Industrieoffensive Märkische Region: Für Landrat Ralf Schwarzkopf (rechts) und Jochen Schröder (GWS) ist das Projekt ein starkes Signal für den Märkischen Kreis als Industriestandort mit Zukunft. Foto: Katharina Buschmann / Märkischer Kreis

Industrieoffensive Märkische Region

Zuletzt geändert: 10. Januar 2026Von

Unterstützung für neue Produkte und Märkte

(pmk). Um Industrieunternehmen in der Märkischen Region bei der Erschließung neuer Märkte zu unterstützen, ist jetzt ein zukunftsweisendes Transformationsprojekt gestartet: die Industrieoffensive Märkische Region. Ziel des Projekts ist es, neue Anwendungsfelder für bestehende Technologien und Fertigungskompetenzen zu identifizieren und insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) dabei zu begleiten, ihr Produktportfolio über die Automobilindustrie hinaus zu erweitern.

GWS ist Konsortialführer

Das Projekt wird aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert und findet landesweit Beachtung. Konsortialführer (der Konsortialführer sorgt für die Abstimmung aller beteiligten Parteien, überwacht den Fortschritt) ist die Gesellschaft zur Wirtschafts- und Strukturförderung im Märkischen Kreis (GWS). Weitere Projektpartner sind die Wirtschaftsförderungsgesellschaften der Stadt Hagen und des Ennepe-Ruhr-Kreises, die SIHK zu Hagen sowie die landesweit tätige Transformationsagentur ZENIT – Zentrum für Innovation und Technik in NRW aus Mülheim an der Ruhr. Fachlich begleitet wird das Projekt durch den Industrieausschuss der SIHK zu Hagen.

Strukturierter Befähigungsprozess für Unternehmen

Kern des Projekts ist ein strukturierter Befähigungsprozess, der Industrieunternehmen praxisnah unterstützt. Geplant sind unter anderem Marktanalysen, Workshops, Exkursionen zu Fachkongressen, die Zusammenarbeit mit Hochschulen sowie ein modularer Methodenkasten zur Innovationsentwicklung. Ziel ist es, Unternehmen in die Lage zu versetzen, auf Basis ihrer vorhandenen Kompetenzen neue Produkte, Märkte und Partnerschaften zu entwickeln.

Industriestandort mit Zukunft

Die Märkische Region gehört zu den industriellen Zentren Nordrhein-Westfalens. Gleichzeitig stehen viele Betriebe zunehmend unter Druck – unter anderem aufgrund steigender Energiepreise, Fachkräftemangel, geopolitische Unsicherheiten und den Strukturwandel in der Automobilindustrie. „Wir helfen Unternehmen dabei, ihre bestehenden Technologien neu zu denken – zum Beispiel für Anwendungen in der Medizintechnik, der Verteidigungsindustrie, der Windkraft oder der Bahntechnik“, erklärt der Geschäftsführer der GWS, Jochen Schröder, und ergänzt: „So entstehen neue Perspektiven für Wachstum und Beschäftigung in der Region.“

Starkes wirtschaftspolitisches Signal

Auch Landrat Ralf Schwarzkopf unterstreicht die Bedeutung des Projekts: „Die Industrieoffensive ist ein starkes wirtschaftspolitisches Signal für unsere Region. Sie zeigt, dass wir den Strukturwandel aktiv gestalten und unsere industrielle Basis zukunftsfest aufstellen wollen – gemeinsam mit Wirtschaft, Kammern und Förderinstitutionen.“ Mit der Industrieoffensive entsteht ein Modellvorhaben, das auch für andere Industrieregionen in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus Vorbild sein kann. „Die Märkische Region steht exemplarisch für viele industrielle Räume in Europa“, sagt Ralf Schwarzkopf. „Hier wird deutlich, wie Wirtschaft, Wissenschaft und Politik gemeinsam die Transformation gestalten können – vom reinen Krisenmanagement hin zu einer aktiven Zukunftssicherung.“

Hintergrund

Die Industrieoffensive Märkische Region ist Teil der Maßnahme 1.4 – Wissens- und Technologietransfer des EFRE/JTF-Förderprogramms NRW 2021–2027. Ziel des Programms ist es, den Wissenstransfer zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung zu stärken und neue industrielle Wertschöpfung in Nordrhein-Westfalen zu ermöglichen. Das Projekt wird finanziell durch das Land Nordrhein-Westfalen und die Europäische Union unterstützt.