16.840 sind auf Jobsuche

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Archivfoto: Hendrik Klein

Leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit im Juni

(EB). Die Arbeitslosigkeit ist im Märkischen Kreis im Juni leicht gestiegen. Das teilt die Agentur für Arbeit mit. Insgesamt waren 16.840 Männer und Frauen im Kreis arbeitslos, 49 Personen mehr als im Mai. „Diese Entwicklung ist für einen Juni saisontypisch und hauptsächlich auf das saisonale Phänomen zurückzuführen, dass junge Fachkräfte nach Abschluss ihrer Ausbildung nicht immer direkt übernommen werden“, so Stefan Steinkühler, operativer Geschäftsführer der Iserlohner Arbeitsagentur. Die Erfahrung zeige, dass viele schnell wieder eine Anstellung finden und die Arbeitslosigkeit nur von kurzer Dauer ist.

Arbeitsmarkt wenig dynamisch

Der Arbeitsmarkt zeige sich insgesamt – wie schon in den vergangenen Monaten – wenig dynamisch: Teilweise schöben Betriebe Neueinstellungen auf die Zeit nach den Sommerferien, ebenso ist Zurückhaltung bei Stellenmeldungen erkennbar: Im Berichtsmonat wurden rund 600 neue sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet, knapp 200 weniger als im Vormonat. Weiterhin ist der Großteil der Stellen für Fachkräfte ausgeschrieben.

Betriebsstillegungen „sehr bedenklich“

Mit Blick auf die kommenden Wochen sei mit steigenden Arbeitslosenzahlen zu rechnen, prognostiziert Steinkühler. Hintergrund seien vor allem Entlassungen und Betriebsstillegungen im Industriebereich. Dies stimme sehr bedenklich. „Daher werben wir dafür, die Arbeitsagentur frühzeitig in Veränderungsprozesse in Betrieben einzubeziehen, um gemeinsam Lösungen zum Erhalt von Arbeitsplätzen zu finden“, betont Steinkühler.

Die Entwicklung im Märkischen Kreis im Einzelnen:

Arbeitslosigkeit

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Märkischen Kreis im Juni 2024 gestiegen. Insgesamt waren 16.840 Personen arbeitslos gemeldet. Verglichen mit den Zahlen des Vormonates sind dies 49 Personen oder 0,3 Prozent mehr. Im Vergleich zum Juni des Vorjahres steigt die Zahl der Arbeitslosen um 1.299 Personen bzw. 8,4 Prozent. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen beträgt im Juni 7,5 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 6,9 Prozent (+0,6 Prozentpunkte).

Langzeitarbeitslosigkeit

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Märkischen Kreis im Berichtsmonat gestiegen.  7.194 Personen waren länger als ein Jahr nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt, darunter zählen 92,0 Prozent (6.615 Personen) zur Grundsicherung. Verglichen mit den Gesamtzahlen des Vormonates sind dies 76 Langzeitarbeitslose mehr. Im Vergleich zum Vorjahr steigt die Zahl dieser Arbeitslosen damit um 706 Personen.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung – SGB III

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung waren in diesem Monat 5.024 Personen gemeldet. Die Zahl hat sich im Vergleich zum Vormonat erhöht um 23 Personen bzw. 0,5 Prozent. Im Vorjahresvergleich bedeutet dies eine Erhöhung um 368 Personen oder 7,9 Prozent.

Entwicklung in der Grundsicherung – SGB II

Das Jobcenter Märkischer Kreis betreut aktuell 17.421 Bedarfsgemeinschaften mit 23.826 erwerbsfähigen Personen, die Bürgergeld beziehen. Die darin enthaltene Zahl der Arbeitslosen erhöhte sich im Juni um 26 auf 11.816 Personen (+ 0,2 %) und fällt um 931 Personen bzw. um 8,6 Prozent höher aus als vor einem Jahr.

„Seit Jahresbeginn 2024 verzeichnen wir monatlich geringfügige Steigerungen der Fallzahlen sowie der Arbeitslosigkeit. Im Vergleich zu den Vorjahreswerten sind die Zahl der Bedarfsgemeinschaften jedoch um 696 und die Anzahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten um 1.014 Personen spürbar angestiegen. Erfreulich ist, dass trotz rückläufiger Stellenmeldungen die Vermittlung ukrainischer Staatsbürger in Arbeit und Ausbildung im Märkischen Kreis deutlich besser verläuft als in Nordrhein- Westfalen insgesamt“ erläutert Anna Markmann, Geschäftsführerin des Jobcenters Märkischer Kreis, die aktuelle Entwicklung.

Stellenangebot

Unternehmen aus der Region haben in diesem Monat 608 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet (-199 zum Vormonat). Im Bestand befanden sich insgesamt 4.329 offene Stellen, 253 weniger als im Vormonat und 803 weniger als im Vorjahresmonat.

wave.inc

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