Das Bild zeigt von links: Olaf Rubelt, Jochen Eisermann, Winfried Turner und Markus Plum stehen an der Spitze des "Vereins für Brauchtum und Heimatpflege". Foto: Volker Bremshey

2030 feiert Hohenlimburg 800-Jähriges

Zuletzt geändert: 16. Juli 2026Von

„Verein für Brauchtum und Heimatpflege“ gegründet

Von Volker Bremshey

Der ehemalige Hohenlimburger Bezirksbürgermeister Jochen Eisermann hatte in den Rathaussaal geladen – und viele, viele Interessierte kamen, um nach Monaten des Wartens den „Verein für Brauchtum und Heimatpflege“ zur Gestaltung der 800-Jahr-Feier im Jahr 2030 endlich aus der Taufe zu heben. Es war eine schwierige Geburt, die sich nicht nur die vier Männer an der Spitze wahrlich schmerzfreier vorgestellt hatten. Denn das Hagener Finanzamt spielte als Geburtshelfer und die damit verbundene Erteilung der notwendigen Gemeinnützigkeit über viele Monate nicht mit.

Das ist die Geschichte

Jetzt herrscht Einvernehmen, weil die vom Finanzamt gemachten Vorgaben erfüllt werden konnten. Deshalb sind für den Vorstand jetzt die schwierigen Zeiten vergessen. Da schrie das jüngster Kind der Hohenlimburger Vereinslandschaft kräftig und laut. Zur Freude der fast 70 Frauen und Männer aus (fast) allen Hohenlimburger Vereinen, die im wahren Sinne des Wortes im Rathaussaal Pate standen. An der Spitze des Vereins stehen: 1. Vorsitzender: Jochen Eisermann (CDU, ehemaliger Bezirksbürgermeister); 2. Vorsitzender: Olaf Rubelt (Ladengemeinschaft Elsey), Geschäftsführer: WinfriedTurner (Hohenlimburger Heimatverein), Markus Plum (Schatzmeister, Volksbank Hohenlimburg).

Nichts ist in Stein gemeißelt

Dieses Quartett hatte sich im Vorfeld der Veranstaltung und an bereits erfolgten Informationsabenden mit Vereinsvertretern zu wesentlichen Kernpunkten Gedanken gemacht. „Aber, es ist noch nichts in Stein gemeißelt“, betonte Jochen Eisermann gleich zu Beginn der Sitzung, um die zum Mitmachen bereiten Vertreter aus Wirtschaft und Vereinen und auch die interessierten Privatpersonen nicht vor vollendete Tatsachen zu stellen. Eisermann weiter: „Über allem steht aber: Sind die Ideen durchführbar und sind sie bezahlbar?“

Termin steht: 30. Mai bis 2. Juni 2030

Denn dem ehemaligen Bezirksbürgermeister ist bewusst: „Ein großes Zeltfest und einen historischen Umzug zu organisieren, ist eine gigantische Aufgabe. Wir brauchen deshalb Macher und viele Helfer, die sich einbringen. Sprechen Sie mit Freunden und Familienmitgliedern. Jeder ist willkommen.“ Die Eckdaten für die Hohenlimburger Festtage im Jahr 2030 stehen: 30. Mai bis 2. Juni. Dann soll auf dem Bilstein-Parkplatz Im Weinhof und dem Lennepark auf der anderen Seite der Lenne gefeiert werden. Eine Pontonbrücke soll dabei die beiden Veranstaltungsorte miteinander verbinden.

Festwiese auf Bielstein-Gelände

Heimatfreunde erinnern sich. Auch zur 750-Jahr-Feier wurde das Gelände des Hohenlimburger Traditionsunternehmen Bilstein als Festwiese genutzt. Ein Fest mit der angedachten Dimension ist nämlich in der Innenstadt aus Sicherheitsgründen nicht realisierbar. Außerdem soll sich die 800-Jahr-Feier von einem normalen Stadtfest abheben. Deshalb, das wurde im Rathaussaal angeregt, ist es ein Muss, Schloss Hohenlimburg in die Festveranstaltungen einzubinden. Jochen Eisermann machte aber auch deutlich, dass auch ein historischer Umzug nicht an jenem Umzug zur 750-Jahr-Feier gemessen werden kann und darf. Denn damals waren insbesondere die Sicherheitsbestimmungen nicht so streng.

Nächste Runde in zehn Wochen

Jetzt haben die Vereinsvertreter rund zehn Wochen Zeit, sich in ihren Vereinen zu beraten, wie sich diese einbringen können. Denn Ende September/Anfang Oktober geht es im Rathaussaal in die nächste Runde. Dann sollen Arbeitsgruppen zu den unterschiedlichen Ideen und Themen gebildet werden. Wie sagte Jochen Eisermann zum Abschluss in seinem Motivation-Appell: „Wir machen das alles für Hohenlimburg.“