Der neue UWG-Kreisvorstand (von links): Marcel Jimenez Albarrán (Iserlohn), Florian Rohrmann (Meinerzhagen), Sonja Hammerschmidt (Nachrodt-Wiblingwerde), Klaus-Dieter Frick (Werdohl), Petra Triches (Nachrodt-Wiblingwerde), Steffen Wieland (Kierspe), Dominik Hoffmann (Balve)., Foto: UWG

Klaus-Dieter Frick führt die UWG Märkischer Kreis

Zuletzt geändert: 12. Februar 2026Von

Werdohler löst langjährigen Vorsitzenden Walter Gertitschke ab

(EB). Die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) Märkischer Kreis hat ihre Kreisdelegiertenkonferenz im Festzentrum Hohe Steinert in Lüdenscheid abgehalten. Neben einem ausführlichen Rückblick auf das vergangene Jahr, das insbesondere durch den Wahlkampf und die Kommunalwahl geprägt war, stand die turnusmäßige Neuwahl des Vorstandes im Mittelpunkt der Veranstaltung. Der langjährige Vorsitzende Walter Gertitschke, der die UWG seit 2009 geführt hatte, stellte sich nicht erneut zur Wahl. Ebenfalls aus dem Vorstand ausgeschieden sind der bisherige Kassierer Hans-Jürgen Jülich, Schriftführer Steffen Wieland sowie dessen Stellvertreterin Reinhild Heismann. Allen ausscheidenden Vorstandsmitgliedern wurde für ihr jahrelanges Engagement mit Präsenten und großem Dank gewürdigt.

Sonja Hammerschmidt bestätigt

Zum neuen 1. Vorsitzenden wurde Klaus-Dieter Frick aus Werdohl gewählt. Er ist zugleich Vorsitzender der Wählergemeinschaft WBG Werdohl und seit vielen Jahren Delegierter auf der Kreisdelegiertenkonferenz. Als stellvertretende Vorsitzende wurde Sonja Hammerschmidt aus Nachrodt-Wiblingwerde in ihrem Amt bestätigt. Neue Kassiererin ist Petra Triches, ebenfalls aus Nachrodt-Wiblingwerde, ihr Stellvertreter ist Dominik Hoffmann aus Balve. Zum Schriftführer wurde Marcel Jemenenz Albarrán aus Iserlohn gewählt, sein Stellvertreter ist Florian Rohrmann aus Meinerzhagen. Als geborenes Mitglied komplettiert der Fraktionsvorsitzende der UWG Kreistagsfraktion Steffen Wieland den Vorstand.

Gut gerüstet für die Zukunft

Mit der neuen Zusammensetzung sieht sich die UWG Märkischer Kreis personell breit aufgestellt und durch Vertreterinnen und Vertreter aus allen geografischen Teilen des Kreises gut gerüstet für die kommenden politischen Aufgaben. Die UWG ist keine Partei im klassischen Sinne, sondern ein Zusammenschluss engagierter Bürgerinnen und Bürger, die sich auf kommunaler Ebene für sachorientierte und unabhängige Politik einsetzen. Sie ist parteiunabhängig und ausschließlich den Interessen der Menschen vor Ort verpflichtet. Als Sprachrohr aus den Städten und Gemeinden des Märkischen Kreises will die UWG die konkreten Anliegen, Herausforderungen und Probleme aus den Kommunen in den Kreistag tragen und dort konstruktiv vertreten.

Fünf Kreistagsmitglieder

Bei der zurückliegenden Kreistagswahl musste die UWG kreisweit zwar Stimmenverluste hinnehmen, ist jedoch weiterhin mit fünf Abgeordneten im Kreistag vertreten. Durch Überhangmandate war der Kreistag auf 86 Sitze angewachsen, sodass die UWG ihre parlamentarische Präsenz sichern konnte. Besonders erfreulich aus Sicht der Wählergemeinschaften ist das gute Abschneiden in den kleineren Kommunen. Die meisten Stimmen für den Kreistag konnte die UWG kreisweit in Schalksmühle mit insgesamt 1.314 Stimmen erzielen. Mit dem Wahlergebnis zeigt sich die UWG nicht uneingeschränkt zufrieden, freut sich jedoch darüber, weiterhin mit fünf Kreistagsabgeordneten unabhängige Politik für den Märkischen Kreis gestalten zu können.

Wählergemeinschaften in allen Kreis-Kommunen

Ein weiterer positiver Meilenstein im vergangenen Jahr war, dass erstmals alle Kommunen des Märkischen Kreises mit eigenen Wählergemeinschaften Mitglied in der Kreis-UWG sind. In der nach der Wahl konstituierten Kreistagsfraktion sind sämtliche Wählergemeinschaften vertreten. Die Fraktion wird zudem von insgesamt 13 sachkundigen Bürgerinnen und Bürgern unterstützt, die ein breites Spektrum an fachlichen Kompetenzen und ehrenamtlichem Engagement einbringen.

UWG für solide Finanzen

Neben dem Rückblick auf das vergangene, von Wahlkampf und Kommunalwahl geprägte Jahr, wurde auch ein Ausblick auf die kommenden politischen Herausforderungen im Kreistag gegeben. Dabei wurde deutlich, dass der Märkische Kreis vor erheblichen finanziellen Aufgaben steht. Ein hoher Bedarf bei der Kreisumlage, ein deutliches Defizit bei den Kreisgesellschaften sowie steigende Aufwendungen im Sozialbereich und Personalbereich belasten den Kreishaushalt erheblich. Diese Entwicklungen gehen zulasten der kreisangehörigen Kommunen, die selbst finanziell stark gefordert sind. Die UWG kündigte an, sich in den kommenden Haushaltsberatungen für solide Finanzen, Transparenz und eine faire Lastenverteilung einzusetzen.