Etwa 1.000 Bauern und Bäuerinnen aus Südwestfalen, Rheinland-Pfalz und Hessen wollen dringend wirksamen Schutz für ihre Nutztiere. Foto: WLV

Endlich wirksames Wolfsmanagement

Zuletzt geändert: 27. Januar 2026Von

Kundgebung der Weidetierhalter mit Beteiligung aus Südwestfalen

(EB). „Endlich wirksames Wolfmanagement“ – so lautete die plakative Forderung der rund 1.000 Weidetierhalter, die sich jetzt im Dreiländereck Nordrhein-Westfalen/Rheinland-Pfalz/Hessen im Ort Rehe anlässlich der jüngsten Wolfsrisse zu einer Kundgebung rund um ein großes Feuer getroffen hatten. Unterstützung bekamen die rheinland-pfälzischen Bauern und Bäuerinnen von ihren Berufskollegen der Mittelgebirgsallianz – den Landwirtschaftlichen Kreisverbänden Siegen-Wittgenstein, Märkischer Kreis und Olpe im Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband.

Keine wirksamen Lösungen

Viele Weidetierhalterinnen und Weidetierhalter erleben die Rückkehr des Wolfes als einen gesellschaftlich und politisch gesetzten Rahmen, bei dem Wunsch und Wirklichkeit weit auseinanderklaffen. Für ein Miteinander von Weidetierhaltung und Wolf gibt es bis heute keine ausreichend tragfähigen und wirksamen Lösungen. Entsprechend groß ist aktuell der Bedarf an Protest, Austausch und sichtbarer Unterstützung.

Kernforderungen

Konzentriert trugen Betroffene und Verantwortliche aus den Bauernverbänden die Kernforderungen vor, die sich an Bund und Länder gleichzeitig richten:

  • Die umgehende Anpassung des Bundesjagd- sowie des Bundesnaturschutzgesetzes
  • Ein praxistaugliches Wolfsmanagement für alle Bundesländer bereits ab dem Jahr 2026
  • Die Einführung einer bundesgesetzlichen Entnahmequote mit der Möglichkeit für die Bundesländer, höhere Abschusszahlen gesondert festzulegen
  • Die zeitnahe und unbürokratische Entnahme von Problemwölfen unabhängig von Managementplänen
  • Die Übernahme auch aller Unterhaltungskosten für den Herdenschutz
  • Die Ausweisung umfassender Weidegebiete, in denen keine wolfsabweisende Zäunung möglich ist

Landrat auf  Seiten der Gastgeber

Vor allem Redner Achim Schwickert, Landrat des Westerwaldkreises, nahm die Argumente der Tierhalter auf und stellte sich in seinem Beitrag deutlich auf die Seite der Gastgeber. Köpfe vor Ort aus Südwestfalen waren Michael Richard, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Olpe und des Bezirksverbandes Sauerland-Hellweg im Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband, Kreisgeschäftsführer Stephan Ludewig und der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Ortsverbandes Burbach/Neunkirchen, Heiko Betz.