Die Gründungsmitglieder des Vereins von links: Renate Brunswicker, Rüdiger Schilling, Stefan Klein, Matthias Quaschnik, Beate Evers, Lutz Tim Tölle, Dr. Joachim Köhne, Dr. Frank Nobis, Alexander Platte, Sven Wiedemeyer, Julia Steiner. Foto: Stadt Iserlohn

Förderverein Kulturszene Iserlohn „is´kult“ e.V. gegründet

Zuletzt geändert: 11. Dezember 2025Von

(PSI). Die Iserlohner Kulturlandschaft erhält Verstärkung: Elf engagierte Bürgerinnen und Bürger grüdeten den Förderverein Kulturszene Iserlohn „is’ kult“ e.V. Der Verein will künftig die vielfältige kulturelle Szene der Stadt unterstützen, stärken und weiterentwickeln. Zum 1. Vorsitzenden bestimmte die Gründungsversammlung den Strafverteidiger und in der regionalen Szene als „Dr. No“ bekannten Musiker Dr. Frank Nobis. Den Posten des 2. Vorsitzenden übernimmt der kulturaffine Hausarzt im Unruhestand Dr. Joachim Köhne. Die Geschäftsführung verantwortet Beate Evers, Mitarbeiterin des Kulturreferats. Ergänzt wird der Vorstand durch die Beisitzerinnen und Beisitzer Renate Brunswicker, Julia Steiner, Rüdiger Schilling, Sven Wiedemeyer und Matthias Quaschnik.

Impulse setzen

Mit einem klar umrissenen Auftrag und einer Satzung, die die Förderung der kulturellen Szene Iserlohns in den Mittelpunkt stellt, will der Verein wichtige Impulse setzen. Ziel ist es, die vielfältigen Akteure und Veranstaltungen der Stadt zu unterstützen und die Voraussetzungen für ein breites, lebendiges und innovatives Kulturangebot weiter auszubauen. Besonderes Augenmerk gilt der Förderung des kulturellen Nachwuchses. Ein erstes zentrales Element des Fördervereins soll – wie schon in der Namensgebung des Vereins zum Ausdruck kommt – die enge Kooperation mit dem Kulturforum Iserlohn werden. Dessen Mitglieder organisieren nun im dritten Jahr erfolgreich und mit großem ehrenamtlichem Einsatz das „is’ kult“-Sommerfestival und die „is‘ kult“-Kulturmesse.

Gemeinsam handeln

Beide Veranstaltungen gelten als inzwischen beliebte und bereits jetzt etablierte Plattformen, auf denen sich die gesamte Iserlohner Kulturszene wiederfindet – von Musik über Theater, Literatur und Bildende Kunst bis hin zu urbanen und innovativen Formaten. Beide Veranstaltungen sind aufgrund der angespannter Haushaltslage und zu erwartenden Kürzungen der Förderung bedroht, sollen aber nach Willen aller Beteiligten unbedingt auch künftig erhalten bleiben. „Wir haben im Vorfeld der Gründung zahlreiche Gespräche mit Mitgliedern des Kulturforums, Künstlerinnen und Künstlern der Iserlohner Szene aber auch vielen kulturinteressierten Bürgerinnen und Bürgern geführt“, berichtet Beate Evers. „Die Rückmeldungen waren eindeutig: Wenn wir angesichts bevorstehender Einsparungen nicht gemeinsam handeln, geraten nicht nur diese beiden bei allen Iserlohnern beliebten Kulturformate in Gefahr.“

Ergänzung der städtischen Kulturförderung

„Allerdings verstehen wir uns nicht als Ersatz, sondern nur als Ergänzung der städtischen Kulturförderung“, stellt der Vorsitzende Dr. Frank Nobis klar. „Natürlich wird es eine wichtige Aufgabe für uns sein, Sponsorengelder und Fördermittel für diese und andere Iserlohner Kulturveranstaltungen einzuwerben. Gleichzeitig wollen wir Politik und Verwaltung aber nicht aus ihrer Verantwortung entlassen. Kulturförderung bedeutet für uns auch, Impulse zu geben, kritisch zu begleiten und gegebenenfalls mahnend aufzutreten.“ Ein Blick in den Maßnahmenkatalog des Kulturentwicklungsplans zeige deutlich, dass viele dort formulierte Vorhaben – darunter auch viele, die ohne großen finanziellen Aufwand umsetzbar seien – bislang seitens der Stadt nicht realisiert wurden. „Wenn nötig, werden wir hier den Finger in die Wunde legen“, so Nobis weiter. „Denn trotz knapper Kassen sind Politik und Verwaltung in der Pflicht, ein attraktives, vielfältiges und zukunftsorientiertes Kulturangebot bereitzustellen. Auf dem Weg zur „kulturellen Vorzeigekommune“, wie Iserlohn erst kürzlich aus Reihen der Politik bezeichnet wurde „sehen wir deshalb noch viel Luft nach oben“ so Nobis.

Mitglied im Förderverein werden

Der Verein lädt alle Iserlohnerinnen und Iserlohner ein, Mitglied des Fördervereins zu werden und damit die kulturelle Vielfalt der Stadt zu unterstützen. Der Jahresbeitrag beträgt 50 Euro für Einzelpersonen sowie 100 Euro für Unternehmen und Vereine. Aufnahmeanträge sind bis zur Fertigstellung der in Arbeit befindlichen Website zunächst über die Geschäftsstelle im Stadthauszentrum, Vincketraße 10, bei Geschäftsführerin Beate Evers erhältlich sowie per E-Mail unter kultur@iserlohn.de. Mit der Gründung des „is’ kult“ e.V. hat Iserlohn einen neuen starken Partner für die kulturelle Zukunft der Stadt gewonnen. Ein Verein, der nicht nur fördern, sondern gestalten, inspirieren und anstoßen möchte – damit Kultur in all ihrer Vielfalt auch künftig ein sichtbares und erlebbares Aushängeschild der Stadt bleibt.