Michael Joithe, Bürgermeister der Stadt Iserlohn. Foto: Hendrik Klein

Grußwort des Iserlohner Bürgermeisters Michael Joithe zu Weihnachten

Zuletzt geändert: 23. Dezember 2025Von

Liebe Iserlohnerinnen und Iserlohner,

wenn sich das Jahr dem Ende zuneigt und die Weihnachtszeit unsere Waldstadt mit Lichtern, Wärme und vertrauten Klängen erfüllt, ist dies für viele von uns ein besonderer Moment der Besinnung. Weihnachten schenkt uns die Gelegenheit, innezuhalten, dankbar zurückzublicken und zugleich hoffnungsvoll nach vorne zu schauen. Gerade in Zeiten großer Veränderungen ist diese gemeinsame Pause wichtig; für jede und jeden Einzelnen, aber auch für unsere Stadtgesellschaft insgesamt.

Iserlohn steht weiterhin vor großen finanziellen Herausforderungen. Die Haushaltssicherung prägt unsere kommunalpolitischen Entscheidungen und verlangt Verantwortungsbewusstsein, klare Prioritäten und manchmal auch schmerzhafte Einschnitte. Sie bedeutet Verzicht und bisweilen auch Entscheidungen, die schwer zu vermitteln sind. Dennoch ist die Haushaltssicherung notwendig, um die langfristige Handlungsfähigkeit unserer Stadt zu sichern. Unser Ziel bleibt es, Iserlohn auch in Zukunft lebenswert zu gestalten und kommenden Generationen eine stabile Grundlage zu hinterlassen.

Mit Blick auf die politische Ebene verbinden sich viele Hoffnungen mit der Wahl der neuen Bundesregierung. Städte und Gemeinden sind das Fundament unseres Staates, hier entscheidet sich, ob Politik im Alltag der Menschen ankommt. Bund und Land müssen deshalb gemeinsam dafür sorgen, dass Kommunen finanziell entlastet werden. Aufgaben, die vor Ort umgesetzt werden, brauchen eine verlässliche und auskömmliche Finanzierung. Nur so können wir Investitionen in Bildung, Infrastruktur, soziale Angebote und den gesellschaftlichen Zusammenhalt dauerhaft sichern und weiterentwickeln.

Über unsere Stadt hinaus erleben wir weltweit eine Zeit tiefgreifender Umbrüche. Demokratische Werte geraten in vielen Ländern unter Druck, Konflikte und Kriege bestimmen die Nachrichten. Umso wichtiger ist es, dass wir unsere Demokratie schützen und stärken. Sie lebt vom respektvollen Dialog und vom solidarischen Miteinander. Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eine tägliche Aufgabe, die Engagement und Verantwortung erfordert.

Mit großer Sorge blicken wir weiterhin auf die Situation in der Stadt Ternopil in der Ukraine, zu der wir eine Städtefreundschaft pflegen. Der anhaltende Beschuss, die Zerstörung und das Leid der Zivilbevölkerung machen uns fassungslos. Während wir Weihnachten in Frieden feiern dürfen, leben die Menschen dort in Angst und Unsicherheit. Unsere Solidarität gilt den Bürgerinnen und Bürgern von Ternopil. Die Freundschaft zwischen unseren Städten ist ein Zeichen dafür, dass Mitgefühl und Unterstützung keine Grenzen kennen.

Gerade in dieser Zeit wird deutlich, wie wertvoll Zusammenhalt ist. In Iserlohn engagieren sich viele Menschen ehrenamtlich, helfen einander, übernehmen Verantwortung in Vereinen, Initiativen, Kirchen und sozialen Einrichtungen. Dieses Engagement ist das Herz unserer Stadt. Es zeigt, dass Hoffnung aus Gemeinschaft wächst und dass Solidarität eine starke Kraft ist. Vielleicht sehen wir uns am 10.01.26 beim Neujahrsempfang der Stadt im Parktheater, wo wir mit der Präsentation der Heimatpreisträger dem Ehrenamt eine Bühne geben.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein friedliches, gesegnetes Weihnachtsfest, erholsame Tage und Zeit für das, was wirklich zählt. Möge uns 2026 Gesundheit, Zusammenhalt und eine starke demokratische Gemeinschaft bringen.

Herzliche Weihnachtsgrüße

Ihr Bürgermeister für Iserlohn

Michael Joithe