Leitstellenleiter Frank Japes, Landrat Theo Melcher und Patrick Becker, Leiter des Fachdienstes „Brand- und Bevölkerungsschutz, Rettungsdienst“ (von rechts), loben Einsatz, Verantwortung und Sachverstand der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Rettungsleitstelle des Kreises Olpe. In diesem Jahr zieht die Leitstelle aus dem Kreishaus um in das neue Gefahrenabwehrzentrum (GAZ) des Kreises Olpe. Foto: Kreis Olpe

24.303 Notrufe in der Olper Kreisseiststelle

Zuletzt geändert: 11. Februar 2026Von

(PKO). Der Notruf 112 ist in Deutschland und europaweit die zentrale Rufnummer für medizinische Notfälle und Brände – selbstverständlich auch im Kreis Olpe. Rund um die Uhr und an sieben Tagen in der Woche nehmen geschulte Kräfte in der Kreisleitstelle in Olpe die 112-Notrufe entgegen.  Alle Disponentinnen und Disponenten in der Kreisleitstelle sind ausgebildete Notfallsanitäterinnen oder Notfallsanitäter sowie ausgebildete Feuerwehrmänner und -frauen mit einer Zusatzausbildung für die Tätigkeit in der Leitstelle. Sie erfassen die wichtigen Informationen und setzen die entsprechenden Rettungskräfte sowie -mittel in Bewegung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten bis zum Ende der jeweiligen Einsätze weitere Unterstützung, alarmieren gegebenenfalls zusätzliche Kräfte und dokumentieren sämtliche Abläufe.

67 Anrufe pro Tag

Um die europaweite Gültigkeit des Notrufs 112 bekannter zu machen, ist der 11.2. zum „Europäischen Tag des Notrufs 112“ erklärt worden. Er bietet Anlass, in die Statistik der Leitstelle des Kreises Olpe zu blicken.

  • Im vergangenen Jahr gingen 24.303 Notrufe in der Kreisleitstelle ein, die Einsätze verschiedener Kräfte des Bevölkerungsschutzes auslösten. Das sind im Schnitt fast 67 Notrufe am Tag.
  • Die mit Abstand meisten Anrufe erfolgten im Jahr 2025 wegen medizinischer Notfälle: 14.263 Notfallrettungseinsätze wurden von der Leitstelle im Olper Kreishaus disponiert (2024: 13.780).
  • Krankentransporte wurden 3.946-mal (Vorjahr: 3.832) über die Kreisleitstelle angefordert.
  • 509 Notrufe gingen wegen Bränden bei der Kreisleitstelle ein. Von hier aus wurden je nach Intensität und Örtlichkeit der Brände die Feuerwehren der sieben kreisangehörigen Städte und Gemeinden in Gang gesetzt und während der Einsätze weiterhin organisatorisch unterstützt. Im Jahr 2024 registrierte die Leitstelle kreisweit 493 Brandeinsätze.
  • 444-mal „klingelte“ es, weil technische Hilfeleistungen – beispielsweise bei Verkehrs- und Badeunfällen oder zur Beseitigung von Unwetter-Schäden – notwendig waren (2024: 524).

Dank und Respekt für Mitarbeitende

„Hinter all diesen Zahlen stehen die Kolleginnen und Kollegen, die den Menschen im Kreis Olpe tagtäglich mit großem Einsatz, großer Verantwortung und großem Sachverstand in Notlagen helfen“, betont Landrat Theo Melcher. „Ihnen gebührt Dank und Respekt für ihre Arbeit – ebenso wie den vielen ehrenamtlichen Kräften in den verschiedenen Organisationen des Bevölkerungsschutzes.“ „Wichtig ist, dass der Notruf 112 ausschließlich in Notfällen genutzt wird“, appelliert Patrick Becker. „Nur dann können die Kolleginnen und Kollegen ihr ganzes Wissen für die Bewältigung der Noteinsätze einbringen“, so der Leiter des Fachdienstes „Brand- und Bevölkerungsschutz, Rettungsdienst“ des Kreises Olpe weiter.

Ausblick:

Voraussichtlich im zweiten Quartal dieses Jahres zieht die Leitstelle für Brandschutz, Hilfeleistung, Katastrophenschutz und Rettungsdienst ins neue Gefahrenabwehrzentrum (GAZ) des Kreises Olpe um. In vielfältiger Weise erfüllen die 1996 bezogenen Räumlichkeiten im Kreishaus nicht mehr den vorgeschriebenen und üblichen Standards. Insbesondere ist die derzeitige Leitstelle räumlich nicht geeignet, die Anforderungen des Leitstellenverbundes mit den Nachbarkreisen zu erfüllen. In diesem Verbund muss gewährleistet sein, dass jede Leitstelle bei einem Totalausfall einer anderen Leitstelle die Disposition im entsprechenden Kreis mit übernehmen kann.