
Iserlohns Kämmerer Michael Wojtek erhielt während der laufenden Ratssitzung die E-Mail, dass über den Förderantrag zur Sanierung der Eissporthalle erst nach Osten entschieden werde. Archivfoto: Hendrik Klein
Entscheidung über Eissporthalle verschoben
Mehr als 3.600 Förderanträge beim Bund eingegangen
Von Hendrik Klein
Die Uhrzeiger gingen schon deutlich in Richtung 22.00 Uhr, als Iserlohns Kämmerer Michael Wojtek den Kommunalpolitikern im Saal mitteilte, dass die erhoffte Förderung aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten SKS“ noch nicht gefallen. Es könne noch bis nach Ostern dauern, bis es soweit sei. Michael Wojtek hatte während der laufenden Sitzung eine E-Mail vom zuständigen Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) mit entsprechendem Inhalt bekommen. Er informierte umgehend die Ratsmitglieder. Ursprünglich hatte Iserlohn noch im Februar auf eine positive Nachricht gewartet. Darauf hofft Iserlohn, um die energetische Sanierung der Eissporthalle in Angriff nehmen zu können.
Über 3.600 Anträge eingegangen
Als Begründung für die Verzögerung, so Wojtek, sei mitgeteilt worden, dass mehr als 3.600 Förderanträge eingegangen seien. Sollten die alle zum Zuge kommen, bedeute dies eine Fördersumme von rund 7,5 Milliarden Euro. Klar sei wohl, dass man mit den eingeplanten 330 Millionen Bundesmitteln bei weitem nicht alle Förderwünsche erfüllen kann. Eine Entscheidung über die Mittelvergabe an wen fällt im Haushaltsausschuss des Bundes.
Kein gültiger Haushalt
Bekanntlich liegt das Sanierungs-Volumen bei der Eissporthalle bei rund 19,1 Millionen Euro. Der Eigenanteil für die Stadt Iserlohn läge bei maximaler Förderung in Höhe von acht Millionen Euro demnach bei einem Eigenanteil von 11,1 Millionen Euro. Die politischen Beschlüsse für die Antrags-Einreichung und die Bereitstellung des Millionen-Betrags im Haushalt sind bereits gefasst. Allerdings verfügt Iserlohn nach der Ablehnung des Etats in der jüngsten Ratssitzung über keinen gültigen Haushalt.

