Die KOSH-Mitarbeiterinnen (von links) Laura Becker und Nadine Hinz sowie die Leistungsberechtigten Steven Schulte, Michael Schäfer und Patrik Wulf freuen sich über den Wichtelweg. Foto: Michaela Rensing/LWL

Wichtelweg im Sauerlandpark

Zuletzt geändert: 7. Juli 2026Von

(lwl). In den Hemeraner Sauerlandpark sind die Wichtel eingezogen. Ihre liebevoll gestalteten Miniaturhäuser stehen am Zickzackweg, der hinauf zum Jübergturm führt, und sind ab sofort für alle Gäste des Parks zur Besichtigung freigegeben. Der Wichtelweg ist ein Projekt des Karl-Otto-Stoffer-Hauses (KOSH) des LWL-Wohnverbundes Hemer.

Rückkehr in ein geregeltes Leben

Das KOSH befindet sich auf dem Gelände der LWL-Klinik Hemer, Hans-Prinzhorn-Klinik. Dort wohnen Menschen mit einer Abhängigkeitserkrankung, die wieder in ein geregeltes Leben zurückfinden wollen. Dabei helfen sogenannte tagesstrukturierende Maßnahmen wie zum Beispiel die Arbeit mit Holz und anderen Materialien. Die Erzieherin Laura Becker und die Heilerziehungspflegerin Nadine Hinz hatten die Idee, in der hauseigenen Werkstatt Wichtelhäuser zu bauen, und konnten damit die Bewohner des KOSH, die offiziell Leistungsberechtigte heißen, mitreißen. Auch beim Hemeraner Bürgermeister Christian Schweitzer rannten Becker und Hinz offene Türen ein. Er schlug als „Wichtel-Wohnort“ den Sauerlandpark vor. Dort sind die kleinen Häuser bestmöglich vor Vandalismus geschützt und können große und kleine Parkbesucherinnen und -besucher begeistern.

20 Häuser aufgestellt

Mitarbeiterinnen und Bewohner des KOSH fanden entlang des Wegs zum Jübergturm für jedes Wichtelhaus einen guten Platz. 20 Häuser haben sie aufgestellt, zum Beispiel eine Wichtel-Kita und eine zweistöckige Wichtel-Villa mit Küche und Schlafraum. Es gibt eine Wichtel-Autowerkstatt mit kleinem Poster und BVB-Plakat und ein „Popcorn-Höhle“ genanntes winziges Kino. Sogar der Jübergturm steht nun in klein vor seinem großen Vorbild und heißt in der Miniatur-Ausgabe „Sternenzipfel-Turm“.

Viel Arbeit investiert

In jeder der Miniaturen stecken viel Liebe und viel Arbeit – und das sieht man ihnen auch an. Die Zeit, um so viele Häuschen fertig zu bekommen, war knapp bemessen und hat den KOSH-Bewohner und Bewohnerinnen einiges abverlangt. Umso mehr freuen sich alle, dass die Häuser nun von vielen Menschen bewundert werden können. „Wir hoffen, dass die Gäste des Sauerlandparks mindestens genauso viel Freude an den Wichtelhäusern haben wie die KOSH-Bewohnerinnen und -bewohner sie bei der Herstellung hatten“, erklären Laura Becker und Nadine Hinz. Sie schließen nicht aus, dass später noch weitere Wichtelhäuser folgen werden.