Roosters-Sportdirektor Franz-David Fritzmeier (links) und Pressesprecher Felix Dötsch ziehen eine erste Saisonbilanz. Foto: Hendrik Klein

Zwölf Spieler verlassen die Roosters

Zuletzt geändert: 20. März 2026Von

„Kult-Tempel“ Eissporthalle in die Jahre gekommen

„Wir brauchen keine 20.000-Mann-Arena. Iserlohn ist ein klasse Eishockey-Standort mit tollen Fans, einem prima Umfeld und einem im wahrsten Sinne mit fünf Sternen ausgezeichneten Nachwuchs. Die Roosters sind seit 27 Jahren in der Deutschen Eishockeyliga. Das ist keinesfalls selbstverständlich.“ Franz-David Fritzmeier, Sportdirektor bei den Sauerländern, ist voll des Lobes über den Eishockey-Standort. Dennoch verhehlt er nicht, dass die Konkurrenz nicht schläft. „In der Liga zu sein, erfordert auch große Herausforderungen“, so der Sportdirektor. Die Eissporthalle am Seilersee sei zwar ein „Kult-Tempel“, aber eben auch in die Jahre gekommen.

Neue Konkurrenz aus der DEL2

Fritzmeier blickt neidisch auf Kassel. Die Huskies hätten einen Investor gefunden, der 50 Millionen Euro in eine neue Eissporthalle, zweite Eisfläche und Sponsoren-Logen investiert habe. „Wenn die aufsteigen, könnten sie sofort in die Top-Ten der DEL kommen“, meint er. Für die Roosters bedeute dies, die Liga zu halten sei bereits eine große Herausforderung. Und dennoch: „Ich würde heute lieber nicht hier sitzen. Das hätte nämlich nicht das Aus nach der Hauptrunde bedeutet.

Sportliche Bilanz durchwachsen

 Seine sportliche Saisonbilanz fällt durchwachsen aus. „Es hat etwas gedauert, bis wir in Schwung gekommen sind. Aber die Bereitschaft bei den Spielern, alles zu geben, war von Beginn an da“, hat Fritzmeier beobachtet. Darauf könne man aufbauen, sportlich und ganz allgemein. Günstig gewesen sei, dass man in diesem Jahr ohne große Verletzungssorgen durch die Spielzeit gekommen sei. Aber: „Veränderungen müssen sein. Wir wollen besser werden“, schielt der Sportdirektor offenbar schon jetzt auf die Playoffs im kommenden Jahr. Dazu muss ein konkurrenzfähiger Kader zusammengestellt werden. Und genau dabei ist Franz-David Fritzmeier aktuell.

Gespräche mit Wood laufen noch

Insgesamt zwölf Spieler aus dem aktuellen Kader werden die Sauerländer verlassen: Die Abgänge von Taro Jentzsch, Eric Cornel und Daniel Fischbuch hatten die Roosters bereits vor Saisonende kommuniziert. Taro Jentzsch soll es nach Straubing ziehen, Daniel Fischbuch zu den Kölner Haien. Fritzmeier: „Wenn einer der Top-Sechs-Clubs kommt, können wir nicht mithalten.“ Henrik Törnqvist, Noel Saffran, Eirik Salsten, Anthony Camara, Manuel Alberg, Matias Lassen, Macoy Erkamps, Johannes Huß und Nils Elten (seit Dezember per Förderlizenz für die Lausitzer Füchse aktiv) haben keine neuen Vertragsangebote erhalten. „Mit Kyle Wood befinden wir uns noch in Gesprächen“, verrät Fritzmeier. Handlungsbedarf sieht er noch in der Verteidigung, da soll noch ein Spieler kommen, und in der Offensive, wo noch drei Akteure gesucht werden.

Entscheidung nicht leicht gefallen

„Diese Entscheidung ist uns durch die Bank nicht leichtgefallen, weil alle Jungs das Jahr über die Knochen für uns hingehalten haben und auch mitverantwortlich dafür waren, dass wir uns als Team über die Saison so entwickeln konnten. Wir danken allen Spielern, die uns nach dieser Saison verlassen, für ihr Engagement für die Roosters und wünschen ihnen für die Zukunft alles Gute“, betont Roosters-Sportdirektor Franz-David Fritzmeier.

Und so sieht der bisher feststehende Kader aus:

Tor: Andreas Jenike, Hendrik Hane, Finn Becker (aktuell ausgeliehen)

Verteidigung: Gordejs Radionovs (U23), Lua Niehus (U23), Robin Norell (SWE), Colin Ugbekile.

Sturm: Daniel Geiger (U23), Tyler Boland (CAN), Daniel Neumann, Christian Thomas (CAN), Jakub Borzecki, Bence Farkas (U23), Maximilian Eisenmenger, Julian Napravnik.

Trainerteam: Stefan Nyman (Headcoach), Tony Zabel (Assistant Coach), Janne Kujala (Strength- & Conditioning Coach), Santeri Hilli (Goalie- & Videocoach)