
Die Jury: (v.l.) Sibylle Haßler (IHK Siegen), Max Gottschalk (Kreis Siegen-Wittgenstein/Startpunkt57), Gesine Westhäuser (Gründerwerk/Startpunkt57), Julia Förster (Universität Siegen) und Silvia Krallmann (Handwerkskammer Südwestfalen). Foto: IHK
Gründungsstipendium NRW unterstützt Innovationen
50 Sitzungen, 300 Teilnehmer und 185 Förderempfehlungen
(EB). Das Gründungsnetzwerk Siegen des STARTERCENTER NRW Siegen/Olpe feierte kürzlich einen Meilenstein: Zum 50. Mal traf die Jury zur Auswahl der Stipendiaten des Gründungsstipendiums NRW zusammen. Seit Beginn des Programms im Jahr 2018 haben bereits 301 Personen – aufgeteilt auf 158 Teams – ihre Geschäftsideen vor der Jury präsentiert; 185 Gründer wurden dem Projektträger Jülich bislang für eine Förderung vorgeschlagen.
Vielfalt und Qualität
In der Jubiläumssitzung zeigte sich erneut die beeindruckende Vielfalt und Qualität der eingereichten Gründungsideen. Die vorgestellten Projekte spiegeln einmal mehr die Kreativität und den Unternehmergeist in der Region wider. Über die Jahre hinweg würdigte das Gründungsstipendium in Siegen-Wittgenstein und Olpe zahlreiche Vorhaben aus unterschiedlichsten Segmenten – von Onlinetherapie-Strategien über Blogs für regionale Wandertouren und Reisetipps bis hin zu vielen industriell relevanten Konzepten, die in erster Linie der Automatisierung alltäglicher Betriebsprozesse dienen. Ebenfalls immer wieder im Fokus sind Projekte, die aus verschiedenen Blickwinkeln auf das Thema Nachhaltigkeit einzahlen – ob Vertical Indoor Farming (platzsparender Anbau von Nutzpflanzen in geschlossenen Gebäuden auf mehreren übereinanderliegenden Ebenen), Snacks aus Insekten, Beton mit reduziertem CO₂-Fußabdruck oder Händler-Bonusprogramme, die dem Tourismus- und Freizeitgewerbe vor Ort zugutekommen.
Ideenpapiere einreichen
„Gerade im Zusammenspiel mit den zahlreichen Industrieunternehmen vor Ort bieten innovative Gründungsideen entscheidende Impulse für wirtschaftliche Dynamik, Fachkräftesicherung und technologische Weiterentwicklung“, unterstreicht IHK-Referatsleiterin Sibylle Haßler. Etablierte Firmen und Start-ups könnten voneinander profitieren. Das gelte insbesondere für Zukunftsthemen wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit und neue Produktionsverfahren. Die nächste Sitzung der Jury findet am 21. April statt. Interessierte Gründer können sich mit ihrer Geschäftsidee um das Gründungsstipendium NRW bewerben. Ansprechpartnerin ist Anita Send (anita.send@siegen.ihk.de). Die Frist zur Einreichung des Ideenpapiers endet am 14. April.

