
Freuen sich über den Förderbescheid: (von links) Olaf Stelse, Bürgermeister Kierspe, Thomas Sommer, Bezirksregierung Arnsberg, Kerstein Steinhaus-Derksen, Lars Feltens, Simon Trambacz, Stadt Kierspe. Foto: Stadt Kierspe
Stadt Kierspe erhält 1,72 Millionen Euro
EFRE-Fördermittel für energetische Sanierung des Rathauses
(PSK). Die Stadt Kierspe hat sich im letzten Jahr um Fördermittel für die energetische Sanierung des Rathauses im Rahmen des EFRE-Programms „Energieeffiziente Öffentliche Gebäude“ des Ministeriums für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen beworben. Ziel der Fördermaßnahme ist es, durch die energetische Sanierung von öffentlichen Gebäuden, den Primärenergiebedarf der sanierten Gebäude um mindestens 50 Prozent gegenüber dem Ist-Zustand zu senken. Jetzt konnte Bürgermeister Olaf Stelse erfreulicherweise den positiven Förderbescheid von Thomas Sommer, Leiter der Abteilung für Regionale Entwicklung, Kommunalaufsicht und Wirtschaft der Bezirksregierung Arnsberg, entgegennehmen. Die Förderung beläuft sich auf rd. 1,72 Millionen Euro.
Nicht mehr Stand der Gebäudetechnik
Das heutige Rathaus der Stadt Kierspe am Springerweg wurde im Jahr 1986 durch einen grundlegenden Umbau des Firmengebäudes der Firma Knipping-Schrauben – heute Lisi Automotive Knipping Verbindungstechnik GmbH- erstellt. Nach 40 Jahren entspricht das Gebäude sowohl vom Energiebedarf als auch in weiten Teilen der Gebäudetechnik nicht mehr den Anforderungen an ein zeitgemäßes Verwaltungsgebäude.
Energieeinsparung über 60 Prozent
Nach den Berechnungen des im Rahmen der Antragstellung beauftragten Kiersper Architekturbüros ABE-Plan von Barbara Hemicker kann durch die vorgesehenen Maßnahmen der Jahresprimärenergiebedarf um über 60 Preozent signifikant gesenkt werden. Damit wird die künftig geplante Energiebilanz des Gebäudes noch besser als die gesetzlichen Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes für Neubauten sein. Hierdurch lassen sich zukünftig jährlich fast 90 Tonnen CO₂ einsparen. Ohne das Förderprogramm und die damit einhergehende Bezuschussung wäre die vorgesehene Sanierung bei der angespannten Lage des städtischen Haushalts absehbar nicht möglich.
Beginn der Arbeiten im Frühjahr 2027
Die geplanten und bewilligten Maßnahmen umfassen eine grundlegende Sanierung der Gebäudesubstanz durch eine systematische Dämmung aller Bauteile der thermisch wirksamen Gebäudehülle inklusive der Bodenplatte, neuer Fenster und Türen sowie die Umstellung der Heizungsanlage von Gas auf eine Wärmepumpe. Flankierend zu diesen Maßnahmen werden grundlegende Sanierungen aller Räumlichkeiten inklusive Kabel und Leitungen durchgeführt und auf den heutigen Stand der Technik gebracht und somit für die kommenden Jahrzehnte zukunftsfähig gemacht. Die Dauer der reinen Bauarbeiten wird auf einen Zeitraum von zwei Jahren geschätzt. Beginnen sollen die Arbeiten vor Ort im Frühjahr 2027.
Rat beschließt am 24. März
Mit der Übergabe des Förderbescheides können nunmehr konkrete Planungen zur baulichen Umsetzung beginnen. Letzte Voraussetzung ist hierbei noch ein Beschluss des Rates der Stadt – daher wird die Vorlage auf die Tagesordnung der am Dienstag, 24. März terminierten Sitzung aufgenommen.

