
Mitglieder der Ratsfraktion DieISERLOHNER besichtigten das Nadelmuseum im Iserlohner Barendorf. Foto: DieISERLOHNER
Besuch im Nadelmuseum lohnt sich
Ratsfraktion DieISERLOHNER vor Ort
(EB). Im Rahmen ihrer Reihe „DieISERLOHNER vor Ort“ besuchte die Ratsfraktion das neu gestaltete Nadelmuseum in der Historischen Fabrikanlage Maste-Barendorf in Iserlohn. Museumsleiterin Dr. Sandra Hertel führte die Gruppe durch die von ihr konzipierte Ausstellung und zeigte eindrucksvoll, wie viel Iserlohner Stadtgeschichte in einem so kleinen Gegenstand wie einer Nadel steckt.
Bedeutender Wirtschaftszweig
Die Iserlohner Nadelindustrie war weit mehr als ein bedeutender Wirtschaftszweig. Sie prägte über Jahrhunderte das Leben der Menschen und sogar die Entwicklung der Stadt. Im 19. Jahrhundert war zeitweise fast die Hälfte der Iserlohner Bevölkerung in der Nadelproduktion beschäftigt – darunter viele Frauen und Kinder.
Schwierige Arbeitsbedingungen
Während der Führung ging es deshalb nicht nur um die aufwendige Herstellung und den technischen Fortschritt, sondern auch um die Menschen hinter der Nadelindustrie und ihre teilweise schwierigen Arbeitsbedingungen. Selbst die Religionsgeschichte Iserlohns ist mit der Nadel verbunden: Katholische Fachkräfte wurden aus dem Rheinland angeworben und brachten neben ihrem Wissen auch ihren Glauben mit in die damals evangelisch geprägte Stadt.
Ein Besuch lohnt sich
„Wir können jedem Iserlohner nur empfehlen, sich dieses Stück unserer Stadtgeschichte einmal selbst anzusehen“, lautet das Fazit der Fraktionsmitglieder. „Das Museum zeigt auf spannende Weise, wie eng wirtschaftliche Entwicklung, technischer Erfindergeist und das Leben der Menschen miteinander verbunden waren.“ Das Nadelmuseum im Barendorf ist vom 1. April bis 31. Oktober donnerstags bis sonntags jeweils von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

