Feuerwehr IserlohnPressestelleMarvin Asbeck

Sieben Personen musste die Feuerwehr per Drehleiter über Balkone und durch Fenster retten. Foto: Marvin Asbeck/Feuerwehr Iserlohn

Feuerwehr rettet elf Personen aus verrauchtem Gebäude

Zuletzt geändert: 18. Dezember 2025Von

(ots). In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wurde die Feuerwehr Iserlohn gegen 22 Uhr zur „Elisabethstraße“ gerufen. Ein Anrufer hatte einen stark verrauchten Treppenraum in einem Mehrfamilienhaus gemeldet. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte machten sich mehrere Personen an Fenstern und auf Balkonen bemerkbar. Im Keller des Gebäudes war es zu einem Brand gekommen, wodurch der Treppenraum als Fluchtweg für die Bewohner unpassierbar wurde.

„Feuer 2 – Mehrfache Menschenrettung“

Aufgrund der Vielzahl der zu rettenden Personen und weil zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich noch weitere Menschen im Gebäude befanden, wurde das Einsatzstichwort auf „Feuer 2 – Mehrfache Menschenrettung“ erhöht. Daraufhin wurden neben dem Löschzug der Berufsfeuerwehr die Löschgruppe Stadtmitte sowie die Löschgruppen Obergrüne, Bremke und Untergrüne sowie die Sondereinheit Funk alarmiert.

Aufs Dach des Nebengebäudes geflüchtet

Sieben Personen wurden über Fenster und Balkone mithilfe der Drehleiter gerettet. Eine weitere Person hatte sich bereits selbstständig von einem Balkon auf das angrenzende Dach eines Nachbargebäudes gerettet. Insgesamt wurden somit acht Personen über die Drehleiter in Sicherheit gebracht. Zeitgleich drangen mehrere Trupps unter schwerem Atemschutz in das Gebäude ein, um nach weiteren vermissten Personen zu suchen und den Brand im Keller zu bekämpfen. Drei weitere Bewohner wurden aus ihren Wohnungen durch den verrauchten Treppenraum ins Freie geführt.

Kühlschrank im Keller brannte

Der zur Brandbekämpfung eingesetzte Trupp stellte im Keller einen brennenden Kühlschrank fest. Dieser wurde umgehend abgelöscht und anschließend ins Freie verbracht. Zudem wurde der betroffene Bereich sowie die Umgebung mithilfe einer Wärmebildkamera kontrolliert. Alle elf geretteten Personen wurden durch einen Notarzt untersucht, konnten jedoch unverletzt an der Einsatzstelle verbleiben. Da zu Beginn nicht ausgeschlossen werden konnte, dass eine weitergehende medizinische Versorgung notwendig sein könnte, wurden zusätzliche Rettungswagen nachgefordert. Da alle Iserlohner Rettungsmittel bereits im Einsatz waren, unterstützten Kollegen aus Hagen.

40 Kräfte im Einsatz

Insgesamt waren rund 40 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst im Einsatz. Die Feuerwache wurde durch die Einheiten Obergrüne, Bremke, Untergrüne, Letmathe sowie die Sondereinheit Funk besetzt. Noch bevor diese Wachbesetzung einsatzbereit war, wurde die Löschgruppe Leckingsen zu einer hilflosen Person in einer Wohnung alarmiert. Gegen 2 Uhr waren alle Einheiten wieder einsatzbereit an ihren Standorten.