Paul Ziemiak tauscht sich mit Mitarbeitenden der Migrationsberatung für erwachsene Zugewanderte (MBE) vertreten durch Vasilisa Sterzer (3.v.l.), deren Klienten aus der Ukraine und Mitarbeiterinnen der AWO Hagen-MK über die aktuelle Situation der MBE in Iserlohn aus. Foto: Diakonie

Paul Ziemiak besucht Migrationsberatung

Zuletzt geändert: 24. Februar 2026Von

(EB). Der heimische Bundestagsabgeordnete Paul Ziemiak hat sich in den Räumen der Migrationsberatung für erwachsene Zugewanderte (MBE) in Iserlohn (Hans-Böckler-Straße 46) mit Mitarbeitenden der MBE Diakonie Mark-Ruhr, Klientinnen und Klienten der Beratung sowie Vertreterinnen der AWO Hagen-MK zu einer offenen Gesprächsrunde getroffen. Im Mittelpunkt standen die Chancen und Hindernisse einer gelingenden Integration.

Unterstützung im Alltag

Das bundesgeförderte Beratungsangebot der MBE besteht seit 2005. Es richtet sich an erwachsene Zugewanderte ab 27 Jahren und deren Familienangehörige. Ziel ist es, sie bei der Integration und Alltagsbewältigung zu unterstützen. Zu den zentralen Angeboten zählen neben der individuellen Beratung auch die Vermittlung von Integrations- und Sprachkursen, Hilfe bei der Anerkennung von Abschlüssen sowie der Zugang zu Bildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten.

Bessere Rahmenbedingungen gefordert

Vor Ort berichteten Klienten, die seit 2025 von der MBE begleitet werden, gemeinsam mit Mitarbeitenden aus ihrem Alltag. Heike Spielmann, Fachdienstleitung Migration und Integration bei der Diakonie Mark-Ruhr, machte dabei auf zunehmende Schwierigkeiten aufmerksam: „Wir als Trägerin haben Probleme, unser Angebot aufrechtzuerhalten.“ Bei gleichbleibenden Fördertiteln steigen die Kosten weiter an, was die Beratungskapazitäten spürbar reduziere. Die Träger fordern daher bessere Rahmenbedingungen, insbesondere eine auskömmliche Finanzierung der Personalkosten, um einen Rückzug weiterer Anbieter aus der MBE zu verhindern. Auch die hohe Bürokratiebelastung stellt aus Sicht der Fachdienstleitung sowie der Klienten eine große Hürde dar.

Sprache wichtig für Integration

Die Klienten schilderten passend ihre Erfahrungen in Integrationskur-sen sowie die Herausforderungen beim Zugang zum Arbeitsmarkt und beim Ankommen in der Gesellschaft. Paul Ziemiak zeigte sich beeindruckt von der engagierten Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Gerade das Erlernen der deutschen Sprache ist für eine erfolgreiche Integration die wichtigste Voraussetzung“, betonte der heimische Abgeordnete.

Sozialleistungsbezug sinkt

Die MBE erleichtert Zugewanderten nicht nur den Zugang und Einstieg zum Arbeitsmarkt, sondern leistet gleichzeitig auch einen wesentlichen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt. Durch eine bessere Integration kann so langfristig auch der Sozialleistungsbezug sinken.