Das Bild zeigt von links: Superintendent Henning Waskönig (Verwaltungsrats-vorsitzender Diakonie Mark-Ruhr), Pfr. Matthias Börner (Geschäftsführung Diakonie Mark-Ruhr), Volker Holländer (Geschäftsführung Diakonie Mark-Ruhr), Regina Mehring, Iris Daas (Prokuristin und Fachbereichsleitung), Marc Asbeck (Prokurist und Fachbereichsleitung), Bärbel Steinrücken (Prokuristin und Fachbereichsleitung), Stefan Weizmann (Prokurist und Fachbereichsleitung). Foto: Diakonie

Dianonie verabschiedet Regina Mehring

Zuletzt geändert: 23. März 2026Von

Prägende Persönlichkeit der regionalen Pflegearbeit

(EB). Mit einem festlichen Gottesdienst in der St.-Viktor-Kirche in Schwerte wurde die langjährige Geschäftsführerin der Diakonie Mark-Ruhr Pflege und Wohnen sowie der Evangelischen Pflegedienste Mark-Ruhr, Regina Mehring, feierlich verabschiedet. Rund 140 Gäste erlebten einen feierlichen und würdigen Rahmen für diesen besonderen Anlass. Unter dem Leitwort „Wege entstehen dadurch, dass man sie geht“ nahmen zahlreiche Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter aus Kirche, Pflege und Diakonie sowie aus Familie und Kreis der Kooperationspartner Abschied von einer prägenden Persönlichkeit der regionalen Pflegearbeit.

Tiefes Gottvertrauen

Pfr. Matthias Börner, theologischer Geschäftsführer der Diakonie Mark-Ruhr, machte deutlich, wie sehr ihr beruflicher Weg von Vertrauen, Verantwortung und einem klaren Blick nach vorn geprägt war. Er betonte insbesondere Mehrings tiefes Gottvertrauen und ihre Hoffnung auf das Positive, die ihre Arbeitshaltung nachhaltig geprägt haben. Auch Henning Waskönig, Verwaltungsratsvorsitzender der Diakonie Mark-Ruhr, würdigte in seinem Grußwort das langjährige Engagement von Regina Mehring und hob neben ihrer strategischen Weitsicht besonders ihre Risikofreudigkeit hervor – Wagemut und Vergnügen seien bei ihr stets in Gestaltung gemündet. Volker Holländer, kaufmännischer Geschäftsführer der Diakonie Mark-Ruhr, blickte in seiner Ansprache auf die Arbeitsbiografie von Regina Mehring zurück, mit der er über 25 Jahre eng zusammengearbeitet hat, und brachte ihre Leistung prägnant auf den Punkt: „Stationär, ambulant und teilstationäre Arbeitsbereiche zusammenführen – das haben Sie geschafft.“

Pflegeangebote seit 1987 mitgestaltet

Seit 1987 stand Regina Mehring im Dienst der Diakonie und hat die Entwicklung der Pflegeangebote in der Region maßgeblich mitgestaltet. Ihre berufliche Laufbahn führte sie über verschiedene Stationen, darunter zehn Jahre lang die Leitung des Grete-Meißner-Zentrums in Schwerte, die sie inhaltlich wie persönlich prägte, und anschließend zur Diakonie Mark Iserlohn in den Fachbereich ambulante Pflege, schließlich seit 2012 in die Geschäftsführung der Evangelischen Pflegedienste Mark-Ruhr und seit 2017 zusätzlich der Diakonie Mark-Ruhr Pflege und Wohnen unter dem Dach der Diakonie Mark-Ruhr.

Strukturen weiterentwickelt

Dabei verfolgte sie stets einen ganzheitlichen Ansatz: Ambulante und stationäre Pflege verstand sie nie als getrennte Bereiche, sondern als zusammengehöriges System. Unter ihrer Leitung wurden Strukturen konsequent so weiterentwickelt, dass im Wirkungsgebiet der Diakonie Mark-Ruhr „Pflege aus einer Hand“ möglich ist – ergänzt durch teilstatio-näre Angebote wie Tagespflege sowie Beratungs- und Unterstützungsangebote, etwa in der Krebsberatung, Pflegeberatung oder im ambulanten Hospizdienst. Ebenso gehören Seniorenwohnungen in der Region zum Angebotsspektrum, die ein selbstständiges Leben im Alter mit bedarfsgerechter Unterstützung ermöglichen. Ein besonderes Anliegen war ihr zudem, Digitalisierungsprozesse sinnvoll und praxisnah in den Pflegealltag zu integrieren.

13 stationäre Einrichtungen

„Ich bin selbst jemand, der immer nach vorn guckt“, sagte Regina Mehring einmal über sich. Dieser Haltung blieb sie bis zuletzt treu: Auch in ihren letzten Arbeitswochen war nichts von Rückzug zu spüren. „Die Beine hochzulegen und sich zurückzulehnen in den letzten Arbeitstagen, das entspricht nicht meiner Persönlichkeit“, so Regina Mehring. Die von ihr verantworteten Gesellschaften sind heute ein zentraler Bestandteil der regionalen Versorgungsstruktur: In 13 stationären Einrichtungen stehen 903 Pflegeplätze zur Verfügung, ergänzt durch drei Tagespflegen mit insgesamt 39 Plätzen. 14 Diakoniestationen betreuen mehr als 3.350 Menschen ambulant. Rund 1.400 Mitarbeitende engagieren sich in der Pflege – etwa 990 in der stationären und 410 in der ambulanten Versorgung. Die Angebote zeichnen sich durch ihre Flexibilität und die Fähigkeit aus, sich schnell an individuelle Bedürfnisse anzupassen und nahtlose Übergänge in der Versorgung zu ermöglichen.

Malte Wulbrand Nachfolgerin

Die Nachfolge von Regina Mehring übernimmt zum 1. Juni Malte Wulbrand. Er verfügt über eine mehrjährige Berufserfahrung im Management von Pflegeeinrichtungen. Seine bei verschiedenen gemeinnützigen Trägern erworbenen Leitungskompetenzen bilden eine verlässliche Grundlage für die verantwortungsvolle Fortführung des diakonischen Auftrags.