Lüdenscheids Bürgermeister Sebastian Wagemeyer griff selbst zur Gitarre. Foto: DGB Märkischer Kreis

Rock for Peace begeistert Lüdenscheid

Zuletzt geändert: 10. September 2026Von

Knallharte Riffs und knapp 600 Euro für den guten Zweck

(EB). Der „Stock“ in Lüdenscheid stand jetzt wieder ganz im Zeichen mitreißender Gitarrenklänge und gesellschaftlichen Engagements: Mit der Neuauflage des „Rock for Peace“, der in vorangegangenen Jahren im „Eigenart“ stattgefunden hatte, feierte die Konzertreihe ein erfolgreiches Comeback. Zahlreiche Musikbegeisterte kamen zusammen, um gemeinsam zu feiern und gleichzeitig für den guten Zweck zu spenden. Den Abend eröffnete Bürgermeister Sebastian Wagemeyer, dem trotz Terminstress der Auftritt eine „Herzensangelegenheit“ war. Danach übernahmen die „Chrisdana Twins“ Christina und Danai Gravou das Mikro. Die beiden Schwestern aus Lüdenscheid, u.a. bekannt durch ihre Teilnahme bei „The Voice of Germany“ brachten nicht nur musikalisches Talent, sondern jede Menge gute Stimmung mit in den Abend.

„Exorbit“ der Headliner

So richtig die Bühne zum Beben brachte danach die Band „Not4me“ mit Alternative Rock und Emo zwischen All Time Low, Foo Fighters, Yellowcard und Blur – mit verzerrten Gitarren, treibenden Drums, drückendem Bass und jede Menge 2000er-Nostalgie. Als Headliner kam zuletzt „Exorbit“ auf die Bühne. Die drei Musiker machten bei ihrem Heimspiel gewaltig viel Lautstärke mit ihrem Mix aus Punkrock, Rockabilly und jeder Menge Energie. Dabei legte das Trio nicht nur fantastische Cover-Interpretationen von Songs hin, sondern heizte dem Publikum auch mit den Songs ihres eigenen Debütalbums „Exorbit Vol. 1“ ein, das im Mai 2026 veröffentlicht worden ist.

600 Euro für guten Zweck gesammelt

Doch neben der Musik stand vor allem der gute Zweck im Vordergrund: Dank der großen Spendenbereitschaft der Besucherinnen und Besucher konnte eine Gesamtsumme von knapp 600 Euro gesammelt werden. Der Erlös geht ausnahmslos an die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“, die weltweit medizinische Nothilfe in Krisen- und Kriegsgebieten leistet. Für die Veranstaltergemeinschaft aus Jusos, Friedensgruppe und Gewerkschaftsjugend zeigten sich Laura Balzer und Alexander Schröder zufrieden: „Die Location zu wechseln kann immer ein Risiko sein, dafür hat uns die Resonanz ganz positiv überrascht.“, so Alexander Schröder. Und Laura Balzer ergänzt: „Die junge Generation will wissen, was wir gegen Krieg und Faschismus tun können. Das fängt vor Ort an und deswegen planen wir mit dem Rückenwind jetzt bereits die Neuauflage im kommenden Jahr.“

After-Show-Party

Im Anschluss an die Bands war noch nicht Schluss: Am späten Abend übernahmen die Bergstadtbrüder das Zepter bei der After-Show-Party. Mit ihrem mitreißenden Set heizten sie dem Publikum weiter ein und ließen den gelungenen Abend gebührend ausklingen. Die Veranstalter zogen ein durchweg positives Fazit: „Rock for Peace“ hat einmal mehr bewiesen, wie kraftvoll die Verbindung von Musik und Solidarität sein kann. Ein herzlicher Dank gilt allen Künstlern, die für das Konzert auf eine Gage verzichtet haben. Außerdem den Gästen und ehrenamtlichen Helfern, die diesen Abend unvergesslich gemacht und gemeinsam ein starkes Zeichen für Frieden gesetzt haben.