Handfest, aber nicht unfair, ging es im West-Derby zwischen den Iserlohn Roosters und den Krefeld Pinguinen zu. Foto: Hendrik Klein

Roosters siegen im West-Derby

Zuletzt geändert: 4. Oktober 2026Von

Iserlohn Roosters – Krefeld Pinguine 3:2 (1:1, 1:0, 1:1) 

Von Hendrik Klein

Ausgerechnet im 87. West-Derby ist der Knoten bei den Iserlohn Roosters geplatzt. Die Sauerländer gewinnen vor 4.704 Zuschauern – darunter zahlreiche mitgereiste Fans der Gäste – mit 3:2 gegen die Krefeld Pinguine und holen ihren ersten Drei-Punkte-Sieg der Saison. Die Erwartungen an das Team von Headcoach Stefan Nymann nach zuletzt vier Niederlagen in Folge waren groß. Sein Team konnte wieder auf Angreifer Justin Scott zählen, der in Mannheim noch verletzungsbedingt gefehlt hatte. Im Tor stand dieses Mal Andreas Jenike. Die Seidenstädter waren mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen an den Seilersee angereist. Der Aufsteiger auf Tabellenplatz vier hatten einen guten Saisonstart erwischt.

Erstes Saisontor für Quenneville

Die Hausherren kamen gut ins Spiel, frenetisch angefeuert von ihren Fans. Der Focus lag zunächst auf der Defensive nach zuletzt zehn Gegentoren in den beiden Auswärtsspielen in Berlin und in Mannheim. Aber auch die Gäste hatten eine zahlreich große Anhängerschaft mit an den Seilersee gebracht. Die Hausherren hatten sich für das West-Derby sichtbar einiges vorgenommen. Es entwickelte sich eine ausgeglichene Begegnung. In der 6. Spielminute wurden die Bemühungen der Gastgeber belohnt. Peter Quenneville traf mit seinem ersten Saisontreffer sehenswert zum 1:0 für die Roosters.

Gäste reagieren mit Körperspiel

Die Gäste reagierten in dem körperbetonten Spiel mit erhöhtem Aufwand. Trotz der harten Gangart beider Teams in dieser für beide so wichtigen Begegnung hielten sich die Strafzeiten in Grenzen. Als sich alle schon auf den ersten Pausentee freuten, traf Mathew Santos in der 19. Spielminute zum verdienten Ausgleich für die Seidenstädter. Der Torschütze brachte die Scheibe aus dem Gewühl heraus an Roosters-Keeper Andreas Jenike vorbei ins Tor.

Ugbekile trifft zum 2:1

Auch im zweiten Abschnitt sahen die Zuschauer eine weitestgehend ausgeglichene Partie, allerdings mit leichten Vorteilen für die Gäste. Die Hausherren nutzten einmal mehr ihre Torchancen nicht. Auch ein zweites Überzahlspiel für die Waldstädter ließen diese ungenutzt. In der 33. Minute dann doch die erneute Führung für die Gastgeber. Verteidiger Colin Ugbekile ließ Pinguins-Keeper Juha Latkola keine Chance. In der Folge bekam Andreas Jenike alle Hände voll zu tun, auch weil Torschütze Colin Ugbekile für zwei Minuten in die Kühlbox musste. Die Partie blieb spannend. So ging es in die zweite Drittelpause

Roosters-Treffer in Überzahl

Die Zuschauer sahen in den letzten 20 Minuten zwei Mannschaften, die beide den Sieg wollten. Nach einer handfesten Auseinandersetzung bekamen die Roosters eine Überzahl zugesprochen, die sie allerdings nicht nutzen konnten. In der nächsten Überzahl machten es die Hausherren besser. Als Stuart Percy für Krefeld in der Kühlbox schmorte, traf Maximilian Eisenmenger in der 51. Spielminute zum 3:1. Das wollten die Pinguine nicht auf sich sitzen lassen und schalteten nochmal einen Gang höher. Aber die Sauerländer blieben durch ihre Konter gefährlich. Als die Roosters erneut in Unterzahl agieren mussten, brachte Mathew Santos sein Team mit seinem zweiten Treffer des Tages in der 56. Minute wieder auf 2:3 heran. Und gleich darauf mussten die Hausherren wieder mit einem Spieler weniger auskommen, weil Torschütze Peter Quennville in die Box musste. Jetzt bangten die Roosters-Fans um den erste Saisonsieg. 90 Sekunden vor der Schlusssirene nahm Krefeld-Coach Thomas Popiesch Keeper Jatkola zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Der Rest war nur noch Jubel von den Roosters-Fans.

 Die Iserlohner reichten die „Rote Laterne des Tabellenletzten an die Schwenninger Wild Wings weiter. Am Freitag um 19:30 Uhr müssen die Roosters auswärts bei den Straubing Tigers antreten.