
Rechts: Astrid Lenhard, Leiterin der Euro-Schulen Märkischer Kreis. Vorne: Dozentin Janine Niedzwiecki. Links: Dr. Andreas Weber, Leiter Öffentlichkeitsarbeit & Bildung beim MAV, der das Projekt organisatorisch begleitet. Foto: Goor-Schotten, MAV
„Ausbildung darf nicht an Sprachproblemen scheitern“
Kooperation zwischen Arbeitgeberverband und Weiterbildungsträger
(AWe). Der Märkische Arbeitgeberverband (MAV) hat eine Kooperation mit den Euro-Schulen Märkischer Kreis geschlossen. Die Bildungseinrichtung führt im Auftrag des Verbandes einen Deutschkurs für Auszubildende mit ausländischen Wurzeln durch. Das Projekt ist ein Baustein im Kampf gegen den Fachkräftemangel. „Schon heute sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ausländischen Wurzeln ein immer wichtigeres Standbein für die heimische Metall- und Elektro-Industrie“, weiß Fabian Schmidt, stellvertretender Vorsitzender des MAV. Der demografische Wandel stehe in Deutschland erst am Anfang, so Schmidt: „Zukünftig werden wir diese Arbeitskräfte dringend brauchen.“ Aus Erfahrung im eigenen Unternehmen weiß er: „Sprache ist der entscheidende Schlüssel für eine nachhaltige Integration.“
Deutschkurs kostenfrei
Es dürfe keinesfalls passieren, dass eine Ausbildung an Sprachproblemen scheitert, betont MAV-Geschäftsführer Özgür Gökce. Daher finanziert der Verband das aktuelle Projekt. Der Deutschkurs ist für Mitgliedsbetriebe kostenfrei. Nach dem Onboarding hat der Kurs nun im Dezember begonnen und begleitet so das aktuelle Ausbildungsjahr. Der Unterricht erfolgt über die Lernplattform Moodle. Am Ende steht eine Teilnahmebescheinigung. Auf Wunsch können die Auszubildenden auch zu Zertifikatsprüfungen beraten werden.
Ein Dutzend Anmeldungen
Astrid Lenhard, Leiterin der Euro-Schulen Märkischer Kreis, freut sich über die Kooperation. „Wir verfügen über vielfältige Erfahrung mit Weiterbildungsprojekten, die wir auch hier gerne einbringen. Neben grundlegender Alltagskommunikation vermitteln wir in dem Kurs Fachsprache aus der Industrie.“ Ein Dutzend Teilnehmer haben sich bislang angemeldet. Nachzügler können bis zum Jahreswechsel noch aufspringen. Am Ende wollen die Projektpartner die Erfahrungen aus dem Pilotprojekt auswerten. Fortsetzung nicht ausgeschlossen.

