Die Polizei führte am Wochenende im Rahmen des Schwerpunkteinsatzes Netzwerk Krad zahlreiche Kontrollen an den bei Bikern beliebten Strecken durch. Archivfoto: Hendrik Klein

Schwerpunkteinsatz des Netzwerks Krad

Zuletzt geändert: 13. Juli 2026Von

Polizei kontrolliert Motorradverkehr im Märkischen Kreis

(ots). Im Rahmen des Netzwerks Krad führte die Polizei des Märkischen Kreises am Sonntag, 12. Juli,  in der Zeit von 11 bis 19 Uhr einen Schwerpunkteinsatz zur Erhöhung der Verkehrssicherheit durch. Zahlreiche Polizeibeamtinnen und -beamte kontrollierten insbesondere auf den bei Motorradfahrern beliebten Strecken im Kreisgebiet – unter anderem am Kohlberg zwischen Altena und Neuenrade, an der Nordhelle zwischen Meinerzhagen und Herscheid, an der K2/K3 in Kierspe, im Bereich der L 539 (Meinerzhagen-Ihne) und L 709 (Listertal).

Reger Ausflugsverkehr bei 30 Grad

Bei hochsommerlichen Temperaturen von rund 30 Grad herrschte reger Ausflugsverkehr. Entsprechend hoch war auch der Anteil an Motorradfahrern auf den Straßen des Märkischen Kreises. Ziel des Netzwerks Krad ist es, die Zahl schwerer Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Motorradfahrern nachhaltig zu reduzieren. Neben einer konsequenten Ahndung von Verkehrsverstößen setzt das Netzwerk auf Prävention, Aufklärung und die Sensibilisierung aller Verkehrsteilnehmer für die besonderen Risiken des Motorradverkehrs.

Technische Überprüfungen

Im Mittelpunkt des Einsatzes standen neben Geschwindigkeitskontrollen insbesondere die technische Überprüfung der Motorräder. Kontrolliert wurden unter anderem unzulässige Veränderungen an Fahrzeugen, insbesondere an Abgasanlagen, sowie der allgemeine technische Zustand der Kräder. Darüber hinaus überprüften die Einsatzkräfte die Verkehrstüchtigkeit der Fahrerinnen und Fahrer sowie das Vorhandensein der erforderlichen Fahrerlaubnisse. Die Bilanz des Einsatztages: > Insgesamt wurden 339 Verkehrsteilnehmer verwarnt. > Darunter befanden sich 103 Motorradfahrer. > Gegen Kradfahrer wurden 69 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt – unrühmlicher Tagessieger war ein KTM-Fahrer mit 45 km/h Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit außerhalb geschlossener Ortschaften – das führt zu 320 Euro Bußgeld, zwei Punkten in Flensburg und einem Monat Fahrverbot.

Ein Motorrad sichergestellt

Hinzu kamen 21 technische Verstöße sowie 11 weitere Verkehrsverstöße. In zwei Fällen wurden Strafanzeigen wegen Fahrens ohne erforderliche Fahrerlaubnis gefertigt. Besonders gravierende technische Mängel führten zu weiteren Maßnahmen: Ein Motorrad wurde aufgrund unzulässiger Umbauten sichergestellt. Bei zwei weiteren Motorrädern stellten die Einsatzkräfte die verbauten, unzulässigen Abgasanlagen sicher.

Weitere Kontrollen folgen

Die Polizei wird auch künftig gemeinsam mit den Partnern des Netzwerks Krad (u.a. KPB Olpe, KPB Siegen-Wittgenstein, KPB Soest, KPB Ennepe-Ruhr-Kreis, KPB Oberbergischer Kreis, KPB HSK) gezielte Schwerpunktkontrollen durchführen. Neben der konsequenten Verfolgung von Verkehrsverstößen steht dabei vor allem ein Ziel im Mittelpunkt: schwere Verkehrsunfälle zu verhindern und die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer nachhaltig zu erhöhen.