
Der aktuelle Vorstand des SPD-Stadtverbandes Iserlohn. Gewählt am 29. April 2025, ist im April 2026 wieder Geschichte. Archivfoto: Hendrik Klein
SPD-Iserlohn stellt sich organisatorisch neu auf
Stadtverband und Ortsvereine werden aufgelöst
(EB). Zum 31. März werden sich die fünf SPD- Ortsvereine in Iserlohn zu einem großen SPD-Ortsverein Iserlohn zusammenschließen. Die Ebene des Stadtverbandes, der bisher das gemeinsame Dach der Parteigliederungen Hennen-Kalthof, Letmathe, Nordwest, Ost und Zentrum bildete, entfällt. „Wir wollen die SPD in Iserlohn arbeits- und zukunftsfähig aufstellen. Deshalb bündeln wir jetzt unsere ehrenamtlichen Kräfte und bauen diese Doppelstruktur mit dem Stadtverband ab“, erklärt Michael Scheffler, amtierender Vorsitzender des SPD-Stadtverbandes.
Beschluss des SPD-Unterbezirks MK
Formal beschlossen hat die Fusion der SPD-Unterbezirk Märkischer Kreis auf Vorschlag der Iserlohner Ortsvereine Ost und Nordwest. Im Rahmen von Mitgliederversammlungen haben aber auch die anderen drei Ortsvereine der Zusammenlegung zugestimmt – insgesamt gab es von den Parteigliederungen drei einstimmige und zwei mehrheitliche Voten für diese Maßnahme. Im Rahmen einer Neugründungs- und Jahreshauptversammlung am Dienstag, den 14. April, im Saalbau Letmathe werden die rund 300 Mitglieder der Iserlohner SPD dann auch einen neuen Vorstand wählen.
Schritt in die richtige Richtung
Für den Vorsitzenden der SPD im Märkischen Kreis, Fabian Ferber, ist dies „ein zeitgemäßer Schritt in die richtige Richtung“. Bereits vor zwei Jahre sei man in Lüdenscheid ebenfalls diesen Weg gegangen und habe aus den dortigen vier Ortsvereinen einen großen gemacht. Ferber erklärt: „Wir brauchen schlankere Strukturen. Zum Teil sind die Vorstandsfunktionen in den verschiedenen Parteigliederungen mit den gleichen Leuten besetzt, was Ressourcen bindet, die wir sinnvoller einsetzen sollten. Künftig können wir viel effektiver und zielgerichteter arbeiten. Das erleichtert es auch, ehrenamtliches Engagement in der Partei mit Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen.“
Lokale Verankerung bleibt
„Die größer werdenden Herausforderungen für eine moderne, zukunftsgewandte Parteiarbeit vor Ort erfordern eine starke Gemeinschaft, um die Aufgaben in einem schlagkräftigen Team gut bewältigen zu können“, betont Michael Scheffler. „Gleichwohl wird die SPD die lokale Verankerung in den Stadtteilen nicht aufgeben. Die Bürgerinnen und Bürger haben weiterhin Ansprechpartner, die sich vor Ort auskennen, unkompliziert erreichbar sind und sich kümmern. Das ist und bleibt die Stärke unserer SPD.“

