Sie sind jetzt fit für die Ausbildung. Foto: Britta Kruse/SIHK

„Fit für Ausbildung“ endet nach drei Jahren

Zuletzt geändert: 15. August 2026Von

(EB). Nach drei Jahren läuft das Projekt „Fit für Ausbildung“ der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) in diesen Wochen aus. Entstanden war es aus der Herausforderung, ausbildungsreife Jugendliche für gewerblich-technische Berufe zu gewinnen, während gleichzeitig eine wachsende Zahl junger Menschen den Übergang von der Schule in Ausbildung nicht unmittelbar schafft. Ziel war, Jugendliche mit erschwerten Ausgangsbedingungen durch eine Kombination aus sozialpädagogischer Begleitung, praktischer Erprobung und gezielter Kompetenzförderung an Ausbildung heranzuführen.

Viele Jugendliche motiviert

Viele der Jugendlichen konnten stabilisiert und motiviert werden, um im Anschluss in Bildungsgänge zur Erlangung eines Schulabschlusses oder zur Verbesserung ihrer Qualifikation in Berufskollegs zu wechseln. Auch wurden etliche Teilnehmende direkt in Ausbildung oder ausbildungsnahe Maßnahmen vermittelt – in einem Durchgang gleich 13 junge Menschen. Die Vermittlungsquote in duale Ausbildung lag insgesamt bei knapp 50 Prozent – vor dem Hintergrund der Zielgruppe ein echter Erfolg. Denn die Teilnehmenden wiesen multiple Vermittlungshemmnisse wie fehlende Schulabschlüsse, sprachliche Defizite oder eine geringe berufliche Orientierung auf. Einige Jugendliche entschieden sich deshalb trotz Ausbildungsplatzangebot bewusst für einen weiteren schulischen Weg, um ihre Chancen zu verbessern.

Qualitative Entwicklung

Besonders positiv hervorzuheben ist die qualitative Entwicklung der Teilnehmenden. Sie erreichten deutliche Fortschritte in Motivation, Selbstorganisation und Berufsorientierung. Die Jugendlichen bauten Vertrauen zu den Projektverantwortlichen und den beteiligten Betrieben auf, verbesserten ihr Verhalten und konnten ihre Fähigkeiten in Praktika unter Beweis stellen. „Das Projekt ‚Fit für Ausbildung‘ hat gezeigt, dass die Kombination aus praktischer Erprobung, individueller Begleitung und enger Zusammenarbeit mit Betrieben ein wirksamer Ansatz ist, um benachteiligte Jugendliche schrittweise an Ausbildung heranzuführen“, resümiert Sandra Schäfer, SIHK-Teamleiterin ‚Ausbildungsberatung und Bildungsprojekte‘, abschließend.