den fehlenden Spielfluss ausgebremst. Eine Niederlage, die schmerzt und angespannte Tabellensituation weiter verschärft. Dennoch ist die Tabelle auch nach dem 17. Spieltag noch eng und die Chance auf eine Playoff-Teilnahme für die Kangaroos bleibt bestehen. Weiter geht’s für Iserlohn am kommenden Samstag, den 24. Januar, um 19:30 Uhr gegen die TKS 49ers und damit ihren direkten Verfolger.