Diesen provisorischen Steg bauten Unbekannte am Sorpesee und benutzten dazu Kanister mit wasser-gefährdenden Stoffen. Foto: Ruhrverband

Steg mit Kanistern gefählicher Stoffe gebaut

Zuletzt geändert: 24. Juni 2026Von

(EB). Die Hitze hat NRW seit Tagen fest im Griff. Dementsprechend voll war es zuletzt an den Talsperren des Ruhrverbands. Leider sind nicht alle Menschen, die in unseren Gewässern Abkühlung suchen, bereit, sich an die geltenden Regeln zu halten. Ein besonders krasses Beispiel rücksichtslosen Verhaltens wurde an der Sorpetalsperre entdeckt. Dort errichteten Unbekannte aus alten Brettern und Rohren eine provisorische Steganlage. Sie begingen damit nicht nur Ordnungswidrigkeiten (Errichtung einer Anlage am Gewässer ohne Genehmigung, Illegale Müllentsorgung), sondern machten sich auch strafbar – denn als Auftriebskörper wurden Kanister verwendet, die Reste von hochgradig giftiger und extrem gewässergefährdender Natronbleichlauge enthielten. Und wer ein Gewässer verunreinigt oder dies versucht, begeht eine Straftat, auch wenn es fahrlässig erfolgt.

Bäume beschädigt

Der Ruhrverband hat das Bauwerk schnellstmöglich aus dem Wasser entfernt, hat Anzeige gegen unbekannt erstattet und bittet um Hinweise, wer den Steg errichtet haben könnte. Auf den Kosten für die Entsorgung des gefährlichen Mülls bleibt nämlich ansonsten – leider wieder einmal – die Allgemeinheit sitzen. Ebenfalls an der Sorpetalsperre gab es Beschädigungen an mehreren Bäumen. Auch in diesem Fall wurde Anzeige erstattet.

Sprung ins kalte Wasser

Große Probleme gibt es wegen der Hitze außerdem mit den Unbelehrbaren, die trotz aller Warnungen in die Talsperren des Ruhrverbands springen. An der Möhnetalsperre ignorierten einige Jugendliche derart hartnäckig die Ansprachen von DLRG und Ordnungsamt, dass die Polizei zur Amtshilfe hinzugezogen werden musste. Dabei sollte sich mittlerweile herumgesprochen haben, dass Sprünge in Talsperren lebensgefährlicher Leichtsinn sind, weil sie wegen des schwankenden Wasserstands jeden Tag aufs Neue ein „unbekanntes Gewässer“ darstellen – soll heißen: Eine Stelle, die gestern noch tief genug war, kann es schon morgen nicht mehr sein!

Verhaltensregeln beachten

Der Ruhrverband ist verantwortlicher Träger der umfassenden Wasserwirtschaft im gesamten Flussgebiet der Ruhr mit einem System von Talsperren zur Bewirtschaftung der Wassermengen und einem flächendeckenden Netzwerk von Abwasserbehandlungsanlagen zur Reinhaltung der Gewässer für 60 Kommunen. Der Ruhrverband appelliert daher aus aktuellem Anlass wieder einmal an alle Gäste an seinen Talsperren:

  • Verhaltet euch verantwortungsbewusst und nehmt Rücksicht auf eure
  • Hinterlasst keinen Müll und verursacht keine Schäden.
  • Badet nur an den ausgewiesenen
  • Befolgt das Grillverbot auf den Uferflächen und das absolute Rauchverbot im

 Was rund um unsere Talsperren erlaubt und verboten ist, regeln unsere Freizeitordnung und die Gemeingebrauchsverordnung der Bezirksregierung Arnsberg: https://ruhrverband.de/services/sport-und-freizeit-tipps/freizeitordnung. Rurverband: „Verstöße gegen geltendes Recht bringen wir grundsätzlich zur Anzeige“