
Mitglieder der SIHK-Regionalbeiräte MK Nord und Süd im Gespräch mit den Pro-fessoren Alexander Prange und Andreas Nevoigt (7. und 8. von links). Foto: SIHK
Wirtschaft und Hochschule im Dialog
SIHK-Regionalbeiräte treffen Leitung der Fachhochschule Südwestfalen
(EB). Die Zukunft der Region braucht starke Partnerschaften. Genau darüber tauschten sich Mitglieder der Regionalbeiräte der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) aus dem Märkischen Kreis mit der Leitung der Fachhochschule Südwestfalen jetzt aus. Gastgeber waren Rektor Prof. Alexander Prange und Prorektor Prof. Andreas Nevoigt.
10.000 Studierende
Nach der Begrüßung durch SIHK-Vizepräsident Herrmann Josef Schulte skizzierte Prange die aktuelle Lage der Hochschule mit ihren fünf Standorten. Die FH Südwestfalen befinde sich – wie viele Hochschulen – in einem umfassenden Transformationsprozess. In den kommenden fünf bis zehn Jahren gelte es, tragfähige Antworten auf mehrere Entwicklungen zu finden: Mittelkürzungen des Landes Nordrhein-Westfalen im Grundhaushalt von zwei Millionen Euro ebenso wie ein Rückgang der Studierendenzahlen auf aktuell rund 10.000.
Stärken weiter ausbauen
Trotz dieser Herausforderungen bleibt das Ziel klar: Die Hochschule will ihre Kernkompetenzen in den technisch-naturwissenschaftlichen und betriebswirtschaftlichen Disziplinen langfristig stärken und die Präsenz in der Region zukunftsfähig sichern. „Wir wollen unsere Stärken weiter ausbauen und zugleich neue Wege gehen, um attraktiv für Studierende und Unternehmen zu bleiben“, machte Prange deutlich.
FH unverzichtbarer Partner
Aus Sicht der Wirtschaft wurde die Bedeutung der Fachhochschule für den Märkischen Kreis ausdrücklich unterstrichen. Gerade die Standorte in Iserlohn und Hagen seien für viele Unternehmen der Region ein unverzichtbarer Partner: als Ausbildungsstätte für dringend benötigte Fach- und Führungskräfte sowie als Innovationsmotor durch ihre Labore und Forschungskooperationen.
Enge Zusammenarbeit
Auch die enge Zusammenarbeit bei der Entwicklung neuer Bildungsangebote wurde hervorgehoben. SIHK-Hauptgeschäftsführer Ralf Geruschkat verwies auf erfolgreiche gemeinsame Initiativen. Ein aktuelles Beispiel stellte SIHK-Bildungsexperte Thomas Haensel vor: die gemeinsam mit der FH SWF und weiteren Partnern entwickelte Zusatzqualifikation „Erneuerbare Energien & Wasserstoff“. Das Programm startet noch in diesem Jahr mit jungen Fachkräften aus neun Unternehmen der Region.
Dialog wird fortgesetzt
Zum Abschluss herrschte Einigkeit: Der Dialog zwischen Hochschule und Wirtschaft soll weiter fortgesetzt und vertieft werden. Angesprochen wurden unter anderem weitere auch bilaterale Treffen sowie neue Formate des Austauschs – insbesondere mit Blick auf junge Menschen, die für Studium, Ausbildung und Karriere in der Region begeistert werden sollen. Bei dem Treffen wurde erneut deutlich: Wenn Hochschule und Wirtschaft gemeinsam denken und handeln, entstehen Lösungen, die der gesamten Region zugutekommen.

