
Seelsorgerin Sandra Kamutzki (l.) ist die neue Seelsorgerin an der LWL-Klinik Hemer. Die Kirchenvertreter Dr. Björn Corzilius (2.v.l.), Olaf Kaiser (2.v.r.) und Ralf Radix (r.) führten durch den Festakt zur Einführung. Foto: LWL / Philipp Stenger
Sandra Kamutzki ist neue Seelsorgerin an der LWL-Klinik Hemer
Pfarrerin will Ansprechpartnerin für alle sein
(lwl). An der LWL-Klinik Hemer, Hans-Prinzhorn-Klinik, ist die neue Seelsorgerin Sandra Kamutzki feierlich in ihr Amt eingeführt worden. Bei einem Einführungsgottesdienst wurde die Pfarrerin von Vertretern der Evangelischen Kirche mit guten Wünschen bedacht und von der Klinikleitung herzlich willkommen geheißen. Gleich drei Vertreter der Evanglischen Kirche führten durch den Festakt. Anwesend waren Ralf Radix, Theologischer Referent für Seelsorge und Beratung der Evangelischen Kirche von Westfalen, Olaf Kaiser, Landeskirchlicher Pfarrer für Seelsorge in Einrichtungen des Gesundheitswesens, und Dr. Björn Corzilius, stellvertretender Synodalassessor des Kirchenkreises Iserlohn.
„Alles wirkliche Leben ist Begegnung“
Ganz neu ist Sandra Kamutzki nicht, da sie ihre Stelle an der LWL-Klinik Hemer bereits vor der offiziellen Amtseinführung angetreten ist. Wegen eines Trauerfalls war der Festakt aber verschoben worden. Der Kaufmännische Direktor Prof. Dr. Jens Bothe konnte durch die verschobene offizielle Einführung bereits von der Arbeit der Seelsorgerin berichten. Schon in der Bewerbung habe die Pfarrerin mit dem Zitat „Alles wirkliche Leben ist Begegnung“, das dem Religionsphilosophen Martin Buber zugeschrieben wird, das Wesen der Aufgaben der Seelsorge in der Psychiatrie umrissen. Jens Bothe würdigte, dass Sandra Kamutzki in der Klinik Raum für Ruhe und Gespräche für Patientinnen, Patienten und Mitarbeitende schaffe. Die psychiatrische Klinik freue sich, eine Seelsorgerin mit Krankenhauserfahrung gewonnen zu haben.
Ehrenamtliche ausgebildet
Diese Erfahrung hat Sandra Kamutzki unter anderem als Seelsorgerin am Bethanien Krankenhaus Iserlohn gewonnen. Das berichtete auch Ralf Radix in seiner Rede. Sie sei eine Spezialistin in der Seelsorge, habe auch Ehrenamtliche ausgebildet und ein Masterstudium in Supervision absolviert. Hier im Krankenhaus ergänze die neue Seelsorgerin das medizinisch-therapeutische Angebot um Spiritualität. Außerdem könne sie Gespräche ohne Bewertung anbieten, sagte Radix.
Ansprechpartnerin für alle
Sandra Kamutzki betonte die Bedeutung von offenen Gesprächen auch in ihrer Ansprache. Sie wolle Ansprechpartnerin für Patientinnen, Patienten und auch für Mitarbeitende sein. „Ich will niemanden bekehren, sondern Menschen seelsorglich begleiten“, erklärte die Pfarrerin. In der Klinik biete sie einen geschützten Raum außerhalb von Therapien und Arztgesprächen an. „Ich muss kein Therapieziel erreichen, ich habe größere Freiheiten“, sagte sie. Sie nehme sich die Zeit, um Vertrauen entstehen zu lassen und einfach für ihre Gesprächspartnerinnen und -partner da zu sein.
Raum der Begegnung und Ankerplatz
Auch Kamutzkis Vorgänger an der Klinik, der evangelische Pfarrer Peter Wevelsiep, besuchte den Einführungsgottesdienst. Er bezeichnete das Büro der Krankenhausseelsorge als einen Raum der Begegnung und einen Ankerplatz. Die neue Seelsorgerin machte deutlich, dass sie diese Tradition fortführen wolle. „Gespräche auf Augenhöhe, Empathie und wenn möglich eine Prise Humor sind mir wichtig“, sagte Sandra Kamutzki, „Seelsorge eröffnet einen Raum für spirituelle Ressourcen.“

