
Gesprächsrunde auf der Bühne beim Südwestfalen Festival zur Zusammenarbeit in der Region, den Erkenntnissen der REGIONALE 2025 und des Bundesmodellvorhabens "Smart Cities: 5 für Südwestfalen" mit Dr. Gabriele Barten (Achenbach Buschhütten Holding, 2.vl.), Christoph van Gemmeren (Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung, 3.vl.), Marcus Schiffer (Bürgermeister Stadt Soest, m.), Renate Mitterhuber (Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, 3vr.) mit Hubertus Winterberg (2.vr.), Dr. Stephanie Arens (r.) und Marie Ting (l.) von der Geschäftsführung der Südwestfalen Agentur. Foto: Südwestfalen Agentur / Udo Geisler
Zusammenarbeit in Südwestfalen
350 Gäste beim Abschluss der REGIONALE im Sauerlandpark Hemer
(EB). Seit 20 Jahren arbeitet die Region unter dem Dach Südwestfalens zusammen. Gemeinsam werden Strategien entwickelt, Leuchtturmprojekte umgesetzt und Fördermittel akquiriert, beispielsweise im Rahmen des Strukturprogramms REGIONALE 2025. Rund 150 Millionen Euro Förder- und Drittmittel wurden damit in die Region geholt und 56 Projekte in die Umsetzung gebracht. Gleichzeitig vermarktet sich Südwestfalen erfolgreich als starke und innovative Wirtschaftsregion. Das Südwestfalen Festival „Roots & Visions“ im Sauerlandpark Hemer diente dazu, sich das gemeinsam Erreichte vor Augen zu führen. Mehr als 350 Gäste waren auf Einladung der Südwestfalen Agentur und ihrer sechs Gesellschafter – die fünf Kreise sowie der Verein „Wirtschaft für Südwestfalen“ mit über 450 Unternehmen – nach Hemer gekommen.
Nachhaltige Stadtentwicklungsprojekte
In der Zusammenarbeit aus Politik, Wirtschaft, Hochschulen, Verbänden und Vereinen ist unter dem Dach Südwestfalens eine Menge entstanden: nachhaltige Stadtentwicklungsprojekte ebenso wie solche aus den Bereichen Mobilität, Künstlicher Intelligenz, Naturerlebnissen oder zur Fachkräftesicherung. Die Südwestfalen Agentur hatte das Festival organisiert, um zu zeigen, wie die unterschiedlichen Themen die Region in Summe stärken.
Fünf Exkursionen
In fünf Exkursionen, neun Themenräumen und im Austausch mit Projektverantwortlichen hatten die Festivalgäste Gelegenheit, sich anhand konkreter Beispiele davon zu überzeugen. Anlass des Festivals war insbesondere der Abschluss der REGIONALE 2025. Im Beisein von Daniel Sieveke, Staatssekretär im NRW-Bauministerium, wurden letztmals 3-Sterne-Plaketten für umsetzungsreife Projekte an die Projektverantwortlichen vergeben.
Einblicke in alle 56 Projekte der REGIONALE 2025 – Abschlussevent von „Smart Cities“
In Summe haben 56 Projekte in der REGIONALE 2025 einen dritten Stern erhalten. Heißt: Förderung sicher, grünes Licht für die Umsetzung. Auf der 3-Sterne-Allee, die im Sauerlandpark Hemer mit Infotafeln und Bäumen aufgebaut wurde, konnten sich Gäste über diese Projekte informieren. Die Bandbreite ist groß: Vom Stadtumbau in Werl über einen außerschulischen Lernort für Jugendliche in Lüdenscheid, KI in der Gesundheitsversorgung in Olpe und digitale Unterstützung für Dorfgemeinschaften im Hochsauerland bis hin zum Leuchtturmprojekt für Kreislaufwirtschaft „Green Factory“ in Kreuztal. Für die 56 Projekte wurden über 150 Millionen Euro Förder- und Drittmittel in die Region geholt.
„5 für Südwestfalen“
Ergänzend war das Festival auch die Abschlussveranstaltung des Bundesmodellvorhabens „Smart Cities: 5 für Südwestfalen“. Fünf Kommunen setzen digitale Tools ein für eine nachhaltige Entwicklung der Städte und Gemeinden – etwa um Energie in Gebäuden zu sparen, Klimadaten zu bündeln oder lokale Informationen und Erlebnisse in einer App zu sammeln. Das Besondere: die „5 für Südwestfalen“ teilen ihre Lösungen mit der gesamten Region. Abgucken ist ausdrücklich erlaubt. Das Projekt habe bundesweit gezeigt, wie sich eine Region durch regionale Zusammenarbeit und breiten Wissenstransfer für die Zukunft wappne, hob Renate Mitterhuber vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen beim Festival hervor.
Regionalmarketing Südwestfalen: Verein wächst auf über 450 Unternehmen
Von einer gesunden, aber stetigen Entwicklung im Regionalmarketing konnte Johannes Huxol berichten. Der Vorsitzende des Vereins „Wirtschaft für Südwestfalen“ freute sich bei der Mitgliederversammlung, die im Rahmen des Festivals stattfand, dass sich inzwischen mehr als 450 Unternehmen dem Verein angeschlossen haben. Denn: Je mehr Mitglieder, umso größer die Schlagkraft des Regionalmarketings.
Fachkräfte für die Region begeitern
Alle Aktivitäten des Regionalmarketings haben das Ziel, das Image Südwestfalens positiv zu prägen und Fachkräfte für die Region zu begeistern. Beim Festival stand insbesondere das umfangreiche Projekt „Arbeitgeberschmiede Südwestfalen“ im Fokus. Es unterstützt Unternehmen mit zahlreichen kostenlosen Angeboten, Veranstaltungen und Praxis-Beispielen dabei, im Werben um Fachkräfte als guter und glaubwürdiger Arbeitgeber aufzutreten. Jüngstes Beispiel ist das Social-Media-Format „Azubi-Sommerhaus“, das das Regionalmarketing der Südwestfalen Agentur ins Leben gerufen hat, um auf die Vielfalt der Ausbildung und die ausbildenden Betriebe in der Region aufmerksam zu machen.
An einem Strang ziehen
„Das Festival hat eindrucksvoll gezeigt, was möglich ist, wenn wir in Südwestfalen an einem Strang ziehen. Die vielen Projekte und Ideen machen deutlich: Gemeinsam bringen wir unsere Region sichtbarer nach vorne. Positive Entwicklungen, etwa durch die REGIONALE, und ein starkes Regionalmarketing gehen dabei Hand in Hand“, bilanzierte Ralf Schwarzkopf, Landrat des Märkischen Kreises und Aufsichtsratsvorsitzender der Südwestfalen Agentur. Er ergänzte: „Die Herausforderungen werden nicht kleiner. Umso wichtiger ist es, dass Kreise, Unternehmen und Organisationen ihre Kräfte im Rahmen einer gemeinsamen Vision und eines abgestimmten Handlungskonzepts bündeln. Das schafft Orientierung, erhöht die Umsetzungsgeschwindigkeit und sorgt dafür, dass wir unsere Ressourcen dort einsetzen, wo sie den größten Mehrwert für die Region schaffen. Gemeinsam können wir deutlich mehr bewegen. Genau darin liegt die Stärke Südwestfalens.“

